Blechmännchen Update Nummer 3!

Hallo, schön dich hier zu haben!

Ja wie finde ich heute bloß den Weg, diesen Beitrag irgendwie positiv zu gestalten?
Vielleicht mit ein paar Bildern, wie diesem hier!

Die Reha ist nun schon eine Woche vorbei.
Am 3. Wochenende der Reha ging es mir extrem mies, begleitet wurde dass dann auch noch mit einem teilweise kompletten Hörverlust auf dem linken Ohr, warum auch immer?
Am darauffolgenden Montag war ich dann bei der Hausärztin und hatte mich bei der Reha für diesen Tag krank gemeldet.
Um es kurzzumachen, ich wurde schlagartig von allen Pillen außer den Üblichen erlöst.
Es ging mir dadurch allgemein etwas besser als vorher und ich konnte immerhin geringe Fortschritte in der Muckibude machen.
Alles in allem, war ich meilenweit nach der Reha von den Zielen entfernt, die ich mir gewünscht hatte.
Nachts krampft der blöde Haxen natürlich auch immer noch fleißig, weshalb mein Schlafmangel, keineswegs besser geworden ist.
Hinzu kommt auch noch teilweise das verflixte heiße Wetter.

Aber jetzt mal zu etwas Positiven in all dem Desaster!
Ich hatte ja letztes Jahr ein E-Mofa, meinen Getnixmer, über Jobroller bekommen können.
Dieses Ding hatte ich ja bis vor der OP so gut wie nie genutzt.
Jetzt ist der Getnixmer tatsächlich Gold wert, denn leider kann ich auch immer noch nicht mit dem Turbo-Pfau (Dreirad mit E-Unterstützung) fahren, weil das doofe Knie nicht mitmacht!

Am Samstag war ich mit dem Getnixmer dann zum ersten Mal bei der sogenannten IRENA Nachsorgeprogramm für Berufstätige nach der Reha.
Zum Glück ist der Getnixmer schön niedrig, sonst hätte ich einen Kran gebraucht, um abzusteigen.

Dummerweise waren alle Türen dicht und ich hätte mich zwecks Anmeldung schon in dem Gebäude befinden müssen, damit ich pünktlich beim ersten Training hätte sein können.
Ich humpelte mehrmals vergeblich um das Gebäude, bis ich eine der Therapeutinnen sah. Stock und steif und schon völlig aus der Puste hinkte ich dann hinter ihr her.
Dann wurde ich von einem Hightechgerät vermessen und es ging in die Muckibude.
Dabei wurde an den Geräten jeweils eine Kraftmessung durchgeführt und natürlich wurde alles aufgezeichnet.
Nach der Turnstunde fuhr ich wieder nach Hause.
Natürlich war ich neugierig, was in meiner Trainingsapp nun alles zu lesen war.
Ja und dann kam das:
Bei der Kraft war ich plötzlich 81 Jahre alt, gefühlt bin ich das tatsächlich auch zurzeit.
Noch schlimmer wurde es dann bei den Details.
Unglaubliche 99 Jahre alt sind meine Beine, also praktisch tot, na super!


Noch verheerender konnte das Ergebnis nicht ausfallen!
Wie soll man nach vier Wochen Reha, mit so einem Ergebnis Hoffnung schöpfen?
Hilfe ich brauche einen Motivationswundertrank!

Wenn ich mir überlege, dass ich vor der OP noch beim Stadtradeln unter erschwerten Bedingen mit gemacht hatte, und nun bin ich ein totales Wrack!
Das Knie ist auch immer noch geschwollen, warm bis heiß und die Narbe ist nicht frei beweglich.
Das Blutbild von der Hausärztin ist aber zum Glück okay.
Das Ganze erinnert mich an die Zeit der sogenannten aktivierten Arthrose, da war damals das Mopsknie auch dick und erwärmt und keine Entzündungswerte im Blut feststellbar. Dabei hatte es sich nebenbei in Wohlgefallen aufgelöst!
Ich hoffe, mein desolates Immunsystem macht da nicht schon wieder jede Menge Blödsinn.
Die Therapeutin hatte da auch solche Andeutungen in Bezug auf meine Psoriasis-Arthritis gemacht.
Wo soll das bloß hinführen, die letzte Nacht war natürlich auch wieder sehr bescheiden!

