Hallo, schön dich hierzuhaben. Der letzte Beitrag liegt nun schon über einen Monat zurück. Leider gab es in dieser Zeit hinsichtlich zu dem Thema zu dieser Seite keine besonderen Begebenheiten.
Letzten Donnerstag war der Abschluss der Rehamaßnahme IRENA, mit einem sehr ernüchternden Ergebnis. Die OP war vor über 4 Monaten.
Das Knie tut nach wie vor weh, wird dick, die Streckung des Beines lässt weiterhin zu wünschen übrig und ich bin weiterhin auf mein Behindertenfahrzeug, dem Turbo-Pfau angewiesen. Gehen bzw. humpeln ist ebenfalls weiterhin noch sehr beschwerlich. Übungsfahrten mit „Oranje“ waren deshalb nicht möglich, nur einmal war ich noch mit dem Ersatzkübel kurz unterwegs.
Nach der Arbeit bin ich kaputt wie ein Hund, darum bleiben wichtige Arbeiten bei meinen Schafen, im Garten und Haushalt weiterhin auf der Strecke.
Kurz gesagt, würde auf meinem Knie nicht die Narbe zu sehen sein, würde ich denken, dass da noch gar kein neues Knie reinoperiert worden wäre.
Immerhin hatte ich mich in den letzten 2 Wochen in der Muckibude etwas verbessern können. Das Resümee der App aus der Klinik zeigt immerhin auch einen Erfolg. Meine Beine waren ja zu Anfang der Reha bei 99 Jahre (praktisch tot), dann bei 76 Jahre hinsichtlich der Flexibilität, jetzt haben sie sich auf 71 Jahre verjüngt – nah super! Insgesamt bin ich bei einem Bioalter von 57 Jahren gelandet, also drei Jahre jünger als in Wirklichkeit. Schade das ich vor der OP nicht so analysiert worden war. Ich bin mir sicher, da hätte ich auf jeden Fall besser abgeschnitten.
Gefühlt bin ich nicht ein Stück weiter als vor der OP, also zurück auf Los! Ganz besonders ermutigend ist noch, dass das rechte Knie sich auch wieder zu Wort meldet, denn da liegt ja ein ähnlicher Totalschaden vor, wie vor der OP im linken Knie. Alles in allem stecke ich im Moment in einem kleinen Formtief, jetzt muss ich mich aufraffen und mir meine schönen spaßigen Fahrräder und Einräder immer wieder anschauen. Denn ich will wieder zu ihnen zurück, egal wie!
Als Nächstes werde ich mir wieder Rehasport und weiter Physiotherapie verschreiben lassen und versuchen, irgendwie weiter mit der Beweglichkeit des Beines zu kommen.
Damit das hier alles nicht zu trübselig wird, habe ich ein paar schöne Herbstbilder in diesen Beitrag eingestreut, die ich auf dem Weg zur Rehaklinik entlang des Ruhrtalradweges geknipst hatte.
Hallo, nett dich hier zu haben! Ich hoffe, du hast ein bisschen Zeit, denn es gab in den letzten zwei Wochen einiges zu berichten.
Unglaublicherweise, hatte ich eine erneute Begegnung mit einem Krebs auf dem Radweg, als ich wieder zur Muckibude in die Reha-Klinik nach Hattingen gefahren war. Es war genau das gleiche Spielchen, der Krebs gab sich genauso viel Mühe, mir klar zu machen, wir doof er mich fand und das ich mich sofort verziehen sollte, und zwar pronto! Einfach herrlich, natürlich hatte ich wiederum sehr viel Spaß über sein Gehabe mich zu vertreiben! Zum Glück hatte ich die Tüte noch in der Tasche, und der Trick mit einem kleinen Stöckchen klappte auch dieses Mal perfekt. Der kleine Wüterich hatte zudem noch Glück, dass er nicht weit vom Wasser entfernt war und ich dort auch schnell hin humpeln konnte. So musste er nur kurz in der Tüte verweilen. Das Wasser war sehr flach und selbst von dort machte der Krebs immer noch reichlich Wirbel mit seinen Zangen, einfach zu schön. Natürlich machte ich wieder ein paar Bilder von dem Krebs der ca. 1cm größer war als der vor zwei Wochen.
