Blechmännchen Update Nummer 6!

Hallo, schön das du hier bist!

Das Blechmännchen-Knie und der Rest von mir, hat inzwischen eine Woche Wiedereingliederung auf der Arbeit hinter sich.
Bisher hatte das ganz gut geklappt nur am Freitag war das Knie wieder deutlich angeschwollen und der gestrige Samstag war dann leider ein Tag auf dem Sofa.
Die letzte Nacht war auch nicht so toll und das Knie ist auch jetzt, wo ich hier tippe nicht wirklich nett zu mir, autsch!
Aber egal heute werde ich den Turbo-Pfau satteln und noch mal zur Grabpflege zum Rembergfriedhof nach Hagen fahren.

Dabei werde ich wieder an dem abgerissenen Taubenturm vorbei kommen.

Letztes Wochenende hatte ich meinen Augen nicht getraut, als ich sah, dass der Taubenturm neben dem Arbeitsamt in Trümmern in einem Container aufzufinden war und die heimatlosen Tauben völlig verwirrt und hilflos daneben saßen. Einige von ihnen machten sich gleich auf dem Weg zu mir, um zu hoffen, dass ich etwas Futter für sie hatte.


Ich war völlig entsetzt und traurig, warum bloß war der Taubenturm weg, der mindestens 30 Jahre dort gestanden hatte und den Tieren ein bisschen Schutz und gesundes Futter bot und durch den Eiertausch, die Taubenpopulation seit Jahrzehnten kleiner gehalten wurde.
Als ich wieder zu Hause war, befragte ich gleich meine Vereinsmitglieder in Chatgruppe von der Initiative Stadttauben in Witten.
Und da bekam ich einen Link auf Facebook über diesen Vorfall zur Antwort.
hier ein Sreenshot des Facebookberichts


Meine schlimmsten Befürchtungen wahren war geworden, es hatte einen Eigentümerwechsel gegeben und der Neue hatte sich nicht von dem Sinn des Taubenturms überzeugen lassen und gnadenlos seine Macht (Geld) ausgespielt und so waren die armen Tauben obdachlos geworden.
Ich finde dass einfach zum Kotzen, sorry für die Ausdrucksweise, aber so ist es!
Es ist wieder mal ein Beispiel dafür, das Leute mit viel Geld leider, wie auch in diesem Fall überhaupt keine Empathie haben.
Und unser Tierschutzgesetz erneut nicht das Papier wert ist, worauf es gedruckt ist!
Recht, hat hier in unserem Land meist der mit der Kohle in der Tasche, einfach nur widerlich!
Einfach nur Pfui, Pfui und noch mal Pfui, aber wir leben ja in einer Zeit, wo Großmäulern mit jeder Menge Knete in der Tasche auch noch brav gefolgt wird und wir ja ebenfalls, die vielen Hitzetote einfach so hinnehmen. Sind ja auch meist Rentner gewesen, da spart man doch so einiges an Geld in der Rentenkasse! Ist doch super!

Ich bin böse, ja auf jeden Fall!!!

Würg, kotzt, ach mich machen solche Ungerechtigkeiten gegenüber Schwachen, egal ob es sich um Menschen oder Tiere handelt, die sich selbst nicht wehren können, einfach nur unendlich wütend!!!
Sorry noch mal für die Wortwahl!!!

So jetzt habe ich meinem Frust über den neuen Besitzer (City Best Hotel Group Berlin) Luft gemacht.
Wer weiß, vielleicht verklagen die mich jetzt noch, wegen des Artikels hier, würde mich auch nicht wundern, dass passiert anderen Tierschützern ja schließlich auch ständig, wenn sie Missstände in der Massentierhaltung aufzeigen!
Ach ich könnte aus der Haut fahren!

Themawechsel!
Ich hoffe, du hast nach meinem Wutartikel noch Lust weiter zu lesen, denn jetzt kommt eine wirklich schöne Geschichte mit Happy End!
Am letzten Donnerstag war ich meinem Turbo-Pfau zu Rehaklinik in die Muckibude gefahren.


Auf dem Rückweg hatte ich eine Begegnung mit einem kleinen Krebs mitten auf dem Radweg.
Beinahe hätte ich den kleinen Wicht auf dem nassen Radweg, zwischen den heruntergefallenen Blättern und kleinen Ästen übersehen und schlimmsten falls überfahren.
Ich hielt an und schaute mir den kleinen Burschen erst mal an und wollte ein paar Fotos mit dem Smartphone machen.
Der kleine Krebs war von mir natürlich überhaupt nicht begeistert und drohte mir mit seinen kleinen Zangen, so gut er konnte.
Ich fand dass total putzig und war ganz entzückt und hatte die ganze Zeit ein Lächeln im Gesicht. Die wenigen Bilder sind deshalb auch etwas verwackelt.