Das Einzige, was mich etwas hochhält, ist dass ich bei erträglichen Temperaturen mit dem Flitzefix, kleine Ausflüge in die Umgebung unternehmen kann und dabei ein paar Bildchen knipsen kann, die diesen Beitrag zumindest optisch aufwerten.

Ein weiteres unentbehrliches Hilfsmittel ist auch Shoppy nach wie vor. Mit diesem Wägelchen kann ich einkaufen gehen und bei Bedarf kann ich mich unterwegs auf der Sitzfläche ausruhen.

Was bin ich froh, dass ich jede Gelegenheit bisher wahrgenommen hatte, mich mit den nötigen Hilfsmitteln auszustatten.
Flitzefix, Shoppy, Hope, Getnixmer und Turbo-Pfau

Ich hoffe sehr, dass in der IRENA-Nachsorge endlich mein Resetknopf funktionieren wird.
Und den Tag, wo das Bein nicht mehr krampft und ich endlich schlafen kann, werde ich rot im Kalender ankreuzen!



Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße
Dagmar

Blechmännchen Update Nummer 2!

Hallo, schön das du vorbeischaust!

Die Achterbahnfahrt, auf der ich mich befinde, könnte wirklich nicht facettenreicher sein und das erste „Schleudertrauma“ habe ich auch schon hinter mir!

Der Schlafmangel war bis zur Nacht vom vorletzten Freitag auf Samstag mein größtes Problem.
Ich hatte mir am Freitag in der Reha von der Ärztin noch zusätzliche Schmerzmittel geben lassen, in der Hoffnung endlich mal schlafen zu können.

Nachdem ich meine Dopingmittel eingeworfen hatte, legte ich mich ins Bett.
Nach nur knapp 3 Stunden, wurde ich wach und hätte vor Schmerzen die Wände hochgehen können.
Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich endlich auf der Bettkante saß und damit beruhigte sich dann der Ischiasnerv und die Verkrampfung im Bein hatte auf ein erträgliches Maß nachgelassen.
Besonders kurios war auch dabei, dass ich trotz allem gehen konnte, ohne dabei Probleme zu haben, nur liegen ging, bzw. geht bis heute überhaupt nicht!
Schlussendlich endete die Nacht damit, dass mich zunächst ein Arzt über die Telefonnummer 116117 besucht hatte. Und ich anschließend tatsächlich nach weiterer Rücksprache bei der gleichen Nummer einen RTW in Anspruch nehmen musste.
In der Notaufnahme bekam ich einen Tropf mit noch mal reichlich Schmerzmittel.
Das weitere Wochenende verlief dann einigermaßen ruhig mit weiterem Schlafmangel, trotz der zusätzlichen Medikamenten.
Am Sonntagmorgen hatte ich plötzlich aus dem Nichts eine völlig trübselige Gemütsverfassung.
Ich hatte plötzlich den abgesägten Baum auf dem Friedhof vor mir, wo ein lieber Arbeitskollege begraben liegt.
Natürlich hatte ich immer wieder dieses schöne Wesen fotogrrafiert.


Ich versank in unendlicher Traurigkeit mit Taschentuch in der Hand, dass es dieses Prachtstück von Baum nicht mehr gibt (das war übrigens im letzten April passiert).
Die Opiate hatten wohl dazu geführt, dass ich so einen Moralischen-Flash bekommen hatte, so was hatte ich bis dahin auch noch nicht erlebt!

Jetzt ist Tilidin, so heißen diese Pillen auf meiner roten Liste für Medikamente gelandet.
Seitdem ich die Pillen wieder abgesetzt hatte, habe ich zumindest wieder alle Tassen im Schrank!

