Tauwetter, Plattfuß und Müllsession

Hallo ihr Lieben,

Letzte Woche Sonntag wurde es ja spürbar wärmer. Die Straßen waren schon weitestgehend befahrbar. So konnte ich mal wieder zu Besuch nach Durchholz fahren.
Auf dem Weg dorthin musste ich immer mal wieder anhalten, um die schönen Eiszapfen zu fotografieren.

Bei einem Hundespaziergang im Wald hatte ich natürlich auch meine Knipskiste mitgenommen. Ausgerechnet die Schneebilder von dem Wuschel Pascou hatte ich tatsächlich versemmelt, somit kommen hier ein paar Archivaufnahmen aus dem Sommer.

Im weiteren Verlauf der Woche verschwand der Schnee so schnell wie er gekommen war, trotzdem musste ich hier und da den Auslöser an meiner Kamera drücken.

Aus den überaus umwerfenden Selbstportraits könnt ihr herleiten, warum ich euch das sonst erspare.
Es darf hier laut gelacht werden- oh mein Gott, das Mumienstadium ist schon in Aussicht!

Die Probefahrt war mit der neuen Kette am Kübel soweit okay.
Aber das kaputte Tretlager verleiht dem Kettenblatt einen sehr unrunden Lauf, so dass das Kettenschloss wohl nicht allzu lange halten wird. Naja mal sehen.

Am Freitag hatte ich einen Tag vom alten Urlaub aus dem letzten Jahr genommen.
Der vollständig getaute Schnee hatte alle Müllsünden unserer Zivilisationsgesellschaft wieder frei gegeben.
Ich war extra früh aufgestanden um direkt bei Sonnenaufgang losfahren zu können.
Als ich mein Müllmobil aus dem Keller holen wollte, musste ich feststellen, dass der Vorderreifen platt war.


Also erst mal noch eine kleine Reparatureinheit.
Dazu brauchte ich eine 15er Nuss auf der großen Knarre und ein Paar Reifenabzieher.

Das blaue Lasteselchen stellte ich im Kellergang auf den Kopf. Der Stecker wurde vom Nabendynamo abgezogen und die Vorderbremse ausgehängt, damit das abgeschraubte Rad samt Reifen bei der Montage durch die Bremsbacken passte.

Danach wurde das Ventil und der Schraubring am Ventilschafft (keine Ahnung, wie da der Fachbegriff lautet) abgedreht, damit der Ventilschafft durch das Loch der Felge passt.


Mit den Reifenabziehern hebelte ich den Reifen über die Felge und zog anschließend den Schlauch heraus.

Das Ventil befestigte ich wieder auf dem Schafft und pumpte Luft in den Schlauch, um zu sehen wo das Loch war. Es befand sich in der Nähe des Ventils.



So konnte ich schnell den Übeltäter, eine Glasscherbe, im Mantel ausfindig machen und herausfummeln.






Da ich aber nun zu faul war den Schlauch zu flicken, nahm ich einen neuen Schlauch und baute ihn leicht aufgepumpt in umgekehrter Weise ein.
Durch das leichte Aufpumpen kann sich der Schlauch nicht zwischen Felge und Reifen beim Aufziehen einklemmen.









Nachdem das Vorderrad festgeschraubt und der Stecker vom Nabendynamo wieder an Ort und Stelle und Luft im Reifen war, stellte ich das Lasteselchen wieder auf die Reifen. Zum Schluss hängte ich die Vorderradbremse wieder ein.


So mit einer knappen Stunde Verspätung ging es dann endlich zum Müllsammeln los.
Ich hatte bisher ja schon viele ungewöhnliche Müllfunde gehabt. Aber dass jemand nicht nur seinen Unrat in der Botanik verteilt, sondern auch gleich noch anzündet, war mir auch noch nicht untergekommen.
So geschehen an der Nachtigallstraße in Witten, dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein.


Durch Zufall waren auch eine Mitarbeiterin und ihr Kollege vom Betriebsamt dazugekommen. Sie hatte dann auch den restlichen Sperrmüll mitgenommen, da mein Müllmobil hier doch passen musste.
Weiter ging es an der Herbeder Straße entlang, dieses Mal hatte ich noch nicht mal 1 km geschafft und beide Müllsäcke waren schon wieder voll.
Besonders bemerkenswert war auch der Fund von einem „Tierfreund“, der in seiner „Tierliebe“ den Katzenbaum am Radweg hinter der Leitplanke in der Böschung entsorgt hatte. Das Ding hatte mich bei der Bergung einige Mühe gekostet, da es total viel Wasser aufgesogen hatte und somit ziemlich schwer geworden war.


Außerdem hatte ich erstaunlicher Weise einen Bettbezug und ganze neun Radzierblenden gefunden. Die Neunte fehlt auf dem Bild, da ich sie erst auf der Rückfahrt gefunden hatte und dann nochmal umgekehrt war um sie zu dem Müll zu zustellen.


Die Glasdeponie hinter einem Baum konnte ich leider nicht mehr beseitigen, da ich keinen Müllsack mehr übrighatte, die ist dann beim nächsten Mal mit dabei.

Auch im Lottental, das auf meinem Weg zur Arbeit liegt, wurde an einem Parkplatz erneut Müll entsorgt.



Zum Schluss wünsche ich euch, mit diesem Sonnenaufgang, ein schönes und sonniges Wochenende, bleibt alle gesund und zuversichtlich.

Veröffentlicht von rosarote Fahrradkurbel

Von A nach B mit meinen Drahteseln.

2 Kommentare zu „Tauwetter, Plattfuß und Müllsession

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