Hausfrauen-Schrauberbude, ja Herschaftszeiten nocheinmal!

Hallo ihr Lieben,

was für eine Woche!
Temperaturen über die 25 °C sind für mich persönlich jenseits des Wohlfühlens angelegt.
Am Mittag auf dem Weg nach Hause wurde ich mehrfach letzte Woche gargekocht, wie in einem Heißluftbackofen.
Für mich ist so ein Wetter eine einzige Tortur, ich frage mich jedes Mal, warum immer dann von schönem Wetter beim Wetterbericht die Rede ist.
Man kann nichts aktiv machen, ohne Auszulaufen, einfach furchtbar!
So nun habe ich mich aber genug über das Wetter ausgelassen.

Die letzte Woche hielt für mich nämlich auch zwei Highlights bereit.

Am 13. November letzten Jahres ( https://rosarotefahrradkurbel.com/2020/11/13/kleine-einradtour-bastelstunde-und-viele-bilder/ ) hatte ich ja die Kette vom grünen Glöckchen kürzen müssen.
Damals hatte ich ja schon angedeutet, dass in absehbarer Zeit hier Neuteile erforderlich werden würden.
Nun war es soweit, letzten Samstag kam das Paket mit einem neuen stylischen Kompletthinterrad, Kettenblatt und Kette bei mir an.





Im Wohnzimmer wurde wieder der Schrauberteppich ausgebreitet und das grüne Glöckchen wurde darauf auf dem Kopf abgestellt.







Wie ihr auf den Bildern sehen könnt passte die Kette inzwischen gar nicht mehr auf das Kettenblatt.

Die Zähne des Kettenblattes waren doch kräftig verschlissen.
Als erstes schraubte ich die Schrauben des Kettenschlosses ab, um die Kette abnehmen zu können.


Auf der Seite des Kettenblattes drehte ich die Schraube der Kurbel ganz raus. Danach machte ich das Gleiche mit der Schraube an der Innenseite des Kettenblattes.  


Die Zähne des Kettenblattes waren teilweise völlig deformiert bzw. abgenutzt und sahen eher wie das Blatt einer Kreissäge aus.


Das Hinterrad war als nächstes dran. Nachdem ich die Luft aus dem Reifen gelassen hatte, damit es durch die Bremsbacken passt, wurden die beiden Achsschrauben jeweils gegen den Uhrzeigersinn gelöst und schubs war es schon raus.

Das mega coole und qualitativ bessere Hinterrad wurde mit neuem Mantel und Schlauch bestückt und in umgekehrter Reihenfolge eingebaut, wobei die Schrauben nur leicht angezogen wurden.
Das neue Ketteblatt und die Kurbelachse schob ich wieder auf die Achse und schraubte beides fest.
Die neue Kette wurde über das Kettenblatt, durch die Hinterradstreben und über das Ritzel gelegt um zu sehen wie lang sie denn sein musste.
Wenn ihr auch mal eine Kette auf Länge kürzen müsst, schaut lieber dreimal nach wo ihr die Bolzen der Kette rausdrehen müsst, einmal zu kurz ist dann wirklich blöd.
Außerdem müsst ihr darauf achten ob ihr die Kette mit einem sogenannten Halfingkettenschloßglied verschließen müsst.

Ein Halfingkettenschloss verbindet ein Innenkettenglied mit einem Außenkettenglied. Verschließt ihr zwei gleiche Kettenglieder braucht ihr das nicht.


Mit einem Kettennieter könnt ihr bequem die Kettenbolzen herausdrehen.
Nachdem ich die Kette geschlossen hatte, wurde das Hinterrad justiert und festgeschraubt.


Noch ein Hinweis für ein herkömmliches Kettenschloss, die offene Seite der Verschlussspange zeigt immer entgegen der Trittrichtung bzw. Laufrichtung der Kette, damit sie sich nicht löst.