Der Schlafmangel hat sich zum Glück in den letzten zwei Tagen etwas reduziert.
Mein Bett habe ich inzwischen zu einer Art Sitzliege umgebaut, so muckt der Ischiasnerv meist nicht auf und das Bein bekommt keine nennenswerten Krampfanfälle mehr.
Meine Fortschritte in der Muckibude in der Reha sind daher auch nur sehr dürftig, aber immerhin mit leichter Tendenz nach oben!

Die Physiotherapeutin und die Ärztin in der Reha sind total nett und einfühlsam für meine etwas sonderliche Lage, das tut gut.

Nun aber mal wieder zurück zum Thema dieser Webseite – die Drahtesel!

Ich war mal wieder in den Kleinanzeigen unterwegs und dort erblickte ich ein etwa baugleiches Dreirad wie Hope nur noch ganz neu und zuzüglich mit E-Motor.
Ich hatte ja von den Physiotherapeuten und der Ärztin für Hope ein eingeschränktes Go bekommen, da sie den mechanischen Antrieb von Hope kritisch beäugt hatten, da die Belastung zu Anfang wohl doch zu hoch sein würde.
Ein E-Antrieb würde diese Einschränkung aufheben.
Yes, so gesehen ein totaler Volltreffer!


Der perfekte Spezial-Ergometer, den ich zur weiteren Reha brauche.
Heute war es dann so weit, mein lieber Chef holte mich mit seinem großen VW-Bus ab und wir fuhren zu den Leuten hin.
Der Vorbesitzer war leider verstorben und so ist das E-Dreirad nur ganze 5 km gefahren worden und ich konnte das Fahrrad sogar unterhalb der Hälfte des Neupreises erwerben, günstiger geht wirklich nicht mehr! Was für ein Glückstreffer für mich!
Natürlich hat der Turbo-Pfau auch ein Differenzial!, ebenfalls 7 Gänge und dazu noch eine coole Farbe!

Eine kleine Panne gab es bei der Abholung jedoch, der Schlüssel für den Akku und das Schloss war der Falsche gewesen. Trotz intensiver Suche, konnte die Dame keinen passenden Schlüssel finden.
Das Ganze ist aber halb so wild, da ich die Schlüsselnummer auf dem ausgehändigten Kaufvertrag habe.
Außerdem hat die Dame eventuell doch noch den Schlüssel gefunden. Das ganze wird sich am Montag klären.
Eine Probefahrt wäre auch so nicht gegangen, da das Blechmännchenknie noch nicht so weit ist und ich noch immer unter Opiaten stehe.

Bis dahin wird mich mein Flitzefix weiterbegleiten.

Inzwischen sind die Klammern aus der OP-Narbe raus genommen worden und die Optik des Knies verbessert sich dadurch von Tag zu Tag!

Zu der ersten Testfahrt mit dem Turbo-Pfau (E-Dreirad), wird es hoffentlich nicht mehr allzu lange dauern.
Der Name kam so über mich, da ja im Markennamen sich ein Pfau versteckt und der E-Antrieb mir ja den nötigen Turbo verschafft, worüber ich ja grünes Licht von den Ärzten und Physiotherapeuten in der Reha bekommen hatte.


Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit.

Dieser ebenfalls wünderschöne Baum steht mitten in Hagen in einem kleinen Park, der leider von dummen Leuten immer wieder zugemüllt wird.


Liebe Grüße
Dagmar

Erstes Update als Blechmännchen!

Hallo, da bin ich wieder!


Am 22.06.2026 um genau 11.56 Uhr hatte ich das letzte Mal auf die Uhr in der OP-Schleuse geschaut.
Mit dem Narkosearzt und einer OP-Krankenschwester hatte ich bis dahin noch gescherzt und wir hatten viel gelacht.