Ein paar Meter weiter traf ich dann noch diese Schnecke, im Vergleich zu dem Krebs war sie völlig friedlich. Nach dem Foto brachte ich sie schnell zurück zur Wiese, da sie sonst von einem ankommenden Auto vermutlich überfahren geworden wäre.
So hatte ich einen erfüllten Morgen, da ich zwei kleine Seelen in Sicherheit bringen konnte. So was macht mich glücklich!
An einem anderen Morgen mit wunderschönem Wetter war ich wieder auf dem Ruhtalweg zur Reha-Klinik mit dem „Turbo-Pfau“ unterwegs.
Aus der Ferne hatte ich einen Reiher und eine Möwe jeweils auf einer Boje sitzend fotografiert, und einen weiteren Reiher im Wasser. Leider ist die Bildqualität nicht so schön, da meine Knipskiste dort im Telebereich an ihre Grenzen gestoßen war.
Interessant waren auch die vielen Spinnweben im Gras anzusehen, die mit feinen Wassertröpfchen verziert waren.
Es ist einfach nur schön, morgens an der Ruhr entlang zu radeln und die Tiere zu sehen.
So nun komme ich aber auf den Punkt, hinsichtlich der Überschrift und des ersten Bildes in diesem Beitrag zurück. Ich hatte bei einem der Termine in der Reha-Klinik nachgefragt, ob ich meine Oranje (Stehfahrrad) mal ausprobieren durfte, da ich ja auch auf einen Crosstrainer in der Muckibude trainiere. Der Bewegungsablauf ist ja ähnlich, der Unterschied ist, ich kann mit Oranje auch fahren. Die Therapeutin gab mir grünes Licht für mein Vorhaben.
Allerdings hatte sich anfangs der letzten Woche das Knie bzw. das ganze Bein wieder sehr unwillig gezeigt. Erst in der zweiten Hälfte besserte sich der Zustand ein bisschen. Gestern war es dann so weit und ich hatte „Oranje“ die Treppe runter nach draußen bugsiert. In der Muckibude kam ich mit dem Crosstrainer ja gut klar, um so mehr war ich überrascht, dass ich mich komplett schwer tat mit Orange zu fahren. Der Bewegungsablauf auf „Oranje“ war doch nicht so vergleichbar wie der mit dem Crosstrainer. Du meine Güte, wie morsch kann man denn nur sein!
Es erging mir ähnlich wie vor einigen Jahren, als ich mit Freunden zum Schlittschuhfahren war und ich auch frohen Mutes dachte übers Eis sausen zu können, wie früher. In Wirklichkeit musste ich damals feststellen, dass meine Beine nicht mehr das taten, was im Kopf noch abgespeichert war.
Trotz des weitgehenden Versagens meiner Antriebseinheit machte ich mich zu einer kleinen Ausfahrt mit „Oranje“ auf den Weg.
Schön unrund und immer in einem leichten Gang hatte ich meine kleine Runde dann doch im Schneckentempo geschafft. Interessant an der Geschichte ist, dass ich mit „Oranje“ genau einen Bewegungsablauf gefunden habe, der noch sehr, sehr viel Luft nach oben hat. Ich werde den Physiotherapeuten davon berichten und hoffe, dass sie mir zustimmen werden, immer mal wieder mit „Oranje“ vorsichtig weiter zu üben. Meine Güte selbst vor der OP hätte ich das sicherlich noch besser hinbekommen. Es ist unglaublich, wie schnell man als älterer Mensch regelrecht zerfällt – einfach unfassbar! Und ich habe ja nur ein neues Knie bekommen, wenn ich da an Unfallopfer mit mehreren schweren Verletzungen denke, möchte ich nicht wissen, wie lange und wie beschwerlich deren Genesungsweg dann ist!
Abends war ich noch mit dem „Flitzefix“ zu den Schafen hin, um mich noch mal zu bewegen, da ich von morgens bis zum frühen Nachmittag an einem Onlineseminar von der Rheuma-Liga teilgenommen hatte.