Nachdem ich das Hinterrad aufgepumpt hatte, konnte es zur Probefahrt gehen. Als ich losfahren wollte merkte ich dann auch endlich meinen Fehler bei der Montage der Kurbel. Die Kurbel war versetzt zu der anderen angeschraubt. Die Schrauber unter euch haben sich bestimmt schon kaputtgelacht, da ich den Fehler tatsächlich schon mehrfach fotografiert hatte. Ich war einfach geblendet von den schönen neuen Teilen an meinem BMX, so hatte ich das die ganze Zeit übersehen.
Die roten Pfeile zeigen in etwa die richtige Position. Oh mein Gott!

Ja so geht eben Schrauben nach Hausfrauenart- Grundgütiger!
Die Korrektur ging zum Glück schnell und jetzt sieht das grüne Glöckchen doch richtig gut aus. Wenn meine Finanzen es denn zulassen kommt vielleicht irgendwann das passende Vorderrad dazu. Mega cool!

Soviel zu meinem ersten Höhepunkt der letzten Woche.




Am Dienstag kam bei mir ein weiteres und wesentlich größeres Paket an, in ihm steckte mein neues Fahrrad.





Es ist ein Mix aus Gravel- und Citybike mit einer 10 Gang Kettenschaltung, ja tatsächlich mit Kettenschaltung.
Jetzt fragt ihr euch vielleicht, wie ich denn von meinen heißgeliebten Nabenschaltungen abgekommen bin.
Das kam so!





In dem Beitrag vom 22. Mai ( https://rosarotefahrradkurbel.com/2021/05/22/familie-hafenschwan-gansekindergarten-und-ein/ ) hatte ich euch von meiner Testfahrt zu meiner zukünftigen Arbeitsstätte berichtet.
Die Strecke wird von den jetztigen 10 Kilometern auf knapp 17 Kilometer länger werden und führt oft bergauf und dass noch teilweise auf Waldwegen.
Mit BMX Rädern nicht besonders empfehlenswert und mit plumpen Citybikes ziemlich beschwerlich.
Der Hauptgewinn wäre zwar eine Option, jedoch ohne dabei viel Spaß zu haben.
Außerdem traue ich der E-Technik nicht so ganz, wenn es im Herbst nass wird.
Der Hauptgewinn hat außerdem seine Hauptaufgabe als Zugmaschine für meinen Anhänger und dafür ist er wirklich perfekt.


Des Weiteren überholt mich jeden Morgen ein junges Pärchen auf ihren Gravelbikes, scheinbar ohne Mühe fliegen die Beiden jedes Mal an mir vorbei.
Ich hatte sie einen Morgen kurz angesprochen und wir fachsimpelten ein wenig über die Fahrräder.
Natürlich ist mir klar, dass ich auch mit dem besten Fahrrad mit den jungen Leuten wohl kaum mithalten würde, aber sie versicherten mir, dass diese Räder schon einen Vorteil in Sachen Geschwindigkeit haben würden, allein schon wegen des geringeren Gewichts.

Im Internet schaute ich mir dann Gravelbikes mal näher an.
Meistens musste ich schon wegen der ziemlich hohen Preise, weit jenseits der 1500 Euro, passen.
Auch störte mich an den Gravelbikes der Rennradlenker, der für mich Oma dann doch etwas zu unbequem ist.
Bei den meisten Gravelbikes muss man Schutzbleche und Beleuchtung auch noch extra dazu kaufen, beides ist für ein Pendlerfahrzeug sehr wichtig.
Nach weiterem suchen ist mir dann das „Bretzel“ aufgefallen. Es ist genauso, wie ich mir mein Gravelbike vorgestellt hatte.




Das „Breezer Doppler Cafe +“ so heißt das Model eigentlich, hat einen CrMo-Stahlrahmen, eine 10 Gang Gravelschaltung, hydraulische Scheibenbremsen, schöne dicke Reifen, Schutzblecke und Licht.
Es ist für mich die richtige Mischung aus City- und Gravelbike! 






Ich hatte übrigens versucht dieses Fahrrad bei einem Fahrradhändler in Witten zu bekommen, der diese Marke führt, leider musste er absagen, weil er dieses Fahrrad nicht mehr bekommen konnte.
Er empfahl mir schließlich, möglichst schnell im Internet zuzugreifen, was ich dann ja auch tat.
Verrückte Welt!