Als ich wieder zur mir kam, lag ich auf der Intensiv-, Aufwachstation, das ist ganz normal, nach einer TEP-OP.
Wir waren schließlich zu viert und hatten, nachdem wir alle richtig wach waren viel zu erzählen. Das Pflegepersonal war sehr nett und hatte uns gut umsorgt.
Dir erste Nacht hatte ich gefühlt auf der Bettpfanne verbracht, ich musste ständig pullern, unglaublich!
Es war mir zuerst schon ein bisschen peinlich, aber irgendwann ist es dann egal, auch wenn männliche Pflegekräfte mir bei dem Balanceakt auf der Bettpfanne behilflich waren.

Am nächsten Tag wurde ich auf die normale Station verlegt.
Eine meiner Mitstreiterinnen von der Intensivstation kam kurz nach mir ebenfalls in das Zimmer. Sie hatte eine weitaus dramatische Krankengeschichte als ich, und nachdem ich alleine aufstehen durfte, hatte ich dann für sie die Gänge zum Wasserspender übernommen.
Es macht mich immer wieder traurig, wenn ich sehe, welche traurigen Schicksale es durch die verfluchten Krankheiten alles gibt!

Das einzige, was wirklich sehr unangenehm war, war das extrem heiße Wetter.
Natürlich hatte das Krankenhaus keine klimatisierten Zimmer, deshalb war dort kein erholsamer Schlaf möglich.
Leider kann ich die Stunden mit Schlaf seitdem überhaupt an wenigen Fingern abzählen. Erst war es die unerträgliche Hitze und nun ärgert mich nachts das Blechmännchenknie mit sehr unangenehmen Schmerzen.

Inzwischen bin ich schon in der Reha angekommen und bei dem Einstiegstest zur Ermittlung meines Turnprogramms war ich supergut drauf und hatte überdurchschnittliche Ergebnisse laut der Therapeutin.

Jaaah, und dann kam der verflixte Beinstrecker!!!

Hier sollte ich im Sitzen gegen eine Rolle mit beiden Beinen drücken und diese so anheben und wieder runterlassen.
Oh my goodness, wie es heute so schön heißt, das linke Bein bewegte sich dabei überhaupt nicht. Natürlich strengte ich mich an, mit dem Erfolg, dass es tierisch wehtat und sich trotzdem nichts tat.
So, da war sie nun meine Großbaustelle, eine alte Bekannte aus der Mopskniezeit, die Quadrizepssehne! Sie hat anscheinend erst mal ihren Geist der Funktion, bis auf Weiteres komplett eingestellt.


Sie ist es auch, die bei mir die letzten Nächte zu unangenehmen „Tagen“ gemacht hatte, und das trotz der ganzen Schmerzpillen.
So viel erst mal zu meinem Zustand.

Interessant sind aber die Bilder von der CD aus der Klinik.
Ich wurde ja vor der OP noch mal geröntgt und mit diesen Bilder wurde dann mein Bauplan für die Knieprothese erstellt.
Nicht nur auf den Röntgenbildern kann man meine Beinkorrektur deutlich sehen. Auch so sieht man jetzt deutlich, dass das operierte Bein gerade verläuft und das rechte Bein (ebenfalls mit fortgeschrittener Gonarthrose) eine leichte O-Beinstellung zeigt.

Das Aufnahmegespräch mit der Rehaärztin war natürlich ernüchternd hinsichtlich Fahrradfahren (zur Arbeit), da müsste ich mir wohl voraussichtlich 3 Monate Zeit für geben.

Einfach furchtbar!!!

Aber meine Trostpflaster: Flitzefix (Laufrad für Erwachsene) und später Hope (Rehadreirad) darf ich benutzen.
Das heißt, immerhin bin ich etwas schneller unterwegs, als zu Fuß – Yes!
Denn der Flitzefix hat jetzt schon grünes Licht erhalten.
So komme ich schon mal bis zum knapp 1 Kilometer weit entfernten Supermarkt auf entspannte und kurioserweise auch schmerzfrei Art hin.
Ich wünsche dir eine schöne Zeit, bis demnächst!