Ich bin gespannt, ob sich das Knie morgen nach meinem kleinen Fahrversuch mit „Oranje“ artig verhält.
Eine schöne Begebenheit hatte ich noch am Freitag. Per E-Mail hatte sich Hr. Schaub von der Stadt Witten bei mir gemeldet. Er ist der Koordinator des Stadtradelns in diesem Jahr gewesen. In der Mail war zu lesen, dass kleine Präsente für mich als ehemaliger Stadtradeln-Star 2026 von Witten in seinem Büro bereit liegen würden. Als ich im Büro angekommen war, wurde ich herzlich von Herrn Schaub und seiner Kollegin S. Bröker, die ich aus vergangenen Jahren noch gut kannte empfangen. Es war eine nette Plauderei und ich bekam anschließend eine Urkunde, 2 Reflektoren-Bänder, eine coole Vorderlampe und alles konnte ich gut, in eine praktische Tasche verstauen, die sich an Fahrradgepäckträger anhängen ließ.
Darüber habe ich mich sehr gefreut. Vielen Dank nochmal!
Kleines Update von heute Morgen! Keine besonderen Vorkommnisse am Knie, es ist heute zwar wieder einer der nicht ganz so tollen Tage, ungefähr so wie Anfang der letzten Woche und da war ich aber nicht mit Orange unterwegs gewesen. Heute ist mit Orange aber Pause, man soll ja nichts übertreiben.
Das Blechmännchen-Knie und der Rest von mir, hat inzwischen eine Woche Wiedereingliederung auf der Arbeit hinter sich. Bisher hatte das ganz gut geklappt nur am Freitag war das Knie wieder deutlich angeschwollen und der gestrige Samstag war dann leider ein Tag auf dem Sofa. Die letzte Nacht war auch nicht so toll und das Knie ist auch jetzt, wo ich hier tippe nicht wirklich nett zu mir, autsch! Aber egal heute werde ich den Turbo-Pfau satteln und noch mal zur Grabpflege zum Rembergfriedhof nach Hagen fahren.
Dabei werde ich wieder an dem abgerissenen Taubenturm vorbei kommen.
Letztes Wochenende hatte ich meinen Augen nicht getraut, als ich sah, dass der Taubenturm neben dem Arbeitsamt in Trümmern in einem Container aufzufinden war und die heimatlosen Tauben völlig verwirrt und hilflos daneben saßen. Einige von ihnen machten sich gleich auf dem Weg zu mir, um zu hoffen, dass ich etwas Futter für sie hatte.
Ich war völlig entsetzt und traurig, warum bloß war der Taubenturm weg, der mindestens 30 Jahre dort gestanden hatte und den Tieren ein bisschen Schutz und gesundes Futter bot und durch den Eiertausch, die Taubenpopulation seit Jahrzehnten kleiner gehalten wurde. Als ich wieder zu Hause war, befragte ich gleich meine Vereinsmitglieder in Chatgruppe von der Initiative Stadttauben in Witten. Und da bekam ich einen Link auf Facebook über diesen Vorfall zur Antwort. hier ein Sreenshot des Facebookberichts
Meine schlimmsten Befürchtungen wahren war geworden, es hatte einen Eigentümerwechsel gegeben und der Neue hatte sich nicht von dem Sinn des Taubenturms überzeugen lassen und gnadenlos seine Macht (Geld) ausgespielt und so waren die armen Tauben obdachlos geworden. Ich finde dass einfach zum Kotzen, sorry für die Ausdrucksweise, aber so ist es! Es ist wieder mal ein Beispiel dafür, das Leute mit viel Geld leider, wie auch in diesem Fall überhaupt keine Empathie haben. Und unser Tierschutzgesetz erneut nicht das Papier wert ist, worauf es gedruckt ist! Recht, hat hier in unserem Land meist der mit der Kohle in der Tasche, einfach nur widerlich! Einfach nur Pfui, Pfui und noch mal Pfui, aber wir leben ja in einer Zeit, wo Großmäulern mit jeder Menge Knete in der Tasche auch noch brav gefolgt wird und wir ja ebenfalls, die vielen Hitzetote einfach so hinnehmen. Sind ja auch meist Rentner gewesen, da spart man doch so einiges an Geld in der Rentenkasse! Ist doch super!