Beim Zusammenbau hatte ich dann wohl hitzebedingt einen kleinen Dachschaden.

Das Fahrrad hat sogenannte Steckachsen, dummerweise hatte ich das bei dem Versuch die Achse los zu schrauben nicht erkannt.

Ich war davon ausgegangen, dass an beiden Seiten jeweils eine separate Schraube war und so drehte ich beide Seiten schön brav gegen den Uhrzeiger los.
Die Schrauber unter euch bekommen jetzt spätestens einen Lachkrampf.
Ich dachte nämlich, Donnerwetter die sind aber fest angedreht und so hielt ich mit einem zweiten Schraubenschlüssel schön dagegen.
Da ich als weibliches Wesen nicht über Kräfte wie Arnold Schwarzenegger verfüge, ist es nichts Ungewöhnliches, dass ich mich beim Lösen von Schrauben schonmal ins Zeug legen muss.
Ja was soll ich sagen mit einem Mal waren die Schrauben los.

Ja Kruzifix nochmal!


Als ich die Achse herauszog lachte mich ein schön frischer Torsionsbruch (Bruch durch verdrehen) an.
Als oller Werkstoffprüfer wusste ich jetzt warum sich die Schraube nicht lösen ließ, sie hatte nämlich nur auf der einen Seite ein Gewinde.

Jaaah, soviel zum Thema Steckachse!



Mit den Trümmern der Achse fuhr ich zu Fahrrad Fielicke in Witten, natürlich sorgte meine Geschichte dort sofort für ausgelassene Heiterkeit.
Mit zwei Tagen Verzögerung und 30 Euro Lehrgeld konnte ich dann endlich eine kleine Probefahrt machen, die dann zu meiner vollsten Zufriedenheit verlief.
Mit dem „Bretzel“ kann man nämlich hervorragend herumbritzeln.
Das Ding läuft leicht und durchaus flott und sieht dazu noch super aus- perfekt!


Also nochmal eine Steckachse hat nur an einer Seite ein Gewinde, sucht immer die richtige Seite zum losdrehen aus.

Auf dem Bild werde ich immerhin etwas in meiner Unfähigkeit entlastet, weil an der alten Steckachse auf beiden Seiten ein Innensechskantschlüssel gesteckt werden kann, daher auch mein Irrtum.
An der neuen Steckachse ist nur an der richtigen Seite ein Innensechskant zu sehen, sehr sinnvoll!!!

Soviel aus der Hausfrauen-Schrauberbude.

Hinweis: Ich erhalte keinerlei Vorteile bei der Nennung von Marken oder Firmennamen!


Auf dem üblichen Weg zur Arbeit kam ich natürlich bei meiner Lieblingsfamilie Hafenschwan vorbei.
Alle sieben Schwanenkinder waren wohlauf und wieder größer geworden.
Inzwischen erkennt mich die Familie wohl schon, denn sie bleibt völlig entspannt, wenn ich mich nähere, was mich wirklich sehr glücklich macht.

Unterwegs war ich wegen der Hitze meistens schön gemütlich mit der hübschen Düssellady, aber auch mit dem hübsch neu ausgerüsteten grünen Glöckchen.

Mit dem Hauptgewinn, Anhänger und Muni (Mountainbike bei den Einrädern) ging es letzten Sonntag übrigens noch zum Einradfahren quer durch den Wald mit einem lieben Bekannten.
Hier hatte ich dann mehrere Höhenflüge in die Botanik unternommen, während mein Kumpel mit seinem Einrad locker auch steile Berge hinunterfuhr.

Muni fahren ist halt nochmal etwas ganz anderes als auf glattem Untergrund mit dem Einrad zu fahren.
Resultat: viel Spaß mit leichten Blessuren!

Mit weiteren Schnappschüssen wünsche ich euch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße Dagmar

Der Sommer hält Einzug!