Natürlich konnte ich den kleinen Kerl nicht einfach so zurücklassen, denn der nächste Radfahrer oder Fußgänger hätte für ihn ja das Ende, bedeuten könnten. Und das Wasser war weit und sehr unwegsam für ihn und auch für mich entfernt gewesen.
In meiner Tasche hatte ich zum Glück eine Plastiktüte.
Mithilfe eines kleinen Stöckchens, in der der kleine Kerl in seiner Angriffslust beherzt hinein kniff, konnte ich ihn vorsichtig in die Tüte bugsieren.
Danach fuhr ich, mit dem kleinen Wüterich in der Tüte, ein ganzes Stück weiter, um eine Stelle zu finden, wo ich gut an das Ufer des Stausees humpeln konnte.
Anschließend öffnete ich vorsichtig die Plastiktüte und ließ den kleinen Krebs gemütlich aus der Tüte in Richtung Wasser krabbeln.
Er hatte sofort erkannt, worum es ging und ging ganz friedlich hinaus.
Ich hatte ihn noch kurz zum Abschied am Rücken gestreichelt, was er ohne Zorn gegen mich erduldete im nächsten Moment, im Wasser verschwunden war.
Beseelt und glücklich über diese außergewöhnliche Begegnung mit anschließendem Happy End fuhr ich weiter in Richtung Heimat.

Der Turbo-Pfau also mein elektrisch unterstütztes Reha-Dreirad ist wirklich die Rettung für mich.
Ohne dieses Behindertenfahrzeug wäre ich dermaßen aufgeschmissen, denn die Wegstrecken so wohl zur Arbeit, als auch zur Reha-Klinik wären sonst kaum zu bewältigen.
Mit dem ÖPNV würde mich das viel Zeit und Nerven kosten und mit dem Getnixmer, der E-Mofa würde ich unterwegs einfrieren, weil ich mich nicht bewegen könnte, und steif wie ein Brett am Ziel ankommen würde.


Dem Tubo-Pfau verdanke ich, dass ich wieder am Berufsleben teilnehmen kann, und das tut meinem Gemüt sehr gut.
In diesem Sinn wünsche ich dir einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße
Dagmar

Blechmännchen Update Nummer 5!

Hallo, schön dich hier zu haben!

Haah, endlich, ja endlich gibt es mal positive Nachrichten zu meinem Blechmännchendasein.

Seit der vierten Nacht in Folge krampft das linke Bein nachts nicht mehr und ich kann deshalb auch mal einige Stunden am Stück schlafen.

Zu verdanken habe ich das dem Turbo-Pfau!

Letztes Wochenende war ich bei einem lieben Freund zum Kaffee eingeladen. Die Entfernung zu ihm ist ungefähr 8 Kilometer.
Nach meiner letzten kleinen Testfahrt mit dem Turbo-Pfau war ich wild entschlossen es mal auszuprobieren, ob ich weitere Strecken damit schaffen würde.
Und tatsächlich hatte das geklappt.
Am darauffolgenden Montag hatte ich wieder einen Termin in der Muckibude der Reha-Klinik in Hattingen.
Das Wetter war am Morgen ziemlich frisch gewesen und der Gedanke mit dem Getnixmer zur Muckibude zu fahren, behagte mir gar nicht, da ich eine Stunde lang während der Fahrt in starrer Sitzhaltung dabei langsam eingefroren wäre, trotz warmer Kleidung.

Die Vorstellung, eingefroren und völlig steif in Hattingen anzukommen, brachte mich auf die Idee, es einfach mit dem Turbo-Pfau zu versuchen.
Mehr als das ich irgendwo schlimmsten Falls völlig fertig unterwegs liegen geblieben wäre, konnte ja schließlich nicht passieren.
Glücklicherweise, kam ich munter in der Reha-Klinik an und auch nach der Stunde war ich noch recht lebendig.


Nach einem kleinen Snack in der Cafeteria fuhr ich anschließend wieder nach Hause.
Danach brauchte ich zwar eine Pause auf dem Sofa, aber ich hatte meine Sporteinheit samt Fahrt sehr gut überstanden.
Die Strecke bis nach Hattingen ist immerhin ca. 16 Kilometer lang!