Ich bin böse, ja auf jeden Fall!!!
Würg, kotzt, ach mich machen solche Ungerechtigkeiten gegenüber Schwachen, egal ob es sich um Menschen oder Tiere handelt, die sich selbst nicht wehren können, einfach nur unendlich wütend!!! Sorry noch mal für die Wortwahl!!!
So jetzt habe ich meinem Frust über den neuen Besitzer (City Best Hotel Group Berlin) Luft gemacht. Wer weiß, vielleicht verklagen die mich jetzt noch, wegen des Artikels hier, würde mich auch nicht wundern, dass passiert anderen Tierschützern ja schließlich auch ständig, wenn sie Missstände in der Massentierhaltung aufzeigen! Ach ich könnte aus der Haut fahren!
Themawechsel! Ich hoffe, du hast nach meinem Wutartikel noch Lust weiter zu lesen, denn jetzt kommt eine wirklich schöne Geschichte mit Happy End! Am letzten Donnerstag war ich meinem Turbo-Pfau zu Rehaklinik in die Muckibude gefahren.
Auf dem Rückweg hatte ich eine Begegnung mit einem kleinen Krebs mitten auf dem Radweg. Beinahe hätte ich den kleinen Wicht auf dem nassen Radweg, zwischen den heruntergefallenen Blättern und kleinen Ästen übersehen und schlimmsten falls überfahren. Ich hielt an und schaute mir den kleinen Burschen erst mal an und wollte ein paar Fotos mit dem Smartphone machen. Der kleine Krebs war von mir natürlich überhaupt nicht begeistert und drohte mir mit seinen kleinen Zangen, so gut er konnte. Ich fand dass total putzig und war ganz entzückt und hatte die ganze Zeit ein Lächeln im Gesicht. Die wenigen Bilder sind deshalb auch etwas verwackelt.
Natürlich konnte ich den kleinen Kerl nicht einfach so zurücklassen, denn der nächste Radfahrer oder Fußgänger hätte für ihn ja das Ende, bedeuten könnten. Und das Wasser war weit und sehr unwegsam für ihn und auch für mich entfernt gewesen. In meiner Tasche hatte ich zum Glück eine Plastiktüte. Mithilfe eines kleinen Stöckchens, in der der kleine Kerl in seiner Angriffslust beherzt hinein kniff, konnte ich ihn vorsichtig in die Tüte bugsieren. Danach fuhr ich, mit dem kleinen Wüterich in der Tüte, ein ganzes Stück weiter, um eine Stelle zu finden, wo ich gut an das Ufer des Stausees humpeln konnte. Anschließend öffnete ich vorsichtig die Plastiktüte und ließ den kleinen Krebs gemütlich aus der Tüte in Richtung Wasser krabbeln. Er hatte sofort erkannt, worum es ging und ging ganz friedlich hinaus. Ich hatte ihn noch kurz zum Abschied am Rücken gestreichelt, was er ohne Zorn gegen mich erduldete im nächsten Moment, im Wasser verschwunden war. Beseelt und glücklich über diese außergewöhnliche Begegnung mit anschließendem Happy End fuhr ich weiter in Richtung Heimat.
Der Turbo-Pfau also mein elektrisch unterstütztes Reha-Dreirad ist wirklich die Rettung für mich. Ohne dieses Behindertenfahrzeug wäre ich dermaßen aufgeschmissen, denn die Wegstrecken so wohl zur Arbeit, als auch zur Reha-Klinik wären sonst kaum zu bewältigen. Mit dem ÖPNV würde mich das viel Zeit und Nerven kosten und mit dem Getnixmer, der E-Mofa würde ich unterwegs einfrieren, weil ich mich nicht bewegen könnte, und steif wie ein Brett am Ziel ankommen würde.