Hallo ihr Lieben,





und wieder ist eine schöne Fahrradwoche vorbei.
Am Samstag, bei nicht ganz so tollem Wetter, ging es mit Joffrey nach Dortmund zur Fahrraddemo.








Ich war doch ziemlich überrascht, dass trotz des regnerischen Wetters, doch so viele Radelnde zum Friedensplatz gekommen waren, um von dort aus quer durch die Innenstadt, auf die B1 und schließlich auf die B54 in Richtung Herdecke herzufahren.
Ich war in Do- Wellinghofen dann abgebogen, um in Richtung Heimat alleine weiter zu fahren.

Am Sonntagmorgen hatte ich mein blaues Lasteselchen wiedermal zum Müllmobil gemacht.
Bei manchen Mitmenschen in unserer Gesellschaft herrscht anscheinend ein Vakuum im Kopf, wenn man sieht wie sie sich draußen benehmen.

Die Protagonisten dieses Gelages hatten eine riesige 3 Liter Flasche in die Wiese geschmissen.
Zum Glück war sie dabei nicht zerbrochen.
Die große Pulle habe ich jetzt zu Hause, um mit Hilfe einer winzigen Lichterkette (die noch anzuschaffen ist) eine dekorative Lampe zu basteln.
Ab und zu findet man also im Müll dummer Leute auch Sachen die sich super fürs Upcycling eignen.


Da ich nicht viel Zeit hatte musste ein voller Müllsack dieses Mal reichen.


Am frühen Nachmittag wurde ich nämlich nochmals als Friseur für vierbeinige Wollknäule in Wit-Durchholz erwartet.
Mit den sechs Heidschnucken wurde meine Schafschersaison für dieses Jahr dann auch beendet.
Auf dem Weg zu den Schafen kam ich unter anderem an Pferdemamas mit ihren süßen Fohlen vorbei.


Die Knipskiste war natürlich mit dabei und so sind die kleinen, fast nur aus Beinen bestehenden Pferdebabys, natürlich von mir fotografiert worden, einfach niedlich!

Unterwegs kam ich auch an diesen fein säuberlich gestapelten Holzstämmen vorbei, hier wurde mit schwerem Gerät brachial das Totholz aus dem Wald geholt.
Ein Anblick der mich nicht glücklich macht, denn durch die schweren Maschinen nehmen die winzigen Bodenbewohner des Waldes und Wurzeln der noch verbliebenen Bäume auch noch Schaden.
Für den Wald ein weiterer Rückschlag.


Leider werden aus finanzieller Not wohl viele Wald- bzw. Plantagenbesitzer zu solchen Maßnahmen gezwungen, um wenigstens noch etwas Geld mit ihrem Holz verdienen zu können.

Ich finde in Zukunft müssten Waldbauern ihr Geld mit lebendigen Bäumen verdienen, denn nur ein intakter Wald hilft uns den Klimawandel abzumildern.
Der lebende Wald ist ja schließlich nicht nur Sauerstoffproduzent, sondern filtert Schadstoffe aus der Luft und sorgt für einen guten Wasserhaushalt im Boden, was wiederum wichtig für die Wassergewinnung und Landwirtschaft ist.
Holz was schlimmsten Falls zum Feuern verbraucht wird, setzt das CO2 innnerhalb kürzester Zeit frei, was ein Baum z.B. in 80 Jahren Lebensdauer gebunden hatte.
Das macht keinen Sinn und kann so nicht klimaneutral sein, weil ja der Zeitfaktor ungleich ist.

Dort wo man Totholz einfach stehen oder liegen lässt, waschen im nu junge Bäume heran und verhindern Erosion und die weitere Austrocknung des Waldbodens.
Die abgestorbenen Bäume werden ganz langsam zersetzt und dienen dabei unzähligen Lebewesen als Nahrung und Unterschlupf.

Direkt neben der Ruhr-Uni kann man dies sehr schön beobachten.
Unter den geschädigten und teilweise schon abgestorbenen Buchen wächst ein junger Mischwald ganz von alleine nach.

Nun habe ich mal wieder weit ausgeholt, zurück zu meiner Fahrradwoche!