Am darauf folgenden Tag hatte ich mit meiner Schwester und Livia ihrer Hundedame eine kleine Radtour unternommen.
Auch hier hatte ich mit meinem Reha-Dreirad überhaupt keine Probleme, selbst wenn es ziemlich hüglig zuging.

Gestern war wieder die Muckibude und ein Arzttermin beim Orthopäden, beides in fußläufiger Nähe zueinander dran.
Meine allgemeine Tagesform war zwar nicht ganz so gut, bedingt durch das schwüle Wetter, aber es hatte alles trotzdem mit dem Turbo-Pfau geklappt.
Die Gesamtstrecke von 32 Kilometern hin und zurück nach Hattingen ist vergleichbar mit der Wegstrecke zu meiner Arbeitsstelle.
Daraufhin habe ich den Arzt von einer Wiedereingliederung in die Arbeit überzeugen können.
Nächsten Montag werde ich stundenweise wieder in mein altes aktives Leben zurückkehren.
Die OP ist jetzt rund 10 Wochen her.
Juhuuuh, endlich ist es so weit!

Teilweise kann mein näheres Umfeld, diesen Aktionismus nicht nachvollziehen!
Aber ich habe für mich festgestellt, je mehr Ablenkung ich habe, um so weniger bemerke ich die immer noch vorhanden Schmerzen im linken Bein und die Tatsache, dass das Knie immer noch keine vernünftige Streckung hat und ich zu Fuß immer noch humpel, wie der Glöckner von Notre-Dame.
Schmerzmittel verkneife ich mir ja, wegen der blöden Erfahrungen während der Reha.
Zum Glück kann ich wieder wesentlich besser Fahrradfahren als Gehen.
Zu Fuß ist leider immer noch alles extrem beschwerlich und schmerzhaft.

Die Wegstrecke nach Hattingen verläuft entlang des schönen Ruhrtalwegs, das ist nebenbei Balsam für meine Seele, wie du auf den folgenden Bildern sehen kannst!

Einziger Wermutstropfen sind die an der Dürre leidenden Bäume auf den umliegenden Hügeln. Viele von ihnen haben nur noch vertrocknetes Laub an ihren Ästen, wohlbemerkt das ist kein übliches Herbstlaub!
Die Bäume auf den Bildern sind alle groß, und deshalb sicherlich wesentlich älter als ich.
Alles hatten sie bisher überstanden und nun verdursten sie jämmerlich.
Ich hoffe sehr für die Bäume, dass sie die Dürre überleben werden.
Einige Bäume sind auch schon in den letzten Dürrejahren z.B. im Jahr 2018 zum Opfer geworden und bereits abgestorben.
Einfach nur traurig!


Wenn das wirklich so weiter geht, wird sich die Landschaft schon im nächsten Jahrzehnt sehr zum Nachteil verändern.
Und wir werden spätestens dann bemerken, dass wir Bäume in lebendiger Form wertschätzen sollten, anstatt in Echtholzfurnier für Möbel oder in Raummetern gemessen für die Holzwirtschaft etc..
Waldbauern müssten endlich nicht mehr mit toten gefällten Bäumen, sondern mit lebendigen artenreichen Wäldern ihr Geld verdienen können.
Aber dazu müsste man ja althergebrachtes Denken auf den Kopf stellen und da tun wir konservativen Deutschen uns ja nun mal extrem schwer mit!
Man denke da z.B. an unsere verkorkste Bildungspolitik oder ein weiteres Beispiel an die fatale Verkehrspolitik mit kaputten überstrapazierten Brücken und trotzdem immer mehr Autos, darunter viele schwere SUVs auf den Straßen und das gilt nicht nur für Politiker, sondern für jeden einzelnen von uns.
Das nur zum immer noch viel geleugneten oder ignorierten Klimawandel von leider viel zu vielen Leuten.
Wir leiden mit jedem mit, dessen Auto eine Beule bekommen hat.
Aber mit den durstenden Bäumen hat niemand Mitleid, die meisten Menschen bemerken es nicht einmal!
Ich finde das einfach nur befremdlich!




Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.

Liebe Grüße
Dagmar

Blechmännchen Update Nummer 4!

Hallo, nett dass du vorbeischaust!

Jaah, einerseits geht es langsam mit dem Knie bergauf und gleichzeitig gibt es immer noch die schlafarmen-, bis teilweise schlaflosen Nächte mit den Krämpfen im gesamten operierten Bein.