Zum guten Schluss ein zwar nicht zum Thema passendes Bild von meinen beiden Mitbewohnerinnen.
Sie sind so liebevoll miteinander, dass sie zusammen in eine Nistschale ihrer Eier gelegt haben und diese auch gemeinsam umsorgen, obwohl eine zweite Nistschale im Gehege vorhanden ist.
Da kein „Gockel“ vorhanden ist, sind die Eier nicht befruchtet, trotzdem bebrüten sie rund 19 Tage die „leeren“ Eier.
Nach den 19 Tagen werden sie enttäuscht aufgeben und kurze Zeit danach, legen sie erneut Eier. Das geht das ganze Jahr so weiter, deshalb sind Stadttauben eben keine Wildtiere, sondern gezüchtete Haustiere!

Das ist der Brutzwang, den wir Menschen den Tauben angezüchtet haben!

Wenn ich wieder fit bin, werde ich die Beiden wieder aktiv im Tierschutz einsetzen, indem sie zur gegebener Zeit verwaiste Küken adoptieren dürfen.


Tauben sind so friedvolle und soziale Wesen, da könnten sich viele Menschen eine Scheibe von abschneiden!

Liebe Grüße
Dagmar

Erstes Etappenziel ist in Sicht!

Hallo, nett dich hier zu haben.
Montag in einer Woche ist es soweit, dann beginne ich ein Leben mit Blechmännchenantrieb.

Die To-do-Liste hat noch ein paar Punkte zum ab arbeiten.
Einer der wichtigsten sind noch die drei Schafe von lieben Bekannten, wovon nur eins (Heidschnucke) geschoren werden muss, die anderen zwei sind Soay Schafe mit natürlichem Fellwechsel, bei ihnen ist nur Hufpflege und Wurmkur fällig.

Außerdem muss noch der Futtervorrat für die Wollmäuse aufgefüllt werden, das sind mehrere 25 Kilo Säcke, da ich ja nach der OP erst mal nicht schwer tragen darf.
Da werde ich dann ausnahmsweise meinen Drahteseln untreu werden (Hauptgewinn, E-Bike immer noch kaputt) und das Angebot meiner Freundin dankend annehmen.
Sie hat ein großes Auto, wo ganz viel reinpasst.

Inzwischen musste ich die Ibuprofenpillen wieder absetzen, weil ich sie trotz Magenschutzmittel nicht vertragen hatte.
Dadurch ist das Knie natürlich wieder merklich unwilliger, und besonders blöd ist das inzwischen auch beim Anhalten und wieder Losradeln an Ampeln.
Noch gruseliger wird es, wenn ich mit dem Lastesel zum Einkaufen fahren muss!

Aber zum Glück habe ich dafür ja auch schon längst eine Lösung, und zwar ist das Hope mein Reha-, Rentner-, Senioren- oder Einkaufsdreirad!
Ich bin so froh, dass ich dieses Schätzchen ergattern konnte.


Die Investition von 190 Euro und 100 Euro Speditionskosten haben sich schon jetzt gelohnt.
Mit Hope kann ich nämlich gemütlich an roten Ampeln einfach sitzen bleiben und auch bergauf ist es mit ihr tatsächlich einfacher, obwohl sie mehr Kilos auf die Waage bringt als der blaue Lastesel.
Das liegt daran, dass Hope die 7 Gang Schaltung von SRAM und der blaue Lastesel die 7 Gang Nexusschaltung von Shimano hat.