In den darauffolgenden Tagen, war es morgens ziemlich dunstig, beste Bedingungen für stimmungsvolle Eindrücke in der Natur.
Ein paar Bilder mit gleichem Motiv (Bärenklau) sind an verschiedenen Tagen aufgenommen worden und jedes Mal sah es etwas anders, aber schön aus.

Auf dem Weg zur Arbeit hatte ich mir etwas Zeit genommen, um mich vorsichtig unter die Bewohner des Hafenbeckens am Kemnader See zu mischen.


Familie Hafenschwan mit ihren 7 Kindern war auch wieder da.
Sechs der Kleinen schliefen noch, wie viele der Gänse am Ufer.
Die Schwanenmama schwamm mit einem ihrer Kinder direkt vor den Schlafmützen langsam umher.

Der Schwanenpapa hatte inzwischen ein paar Gänse aufgemischt, deren Abstand zu seiner Familie, ihm wohl zu gering erschien.

Während des ganzen Treibens hatte ich direkt unter den Gänsen platzgenommen.
Die Gänse blinzelten nur kurz mit den Augen und schlummerten anschließend weiter.


Sehr schade das ich dann doch weiter musste, gerne hätte ich diesen schönen Moment noch weiter genossen.
Früh morgens am See mit den vielen Tieren, dass ist bei einem schönen Sonnenaufgang einfach nur bezaubernd und wohltuend.






Am Donnerstag fand seit Ewigkeiten endlich wieder das Einradtraining vom WTV statt.
Wir hatten uns bei dem herrlichen Wetter auf dem Sportplatz verabredet.

Wie schön, endlich ein Stückchen Normalität und Spaß.






Unterwegs war ich bei dem schönen Wetter hauptsächlich mit klein Beauty.

Mit weiteren Schnappschüssen, wünsche ich euch ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße

Dagmar

Ein Tag Urlaub

Hallo ihr Lieben,

am letzten Montag hatte ich einen Tag Urlaub genommen.
Bei herrlichem Wetter beschloss ich mal für einen Tag Witten und Umgebung hinter mich zu lassen.
Es ist schon eine Ewigkeit her, dass ich mal wo anders her geradelt bin.

Um 8 Uhr ging es los. Mein Ziel war das Schiffshebewerk Henrichenburg.

Kurz nachdem ich losgefahren war viel mir auf, dass ich meinen Kaffeebecher und meine Augentropfen gegen den blöden Heuschnupfen zu Hause vergessen hatte.






Am ehemaligen Opelwerk steht inzwischen ein Baumarkt und ein Denkmal mit einer Opel GT Karosse.


Meine Güte, waren dass Zeiten, als dieses Auto schlichtweg der Hammer war, neben dem Ford Capri, Renault Alpine, Porsche 911, BMW 2002, NSU Prinz und wie sie alle hießen.









Damals in den 70er Jahren war vieles wesentlich unbeschwerter als heute.
Die Unbekümmertheit von damals wünsche ich mir heute oft zurück.
Damals fuhren wir z.B. mit Einmachgummis als Befestigung für unsere Rollschuhe an den Schuhen umher, wenn vorne die Lasche kaputt war und die war meistens kaputt.
Die Mutter von meiner Freundin, war immer ganz begeistert, wenn sie ihre Einmachgummis nicht mehr wieder fand.
Wenn heutzutage ein Kind mit solchen Rollschuhen unterwegs wäre, würden die Eltern wohl gleich eine Sicherheitsbelehrung von allen Seiten bekommen, zumal wir auch noch ohne Helm, Knie- und Ellenbogenschützer gefahren sind- einfach unfassbar aus heutiger Sicht!
Natürlich ist das nicht immer ohne Blessuren einher gegangen, aber so haben wir gelernt richtig einschätzen zu können, wo unsere Grenzen lagen.
Was außerdem noch viel wichtiger war, wir hatten als Kinder jede Menge Spaß, weil wir nicht von morgens bis abends von überbesorgten Erwachsenen beobachtet und analysiert wurden.
Früher waren die Eltern, die oft noch mehr als zwei Kinder hatten froh, wenn sie die „Blagen“ (alte Ruhrpottbezeichnung für Kidis) mal los waren.
Damals durften wir noch Kinder sein und auch mit einem Hauptschulabschluss wurden wir noch nicht als Versager der Gesellschaft angesehen.