Bedingt durch die Krämpfe hatte ich am 6 August in meiner Not die Ambulanz in der Klinik-Volmarstein aufgesucht, wo ich das Blechmännchen-Knie bekommen hatte.
Dort hatten mich 2 Ärzte in Augenschein genommen und nachdem Röntgenbilder von meinem Knie und eine Blutuntersuchung ausgewertet waren, kamen die beiden zu dem Schluss, dass soweit mit dem Knie alles in Ordnung sei und der Auslöser für die Krämpfe in der Lendenwirbelsäule zu vermuten ist.
Schlussendlich habe ich für den 17.08.2026 einen MRT-Termin für die LWS bekommen.
Ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommen wird!

Trotz aller Probleme mit den Kämpfen haben sich meine sportlichen Leistungen in der Muckibude doch endlich verbessert.
Meine Beine haben sich von einer 99-jährigen (praktisch tot) immerhin zu einer 70-jährigen Omi verjüngt, das lässt ein bisschen Hoffnung aufkeimen!
Die App zeigt auch deutlich, wo es in den Beinen hakt.

Und das größte Highlight war die erste kleine Ausfahrt mit dem Turbo-Pfau (Reha-Dreirad mit E-Unterstützung).
Natürlich bin ich noch weit von einem runden Tritt beim Pedalieren entfernt, aber mithilfe des E-Motors konnte ich auch ohne jede Mühe die Hügel hochfahren.


Bei meinem kleinen Ausflug hatte ich noch das Glück einen wunderschönen Mäusebussard fotografieren zu können und das ganz einfach mit meinem Smartphone. Er hatte sich durch seine Lautäußerung bemerkbar gemacht und saß vielleicht 3 Meter über mir in einem Baum. Zum Glück ließ er sich von meiner plötzlichen Anwesenheit nicht stören.
Das wäre für heute der kurze Lagebericht.

Liebe Grüße
Dagmar

Blechmännchen Update Nummer 3!

Hallo, schön dich hier zu haben!

Ja wie finde ich heute bloß den Weg, diesen Beitrag irgendwie positiv zu gestalten?
Vielleicht mit ein paar Bildern, wie diesem hier!

Die Reha ist nun schon eine Woche vorbei.
Am 3. Wochenende der Reha ging es mir extrem mies, begleitet wurde dass dann auch noch mit einem teilweise kompletten Hörverlust auf dem linken Ohr, warum auch immer?
Am darauffolgenden Montag war ich dann bei der Hausärztin und hatte mich bei der Reha für diesen Tag krank gemeldet.
Um es kurzzumachen, ich wurde schlagartig von allen Pillen außer den Üblichen erlöst.
Es ging mir dadurch allgemein etwas besser als vorher und ich konnte immerhin geringe Fortschritte in der Muckibude machen.
Alles in allem, war ich meilenweit nach der Reha von den Zielen entfernt, die ich mir gewünscht hatte.
Nachts krampft der blöde Haxen natürlich auch immer noch fleißig, weshalb mein Schlafmangel, keineswegs besser geworden ist.
Hinzu kommt auch noch teilweise das verflixte heiße Wetter.

Aber jetzt mal zu etwas Positiven in all dem Desaster!
Ich hatte ja letztes Jahr ein E-Mofa, meinen Getnixmer, über Jobroller bekommen können.
Dieses Ding hatte ich ja bis vor der OP so gut wie nie genutzt.
Jetzt ist der Getnixmer tatsächlich Gold wert, denn leider kann ich auch immer noch nicht mit dem Turbo-Pfau (Dreirad mit E-Unterstützung) fahren, weil das doofe Knie nicht mitmacht!

Am Samstag war ich mit dem Getnixmer dann zum ersten Mal bei der sogenannten IRENA Nachsorgeprogramm für Berufstätige nach der Reha.
Zum Glück ist der Getnixmer schön niedrig, sonst hätte ich einen Kran gebraucht, um abzusteigen.