Hier die Übersetzungen aus dem Internet zu den Schaltungen:
SRAM Super 7: ca. 300–305%
Shimano Nexus 7: ca. 244–250%

Daran kannst du deutlich sehen, warum ich nach Möglichkeit immer sehe die alte gute Schaltung von SRAM (früher Fichtel & Sachs) an meinen Drahteseln zu haben.
Dank des großen Korbs, der hinten auf Hope montiert ist, bekomme ich vergleichbar viele Dinge transportiert, wie mit dem blauen Lastesel einfach genial!
Bei der Endgeschwindigkeit gewinnt zwar der blaue Lastesel, aber das spielt nur eine untergeordnete Rolle.

In den Bildern kannst du sehen, das ich einige sperrige Toilettenrollen dabei hatte und auch noch 2 große Einkaufstaschen. Eine der Taschen war mit Getränkekartons und Konservengläser gefüllt, die ca. knapp 15 Kilo gewogen hatte.


Ich finde, das kann sich sehen lassen, zu mal Hope nur mechanisch angetrieben wird und ich auch noch bergauf mit ihr fahren musste und das mit voller Ladung!
Da kann man doch mal sehen, was man selbst mit kaputten Knien mit einem einfachen Fahrrad alles transportieren kann.

Das erste Etappenziel ohne Krankenschein bis zum OP-Termin zu kommen, ist in greifbarer Nähe.
Es war ein langer Weg, den ich ja letztes Jahr noch mal um ein weiteres Jahr verlängert hatte.
Jetzt bin ich aber sehr froh, denn ein weiteres Jahr wäre Quälerei und vermutlich würde ich dann auch beim Radeln kapitulieren müssen.

Ein riesiges Glück ist es sowieso, dass ich immer noch mit den Drahteseln von A nach B komme, zu Fuß sieht das wesentlich schlechter aus.
Ich laufe inzwischen dermaßen unrund und komme nur noch im Schneckentempo vorwärts und dass nur wenige Kilometer weit!

Ich schätze, nach der OP wird mein Laufrad „Flitzefix“ mein erster Drahtesel werden, darauf freue ich mich schon!
Dieses Gefährt hatte sich ja bei der letzten Kniespiegelung als sehr nützlich erwiesen.


Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.


Liebe Grüße
Dagmar

Funny, mein Bonbon für Zukunft!

Hallo, schön dass du vorbeischaust!

Heute muss ich etwas ausholen, um auf den Kern, dieses Beitrags zurückzukommen.

Heute am Sonntag findet der IRONMAN in Hamburg statt!

Infos laut KI:
Das Rennen umfasst die klassische Langdistanz von 3,8 km Schwimmen in der Alster, 180 km Radfahren sowie einen abschließenden Marathon (42,2 km) am Alsterufer und durch die Innenstadt von Hamburg.

Jetzt fragst du dich bestimmt, was das nun hier in meiner Website zu suchen hat.

Ich selbst bin mal 175 Kilometer Fahrrad gefahren, dafür hatte ich damals, als ich noch recht gut drauf war den ganzen Tag, allerdings mit Pausen gebraucht.
Immerhin war ich dabei gemütlich unterwegs gewesen!

Unglaublich, wie man an einem Tag 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und dann noch einen Marathon laufen kann.

Wenn ich mich im Moment betrachte, sind für mich schon wenige Kilometer zu Fuß eine Spitzenleistung.
Wie viele Meter ich beim Schwimmen schaffen würde, weiß ich gar nicht, da ich so selten ins Schwimmbad gehe und das auch noch nicht getestet habe.

Natürlich weiß ich, dass die Athleten im Gegensatz zu mir wesentlich jünger und wahrscheinlich auch keine fortgeschrittene Arthrose in den Knien haben.
Aber selbst zu meinen, aller besten Zeiten hätte ich solche Leistungen niemals zustande bekommen.
Einziger Trost ist, das gilt wohl nicht nur für mich, sondern für die meisten Durchschnittsmenschen ebenso.

Davor ziehe ich den Hut, meine Bewunderung!
Selbst die allerletzten Sportler, die es heute ins Ziel schaffen, haben meine Hochachtung!