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja der fehlende Kaffeebecher.






Im Baumarkt hatte ich mich dann für einen schönen blauen Zahnputzbecher aus Kunststoff entschieden.
Weiter ging es bis zur nächsten Apotheke um das Heuschnupfenmittel zu kaufen.






Irgendwann konnte ich dann von der vielbefahrenen B235 abbiegen und kurze Zeit später war ich am Schiffshebewerk Henrichenburg angekommen.


Von hieraus fuhr ich am Kanal in Richtung Do-Hafen.
Es war wunderschön und oft war ich ganz allein unterwegs.

Neben dem Kanal hatte jemand tatsächlich seine eigene Trapprennbahn und trainierte mit Pferd und Sulky.


Das Frachtschiff Sequana aus Maasbracht kam mir irgendwann entgegengefahren.
Schaut mal ins Internet, das Schiff ist dort in einigen Videos zu sehen.
2019 war wohl das dunkelste Jahr für das Schiff, da damals an Bord ein Feuer ausgebrochen war.


Die Mirage ein weiteres Schiff lag am Ufer fest und wurde be- oder entladen. Der dicke Bug mit den zwei Ankern war schon imposant und deshalb natürlich auch ein Foto wert.

Neben dem Kanal liegt das Naturschutzgebiet „Im Siesack“ was von einer kleinen Herde Heckrindern bewohnt wird.

Das Heckrind ist eine Rückzüchtung aus Hausrindern angelehnt an den Auerochsen.
Die Tiere sind robust und bestens geeignet für die Freilandhaltung ohne viel menschliche Fürsorge.
In Hattingen und auch in Witten gibt es auch Heckrinder in den Ruhrwiesen.
Ich finde solche Projekte sehr schön, so können wir Stadtmenschen mal sehen wie Rinder, also auch unsere Milchkühe eigentlich leben müssten.
Die Kälber sind geborgen bei ihren Müttern im Familienverband und nicht in Einzelhaltung in Kälberbuchten ohne Mama und ohne die Möglichkeit mit ihren Artgenossen herumtollen zu können.
Ich hoffe, dass immer mehr Verbraucher sich Gedanken über ihren Fleisch- und Milchkonsum machen, so dass in Zukunft Landwirte mit wesentlich weniger, aber dafür artgerecht gehaltener Tiere ihr Einkommen sichern können.
Ganz kurz gesagt, wesentlich weniger Fleisch- und Milchverzehr würde uns allen viele Vorteile bringen.

Viel Schiffsverkehr war auf dem Kanal im weiteren Verlauf nicht zu sehen, aber dafür ein paar Gänse.

Kurz danach war ich schon am Do- Hafen angekommen. Hier machte ich erst mal ein Kaffeepäuschen mit meinem schicken Zahnputzbecher.







Danach war ich am Containerhafen entlanggefahren und konnte die großen Kräne bei ihrer Arbeit beobachten.










Vom hübschen alten Hafenamt, was laut Wikipedia 1898 erbaut worden war, musste ich gleich mehrere Bilder machen.
Aus den Jugend-Handballzeiten meiner beiden Jungs kenne ich das Hafenamt, weil in der Halle Nord immer das Handballtraining der Westfalen Auswahl statt fand.
Auch damals, noch im Auto unterwegs, viel mir dieses hübsche Gebäude schon ins Auge.

 




Quer durch Dortmund hindurch kam ich schließlich am Westfalen Stadion vorbei.




Auf einem idyllischen Friedhof machte ich nochmal eine Pause.
Im Atrium des Friedhofgebäudes hatte ich den schönen Teich entdeckt.