Dummerweise waren alle Türen dicht und ich hätte mich zwecks Anmeldung schon in dem Gebäude befinden müssen, damit ich pünktlich beim ersten Training hätte sein können.
Ich humpelte mehrmals vergeblich um das Gebäude, bis ich eine der Therapeutinnen sah. Stock und steif und schon völlig aus der Puste hinkte ich dann hinter ihr her.
Dann wurde ich von einem Hightechgerät vermessen und es ging in die Muckibude.
Dabei wurde an den Geräten jeweils eine Kraftmessung durchgeführt und natürlich wurde alles aufgezeichnet.
Nach der Turnstunde fuhr ich wieder nach Hause.
Natürlich war ich neugierig, was in meiner Trainingsapp nun alles zu lesen war.
Ja und dann kam das:
Bei der Kraft war ich plötzlich 81 Jahre alt, gefühlt bin ich das tatsächlich auch zurzeit.
Noch schlimmer wurde es dann bei den Details.
Unglaubliche 99 Jahre alt sind meine Beine, also praktisch tot, na super!


Noch verheerender konnte das Ergebnis nicht ausfallen!
Wie soll man nach vier Wochen Reha, mit so einem Ergebnis Hoffnung schöpfen?
Hilfe ich brauche einen Motivationswundertrank!

Wenn ich mir überlege, dass ich vor der OP noch beim Stadtradeln unter erschwerten Bedingen mit gemacht hatte, und nun bin ich ein totales Wrack!
Das Knie ist auch immer noch geschwollen, warm bis heiß und die Narbe ist nicht frei beweglich.
Das Blutbild von der Hausärztin ist aber zum Glück okay.
Das Ganze erinnert mich an die Zeit der sogenannten aktivierten Arthrose, da war damals das Mopsknie auch dick und erwärmt und keine Entzündungswerte im Blut feststellbar. Dabei hatte es sich nebenbei in Wohlgefallen aufgelöst!
Ich hoffe, mein desolates Immunsystem macht da nicht schon wieder jede Menge Blödsinn.
Die Therapeutin hatte da auch solche Andeutungen in Bezug auf meine Psoriasis-Arthritis gemacht.
Wo soll das bloß hinführen, die letzte Nacht war natürlich auch wieder sehr bescheiden!

Das Einzige, was mich etwas hochhält, ist dass ich bei erträglichen Temperaturen mit dem Flitzefix, kleine Ausflüge in die Umgebung unternehmen kann und dabei ein paar Bildchen knipsen kann, die diesen Beitrag zumindest optisch aufwerten.

Ein weiteres unentbehrliches Hilfsmittel ist auch Shoppy nach wie vor. Mit diesem Wägelchen kann ich einkaufen gehen und bei Bedarf kann ich mich unterwegs auf der Sitzfläche ausruhen.

Was bin ich froh, dass ich jede Gelegenheit bisher wahrgenommen hatte, mich mit den nötigen Hilfsmitteln auszustatten.
Flitzefix, Shoppy, Hope, Getnixmer und Turbo-Pfau

Ich hoffe sehr, dass in der IRENA-Nachsorge endlich mein Resetknopf funktionieren wird.
Und den Tag, wo das Bein nicht mehr krampft und ich endlich schlafen kann, werde ich rot im Kalender ankreuzen!



Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße
Dagmar

Blechmännchen Update Nummer 2!

Hallo, schön das du vorbeischaust!

Die Achterbahnfahrt, auf der ich mich befinde, könnte wirklich nicht facettenreicher sein und das erste „Schleudertrauma“ habe ich auch schon hinter mir!

Der Schlafmangel war bis zur Nacht vom vorletzten Freitag auf Samstag mein größtes Problem.
Ich hatte mir am Freitag in der Reha von der Ärztin noch zusätzliche Schmerzmittel geben lassen, in der Hoffnung endlich mal schlafen zu können.

Nachdem ich meine Dopingmittel eingeworfen hatte, legte ich mich ins Bett.
Nach nur knapp 3 Stunden, wurde ich wach und hätte vor Schmerzen die Wände hochgehen können.
Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich endlich auf der Bettkante saß und damit beruhigte sich dann der Ischiasnerv und die Verkrampfung im Bein hatte auf ein erträgliches Maß nachgelassen.
Besonders kurios war auch dabei, dass ich trotz allem gehen konnte, ohne dabei Probleme zu haben, nur liegen ging, bzw. geht bis heute überhaupt nicht!
Schlussendlich endete die Nacht damit, dass mich zunächst ein Arzt über die Telefonnummer 116117 besucht hatte. Und ich anschließend tatsächlich nach weiterer Rücksprache bei der gleichen Nummer einen RTW in Anspruch nehmen musste.
In der Notaufnahme bekam ich einen Tropf mit noch mal reichlich Schmerzmittel.
Das weitere Wochenende verlief dann einigermaßen ruhig mit weiterem Schlafmangel, trotz der zusätzlichen Medikamenten.
Am Sonntagmorgen hatte ich plötzlich aus dem Nichts eine völlig trübselige Gemütsverfassung.
Ich hatte plötzlich den abgesägten Baum auf dem Friedhof vor mir, wo ein lieber Arbeitskollege begraben liegt.
Natürlich hatte ich immer wieder dieses schöne Wesen fotogrrafiert.