Dem Tubo-Pfau verdanke ich, dass ich wieder am Berufsleben teilnehmen kann, und das tut meinem Gemüt sehr gut. In diesem Sinn wünsche ich dir einen schönen Sonntag.
Haah, endlich, ja endlich gibt es mal positive Nachrichten zu meinem Blechmännchendasein.
Seit der vierten Nacht in Folge krampft das linke Bein nachts nicht mehr und ich kann deshalb auch mal einige Stunden am Stück schlafen.
Zu verdanken habe ich das dem Turbo-Pfau!
Letztes Wochenende war ich bei einem lieben Freund zum Kaffee eingeladen. Die Entfernung zu ihm ist ungefähr 8 Kilometer. Nach meiner letzten kleinen Testfahrt mit dem Turbo-Pfau war ich wild entschlossen es mal auszuprobieren, ob ich weitere Strecken damit schaffen würde. Und tatsächlich hatte das geklappt. Am darauffolgenden Montag hatte ich wieder einen Termin in der Muckibude der Reha-Klinik in Hattingen. Das Wetter war am Morgen ziemlich frisch gewesen und der Gedanke mit dem Getnixmer zur Muckibude zu fahren, behagte mir gar nicht, da ich eine Stunde lang während der Fahrt in starrer Sitzhaltung dabei langsam eingefroren wäre, trotz warmer Kleidung.
Die Vorstellung, eingefroren und völlig steif in Hattingen anzukommen, brachte mich auf die Idee, es einfach mit dem Turbo-Pfau zu versuchen. Mehr als das ich irgendwo schlimmsten Falls völlig fertig unterwegs liegen geblieben wäre, konnte ja schließlich nicht passieren. Glücklicherweise, kam ich munter in der Reha-Klinik an und auch nach der Stunde war ich noch recht lebendig.
Nach einem kleinen Snack in der Cafeteria fuhr ich anschließend wieder nach Hause. Danach brauchte ich zwar eine Pause auf dem Sofa, aber ich hatte meine Sporteinheit samt Fahrt sehr gut überstanden. Die Strecke bis nach Hattingen ist immerhin ca. 16 Kilometer lang!
Am darauf folgenden Tag hatte ich mit meiner Schwester und Livia ihrer Hundedame eine kleine Radtour unternommen. Auch hier hatte ich mit meinem Reha-Dreirad überhaupt keine Probleme, selbst wenn es ziemlich hüglig zuging.
Gestern war wieder die Muckibude und ein Arzttermin beim Orthopäden, beides in fußläufiger Nähe zueinander dran. Meine allgemeine Tagesform war zwar nicht ganz so gut, bedingt durch das schwüle Wetter, aber es hatte alles trotzdem mit dem Turbo-Pfau geklappt. Die Gesamtstrecke von 32 Kilometern hin und zurück nach Hattingen ist vergleichbar mit der Wegstrecke zu meiner Arbeitsstelle. Daraufhin habe ich den Arzt von einer Wiedereingliederung in die Arbeit überzeugen können. Nächsten Montag werde ich stundenweise wieder in mein altes aktives Leben zurückkehren. Die OP ist jetzt rund 10 Wochen her. Juhuuuh, endlich ist es so weit!
Teilweise kann mein näheres Umfeld, diesen Aktionismus nicht nachvollziehen! Aber ich habe für mich festgestellt, je mehr Ablenkung ich habe, um so weniger bemerke ich die immer noch vorhanden Schmerzen im linken Bein und die Tatsache, dass das Knie immer noch keine vernünftige Streckung hat und ich zu Fuß immer noch humpel, wie der Glöckner von Notre-Dame. Schmerzmittel verkneife ich mir ja, wegen der blöden Erfahrungen während der Reha. Zum Glück kann ich wieder wesentlich besser Fahrradfahren als Gehen. Zu Fuß ist leider immer noch alles extrem beschwerlich und schmerzhaft.
Die Wegstrecke nach Hattingen verläuft entlang des schönen Ruhrtalwegs, das ist nebenbei Balsam für meine Seele, wie du auf den folgenden Bildern sehen kannst!