Kleiner Tipp am Rande, vor allem für die Mädels unter euch, auf Friedhöfen sind die Toiletten meist in einem guten Zustand. So kann man sich eventuell den Gang ins Gebüsch auf längeren Fahrradtouren ersparen.
Auch Baumärkte haben Toiletten. So nun aber genug damit.

Meine kleine Fahrradtour mit der Düssellady war laut google maps exakt 59,3 Kilometer lang und wunderschön.

Am Dienstag musste ich wieder zur Arbeit.
Natürlich besuchte ich auch wieder Familie Hafenschwan.
Ganz eng zusammengekuschelt schliefen die Schwäne direkt am Hafenufer.

Am Mittwoch waren sie an der gleichen Stelle zu finden und diesemal schon ausgeschlafen.
Leider fehlt inzwischen ein Schwanenkind, es waren nur noch sieben nicht mehr ganz so kleine Wattebäuschen beim Nachzählen.


Zum Glück sind die Elterntiere nicht scheu oder aggressiv zu Menschen und so konnte ich in nur wenigen Metern Entfernung neben ihnen Platz nehmen und bei der ausgiebigen Gefiederpflege zu sehen.
Die Gänse direkt daneben taten das Gleiche, nur der schöne Erpel hatte den Schlaf noch nicht aus.

Mit ein paar weiteren Impressionen von der Ruhr im Morgenlicht wünsche ich euch ein schönes Wochenende

Liebe Grüße Dagmar

uschen.

Schönes Wetter, oder Friseurtermin für die „Wollknäule“

Hallo ihr Lieben,

der Wetterbericht sagte am letzten Wochenende sonniges und warmes Wetter voraus.

Das war für mich dann der Startschuss, am Samstag meine Schäfchen „unters Messer“ zu nehmen.
Der Schertermin hatte sich wegen des kalten und nassen Wetters in diesem Jahr, etwas nach hinten verschoben.
Die Schersaison fängt immer nach der kalten Sophie im Mai an.
Nun war es endlich soweit.
Allerdings musste ich feststellen, dass mein Vorrat an Schermaschinenöl doch recht knapp war, deshalb musste ich erst zu einem Fachmarkt für Garten und Landwirtschaft fahren.
Das Öl wird für die Schmierung und damit auch zur Kühlung des Scherkopfes benötigt.



Ich nehme an, dass einige von euch noch nie eine Schafschermaschine gesehen haben, deshalb hier ein kleines Bildchen von dem äußerst nützlichen Gerät.




Der Fachmarkt liegt hinter dem höchsten Punkt von Witten auf der Seite von Herdecke, deswegen kam der Hauptgewinn mal nicht zum Schaffutter schleppen zum Einsatz, sondern für eine kleine Bergtour.



Die Archivbilder zeigen die Aussicht am Fachmarkt mit schönen Elchskulpturen, die sie dort im Februar ausgestellt hatten.


Auf dem Rückweg war ich eine andere Strecke gefahren, die ich früher mindestens zweimal in der Woche zum Handballtraining meines Sohnes mit dem Auto gefahren war.
Die teilweise schmale Ender Talstraße führt durch Wald und Wiesen.
An einer Stelle steht ein großer Baum, der mir immer schon ins Auge gefallen ist. Ich wollte ihn mal wieder besuchen.
Er hat zum Glück die letzten drei trockenen Jahre überstanden.
Obwohl inzwischen ein riesiger Ast aus seiner Krone abgebrochen ist, ist er immer noch eine imposante Erscheinung.
Es war deshalb auch schwierig ihn komplett ins Bild zu bekommen.

Meine botanischen Kenntnisse sind leider eher bescheiden, somit kann ich euch nicht sagen um welche Baumart es sich handelt. Von der Blattform gesehen, tippe ich auf irgendeine Ahornbaumart.
Desweitern sind entlang dieser leider viel befahrenen Straße weitere Baumriesen zu bewundern, auch die Stümpfe vom Sturm abgebrochener Bäume waren überaus für weitere Fotos bestens geeignet.