Ich versank in unendlicher Traurigkeit mit Taschentuch in der Hand, dass es dieses Prachtstück von Baum nicht mehr gibt (das war übrigens im letzten April passiert).
Die Opiate hatten wohl dazu geführt, dass ich so einen Moralischen-Flash bekommen hatte, so was hatte ich bis dahin auch noch nicht erlebt!

Jetzt ist Tilidin, so heißen diese Pillen auf meiner roten Liste für Medikamente gelandet.
Seitdem ich die Pillen wieder abgesetzt hatte, habe ich zumindest wieder alle Tassen im Schrank!

Der Schlafmangel hat sich zum Glück in den letzten zwei Tagen etwas reduziert.
Mein Bett habe ich inzwischen zu einer Art Sitzliege umgebaut, so muckt der Ischiasnerv meist nicht auf und das Bein bekommt keine nennenswerten Krampfanfälle mehr.
Meine Fortschritte in der Muckibude in der Reha sind daher auch nur sehr dürftig, aber immerhin mit leichter Tendenz nach oben!

Die Physiotherapeutin und die Ärztin in der Reha sind total nett und einfühlsam für meine etwas sonderliche Lage, das tut gut.

Nun aber mal wieder zurück zum Thema dieser Webseite – die Drahtesel!

Ich war mal wieder in den Kleinanzeigen unterwegs und dort erblickte ich ein etwa baugleiches Dreirad wie Hope nur noch ganz neu und zuzüglich mit E-Motor.
Ich hatte ja von den Physiotherapeuten und der Ärztin für Hope ein eingeschränktes Go bekommen, da sie den mechanischen Antrieb von Hope kritisch beäugt hatten, da die Belastung zu Anfang wohl doch zu hoch sein würde.
Ein E-Antrieb würde diese Einschränkung aufheben.
Yes, so gesehen ein totaler Volltreffer!


Der perfekte Spezial-Ergometer, den ich zur weiteren Reha brauche.
Heute war es dann so weit, mein lieber Chef holte mich mit seinem großen VW-Bus ab und wir fuhren zu den Leuten hin.
Der Vorbesitzer war leider verstorben und so ist das E-Dreirad nur ganze 5 km gefahren worden und ich konnte das Fahrrad sogar unterhalb der Hälfte des Neupreises erwerben, günstiger geht wirklich nicht mehr! Was für ein Glückstreffer für mich!
Natürlich hat der Turbo-Pfau auch ein Differenzial!, ebenfalls 7 Gänge und dazu noch eine coole Farbe!

Eine kleine Panne gab es bei der Abholung jedoch, der Schlüssel für den Akku und das Schloss war der Falsche gewesen. Trotz intensiver Suche, konnte die Dame keinen passenden Schlüssel finden.
Das Ganze ist aber halb so wild, da ich die Schlüsselnummer auf dem ausgehändigten Kaufvertrag habe.
Außerdem hat die Dame eventuell doch noch den Schlüssel gefunden. Das ganze wird sich am Montag klären.
Eine Probefahrt wäre auch so nicht gegangen, da das Blechmännchenknie noch nicht so weit ist und ich noch immer unter Opiaten stehe.

Bis dahin wird mich mein Flitzefix weiterbegleiten.

Inzwischen sind die Klammern aus der OP-Narbe raus genommen worden und die Optik des Knies verbessert sich dadurch von Tag zu Tag!

Zu der ersten Testfahrt mit dem Turbo-Pfau (E-Dreirad), wird es hoffentlich nicht mehr allzu lange dauern.
Der Name kam so über mich, da ja im Markennamen sich ein Pfau versteckt und der E-Antrieb mir ja den nötigen Turbo verschafft, worüber ich ja grünes Licht von den Ärzten und Physiotherapeuten in der Reha bekommen hatte.


Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit.

Dieser ebenfalls wünderschöne Baum steht mitten in Hagen in einem kleinen Park, der leider von dummen Leuten immer wieder zugemüllt wird.


Liebe Grüße
Dagmar