Dummerweise habe ich auch noch in der letzten Zeit bei dem schlechten Wetter mal wieder Videos vom BMX und Downhill fahren angeschaut.
In Gedanken bretter ich dann mit den Fahrern die Rampen und Berge runter und bewundere deren Fahrkunst.
Ich kann so gut nachvollziehen, warum sie daran Spaß haben.

Obwohl die Extreme, die dieser Sport mit sich bringt, natürlich mordsgefährlich sein können!

Ein anderes Video handelte von so einem Crash der einen Bruch in der Halswirbelsäule, als Folge hatte.
Nachdem der betroffene Sportler nach langer Zeit von der schweren Verletzung genesen war, fuhr er wieder Downhillrennen.
Sein Ehrgeiz war dann auch noch so groß, dass er es tatsächlich wieder aufs Podium mit Siegerehrung geschafft hatte.
Unglaublich nach so einem Tiefschlag, der um ein Haar im Rollstuhl geendet wäre.
Hut ab!

Die meisten normalen Menschen können das bestimmt nicht nachvollziehen!

Ich für meinen Teil kann das gut verstehen, denn ich kann, obwohl ich niemals auch nur ansatzweise über irgendwelche Fahrkünste hinsichtlich BMX-fahren verfügt habe, sehr gut verstehen, warum man wieder zurück möchte und wieder mit dem Mountainbike oder BMX auf die Piste will.

Und so endet die Überleitung und kommt zurück zu mir.
Meine Startposition nach der Knie-OP wird bei null sein, was die spaßigen Dinge z.B. auf einem BMX-Rad und Einrad angehen.
Obendrein macht mir mein Umfeld auch immer wieder bewusst, dass ich ja mit 61 auch nicht mehr die Jüngste bin und auch noch Rheuma habe.
Leider stimmt das dann auch noch, verflixt!

Wenn ich so an die nähere Zukunft denke, wird mir natürlich bewusst, dass ich den Zenit schon längst überschritten habe und meine Eltern, als sie so alt waren, wie ich, noch kein künstliches Gelenk benötigt hatten.

Also wird meine Situation nach der OP schon doppelt dooooof sein!!!

Und trotzdem kribbelt es mir gerade deswegen um so mehr unter den Fingern!
Ich habe einfach keine Lust, schon jetzt und schön brav das Leben einer alten Frau zu führen.
Wenn ich es nicht nach der OP versuche, wieder einigermaßen meinen alten Status quo zurückzubekommen, wird es schlicht zu spät sein, da die Uhr schon jetzt gegen mich tickt.

Nochmal zur Überleitung:
Den nächsten „Fehler“ hatte ich dann schließlich gestern gemacht, indem ich auch noch bei den Kleinanzeigen gelandet war.
Da erblickte ich „Funny“ ein Dirtbike mit Federgabel, in neongelb und zwei Scheibenbremsen, die Anzeige auch noch aus Witten und der Preis in Ordnung.
Wie krass ist dass denn?

Den Rest kannst du dir ja denken!

Mit Bellamy hatte ich Funny dann abgeholt, zurück ging es halb schiebend, halb rollend mit beiden Fahrrädern über 5 Kilometer nach Hause.

Heute war ich morgens mit meiner supercoolen Funny zur Fotosession aufgebrochen.
Natürlich bin ich inzwischen total eingerostet, sodass ich nur langsam daher rollen konnte.
Selbst beim Trampeln war ich schön am Herumeiern, einfach gruselig, wie morsch ich inzwischen bin!
Aber egal, immerhin hatte ich ein paar schöne Fotos von Funny in die Knipskiste bekommen, die diesen Beitrag schmücken!

Funny ist mein Bonbon, meine Belohnung, die auf mich wartet und mich immer wieder anspornen wird!




Die Krönung wird sein, eines Tages mit ihr zum Skatepark in Do-Hombruch zu fahren und dort wenigstens den Pumptrack mal abzurocken!

Mal schauen, ob ich das noch erlebe!






Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.


Liebe Grüße
Dagmar