Ich darf einfach die Kamera nicht mitnehmen, wenn ich mal eben schnell etwas besorgen muss.
Auf dem Rückweg über die Wetterstraße kamen weitere Orte hinzu, wo ich doch unbedingt wieder die Kamera aus der Tasche holen musste.

Die Autofahrer haben da einen „kleinen Vorteil“, sie nehmen im Vorbeifahren die schönen Kleinigkeiten links und rechts der Straßen kaum war, weil sie aufgrund der Geschwindigkeit viel zu sehr mit dem Straßenverkehr beschäftigt sind.
Als Radfahrer mit Kamera im Gepäck hat man da leider Verloren, zu mindestens was die Zeit angeht.

Zum Scheren ging es dann endlich am frühen Nachmittag mit dem roten Lastesel los.

Bei den Schafen angekommen konnte ich es auch nicht lassen den Auslöser der Kamera in meinem Garten zu drücken.
Zu schön war die Blütenpracht der Rhododendron, den Blumen auf der Wiese und auf dem Dach meiner Gartenhütte.




Jule und Alma wurden auch schon ungeduldig.




Am späten Abend, es war immerhin noch hell, war ich mit dem Frisieren meiner Wollkombo schließlich fertig.
Das Bild wurde erst am Sonntagmorgen geknipst.


Am Sonntag ging es dann mit dem vollständigen Equipment fürs Schafe scheren und die Hufpflege zu weiteren Schafen von Freunden und Bekannten.
Hier war das blaue Lasteselchen als Transportfahrzeug die beste Wahl.


Auf dem Weg nach Witten- Durchholz war meine Kamera natürlich auch wieder dabei.

Mit dieser Bilderflut möchte ich euch einen schönen Feiertag wünschen.

Liebe Grüße

Dagmar

Donnerwetter, es war doch ziemlich nass!

Hallo ihr Lieben,

in der letzten Woche war selbst mein Regenmantel an seine Grenzen gekommen.
Die Schuhe, die ich am letzten Dienstag an hatte, sind immer noch nicht ganz trocken.
Trotzdem war es wieder eine schöne Fahrradwoche.


Durch den Regen grünt und blüht es überall und die Regentropfen zieren zusätzlich die Blüten der Rhododendron.

Am Freitag war es morgens trocken und schön dunstig, ideale Bedingungen um unterwegs ein paar Schnappschüsse zu machen.








In Morgenlicht sieht einfach alles nur schön aus.
Selbst die abgestorbene Buche im Hintergrund, ist im Dunst und blauen Morgenlicht doch hübsch anzusehen.













Am See angekommen frühstückte ein Kaninchen gemeinsam mit den Gänsen.

Und natürlich war ich wieder an einem Gänsekindergarten bzw. vielleicht schon eher einer Gänsegrundschulklasse vorbeigekommen.
Sie sind doch einfach nur zuckersüß!

Familie Hafenschwan aus dem letzten Beitrag war am Anfang der Woche auch noch vollzählig.
In den letzten Tagen waren die Schwäne zu weit entfernt, um sie nachzählen zu können.
Da aber Papa Schwan dafür sorgt, dass nicht mal harmlose Enten und Gänse seiner Familie zu nahekommen, gehe ich davon aus, dass alle acht Schwänchen wohlauf sind.







Unterwegs war ich wetterbedingt hauptsächlich mit der blauen Rappelkiste.















Mit ein paar weiteren Schnappschüssen aus der letzten Woche wünsche ich euch ein schönes und sonniges Wochenende

Liebe Grüße Dagmar

Familie Hafenschwan, Gänsekindergarten und ein ….

Hallo ihr Lieben,

in der letzten Woche hatte ich überdurchschnittlich viele schöne Begegnungen mit unseren gefiederten Mitlebewesen.

Angefangen hatte das am letzten Sonntag.
Wir müssen demnächst mit der Firma umziehen und so hatte ich eine Testfahrt zu meiner neuen Arbeitsstätte unternommen.
Natürlich hatte ich mich mal wieder total verfahren und so wurde aus der ursprünglich berechneten Strecke von ca. 16 Kilometer mal locker 21 Kilometer.
Ich