Einziger Wermutstropfen sind die an der Dürre leidenden Bäume auf den umliegenden Hügeln. Viele von ihnen haben nur noch vertrocknetes Laub an ihren Ästen, wohlbemerkt das ist kein übliches Herbstlaub! Die Bäume auf den Bildern sind alle groß, und deshalb sicherlich wesentlich älter als ich. Alles hatten sie bisher überstanden und nun verdursten sie jämmerlich. Ich hoffe sehr für die Bäume, dass sie die Dürre überleben werden. Einige Bäume sind auch schon in den letzten Dürrejahren z.B. im Jahr 2018 zum Opfer geworden und bereits abgestorben. Einfach nur traurig!
Wenn das wirklich so weiter geht, wird sich die Landschaft schon im nächsten Jahrzehnt sehr zum Nachteil verändern. Und wir werden spätestens dann bemerken, dass wir Bäume in lebendiger Form wertschätzen sollten, anstatt in Echtholzfurnier für Möbel oder in Raummetern gemessen für die Holzwirtschaft etc.. Waldbauern müssten endlich nicht mehr mit toten gefällten Bäumen, sondern mit lebendigen artenreichen Wäldern ihr Geld verdienen können. Aber dazu müsste man ja althergebrachtes Denken auf den Kopf stellen und da tun wir konservativen Deutschen uns ja nun mal extrem schwer mit! Man denke da z.B. an unsere verkorkste Bildungspolitik oder ein weiteres Beispiel an die fatale Verkehrspolitik mit kaputten überstrapazierten Brücken und trotzdem immer mehr Autos, darunter viele schwere SUVs auf den Straßen und das gilt nicht nur für Politiker, sondern für jeden einzelnen von uns. Das nur zum immer noch viel geleugneten oder ignorierten Klimawandel von leider viel zu vielen Leuten. Wir leiden mit jedem mit, dessen Auto eine Beule bekommen hat. Aber mit den durstenden Bäumen hat niemand Mitleid, die meisten Menschen bemerken es nicht einmal! Ich finde das einfach nur befremdlich!
Jaah, einerseits geht es langsam mit dem Knie bergauf und gleichzeitig gibt es immer noch die schlafarmen-, bis teilweise schlaflosen Nächte mit den Krämpfen im gesamten operierten Bein.
Bedingt durch die Krämpfe hatte ich am 6 August in meiner Not die Ambulanz in der Klinik-Volmarstein aufgesucht, wo ich das Blechmännchen-Knie bekommen hatte. Dort hatten mich 2 Ärzte in Augenschein genommen und nachdem Röntgenbilder von meinem Knie und eine Blutuntersuchung ausgewertet waren, kamen die beiden zu dem Schluss, dass soweit mit dem Knie alles in Ordnung sei und der Auslöser für die Krämpfe in der Lendenwirbelsäule zu vermuten ist. Schlussendlich habe ich für den 17.08.2026 einen MRT-Termin für die LWS bekommen. Ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommen wird!
Trotz aller Probleme mit den Kämpfen haben sich meine sportlichen Leistungen in der Muckibude doch endlich verbessert. Meine Beine haben sich von einer 99-jährigen (praktisch tot) immerhin zu einer 70-jährigen Omi verjüngt, das lässt ein bisschen Hoffnung aufkeimen! Die App zeigt auch deutlich, wo es in den Beinen hakt.
Und das größte Highlight war die erste kleine Ausfahrt mit dem Turbo-Pfau (Reha-Dreirad mit E-Unterstützung). Natürlich bin ich noch weit von einem runden Tritt beim Pedalieren entfernt, aber mithilfe des E-Motors konnte ich auch ohne jede Mühe die Hügel hochfahren.
Bei meinem kleinen Ausflug hatte ich noch das Glück einen wunderschönen Mäusebussard fotografieren zu können und das ganz einfach mit meinem Smartphone. Er hatte sich durch seine Lautäußerung bemerkbar gemacht und saß vielleicht 3 Meter über mir in einem Baum. Zum Glück ließ er sich von meiner plötzlichen Anwesenheit nicht stören. Das wäre für heute der kurze Lagebericht.