Fahrräder

der „Kübel“

Daten:

Fahrradtyp: Citybike
Reifengröße: 28 Zoll
Schaltung: 7 Gang SRAM mit Rücktritt
Bremse vorne: V-Brake Felgenbremse

Dieses eher hässliche Fahrrad hat mit Sicherheit die meisten Kilometer von allen meinen Fahrzeugen hinter sich, deshalb kommt er hier auch als erstes dran.


Gekauft habe ich den Kübel im Jahr 2000. Er war mein erstes E-Bike mit einem Motor am Vorderrad und den Akku auf dem Gepäckträger. Damals plagte mich auch schon meine chronische Polyarthritis (kurz Rheuma). Für die Fahrt zu meiner damaligen Arbeitsstelle hatte er mir gute Dienste geleistet.
Nach ca. sieben Jahren hatte der Akku den Geist aufgegeben. Die Technik war inzwischen veraltet und somit war es nicht mehr möglich einen neuen Akku zu besorgen.
Seitdem habe ich den alten Knaben als „normales Fahrrad“ zurückgebaut.
Der Sitzkomfort ist auf dem alten Schätzchen immer noch gut und mit dem etwas kleineren Ritzel am Hinterrad, habe ich den alten Knaben ein wenig frisiert. Das heißt er fährt schneller als er aussieht.
Der Kübel hat auch einen ziemlich langen Radstand (Abstand vom Vorder- zum Hinterrad), das sorgt für viel Platz und ein bequemes Fahrgefühl.
Der alte Knabe muss auch heute noch die meisten Fahrten absolvieren, da er aufgrund seines Erscheinungsbildes weitestgehend sicher vor Fahrraddieben ist (hässliches Omafahrrad).
Warum der Name Kübel? Nun das liegt daran, dass er auch das Fahrrad mit den meisten Regen-Kilometern ist und weil er ein hässliches Entlein ist. Auch sein Tretlager hat die beste Zeit bereits hinter sich und knarzt ein bisschen, trotzdem bleibt er für immer bei mir.
Wir passen halt perfekt zusammen alt, ein bisschen klapprig und grau, trotzdem sind wir nicht immer die langsamsten unter den Radlern.

Die „Düssellady“

Daten:

Fahrradtyp: Citybike, Schwanenhalsrahmen
Reifengröße: 28 Zoll
Schaltung: 7 Gang Shimano mit Rücktritt
Bremse vorne: V-Brake Felgenbremse

Sie ist eins meiner Liebhaberfahrzeuge.
Ich habe sie eigentlich nur gekauft, weil ich Fahrräder mit Schwanenhalsrahmen einfach nur sehr schön finde. Sie kommt in der Regel nur bei schönem Wetter vor die Tür und wenn ich gemütlich fahren möchte.

Sie stammt auch aus dem besonderen Fahrradladen Düsselrad. Wenn ihr in der Suchmaschine einfach Düsselrad eingebt könnt ihr virtuell im Fahrradladen Düsselrad mal reinschauen.
Hier bekommt man stylische Fahrräder, die einfach nur schön sind. Ein persönlicher Besuch im Laden lohnt sich übrigens auch, denn wo gibt es schon Fahrräder die u.a. in einem alten Kellergewölbe ausgestellt sind.

Die Düssellady hat eine 7 Gang Nabenschaltung mit Rücktrittbremse von Shimano und ist mit einer modernen Lichtanlage mit Nabendynamo ausgestattet.
Sie ist auch nach meinen Wünschen konfiguriert worden, deshalb hat sie auch nicht den typischen Hollandlenker bekommen, sondern ist mit einen herkömmlichen Tourenlenker bestückt worden. Die Sitzposition ist dadurch leicht nach vorne geneigt, damit ich auch bequem bergauf fahren kann.
Nachfolgend hat sie noch ein paar farblich abgestimmte Bärentatzen (Pedale) bekommen, die sind rutschfest und durch die große Aufstellfläche einfach angenehmer zu fahren.
Auch die Farben wurden von mir so ausgewählt, womit die Düssellady sehr hübsch und einzigartig aussieht.
Der hochwertige und geräumige Fahrradkorb sorgt für die problemlose Mitnahme einer größeren Tasche, so sind bei schönem Wetter auch mal längere Fahrten mit Proviant gut möglich.

Das „Möchtegern.-Moutainbike“

Daten:

Fahrradtyp: Jugendsportrad in Moutainbike-Optik
Reifengröße: 26 Zoll
Schaltung: 7 Gang SRAM mit Rücktritt
Bremse vorne: V-Brake Felgenbremse

Das Möchtegern-Mountainbike ist eigentlich ein 26″ Mädchenrad mit ein bisschen Mountainbike-Optik, deshalb ist die Rahmenhöhe auch sehr niedrig. Ich habe es mit für kleines Geld aus den Kleinanzeigen gekauft.
Danach bekam es eine längere Sattelstütze, einen breiteren Lenker mit neuer Verschraubung an dem Ahead-Vorbau und einfache Bärentatzen. Der Jugendsattel wurde gegen einen alten BMX-Sattel ausgetauscht (sieht zwar besser aus, ist aber unbequem und somit noch verbesserungswürdig).
Der Gepäckträger und die alte Lichtanlage mit dem Seitenlaufdynamo habe ich abmontiert, ist nur unnützes Gewicht.
Das Möchtegern-Mountainbike hat eine 7 Gang Nabenschaltung von SRAM, die Schaltung hat eine bessere Abstimmung der Gänge, als eine vergleichbare Nabenschaltung von Shimano.
Des Weiteren hat der Hersteller Herkules gute pannensichere Reifen von Schwalbe auf die Laufräder montiert. Diese Reifen sind noch neuwertig und der Neupreis dieser Reifen liegt schon höher, als der Kaufpreis den ich bezahlt habe.
Das Möchtegern-Mountainbike war deshalb ein echtes Schnäppchen, kaum gefahren und nur eine defekte Verschraubung an dem Ahead-Vorbau.
Das Möchtegern-Mountainbike leistet mir bei wirklich widrigem Wetter wie z.B. Schneematsch beste Dienste, die Reifen sorgen für den nötigen Grip und die 7 Gang Nabenschaltung mit Rücktrittbremse funktioniert wetterunabhängig und ist auch für schnelleres Vorankommen gut zu gebrauchen.
Der Spitzname Möchtegern-Mountainbike resultiert also aus dem ähnlichen Aussehen von einem echten Mountainbike und der für Mountainbikes unüblichen Nabenschaltung.

die „blaue Rappelkiste“

Daten:

Fahrradtyp: Citybike
Reifengröße: 28 Zoll
Schaltung: 7 Gang SRAM mit Rücktritt
Bremse vorne: Cantilever- Felgenbremse

Die blaue Rappelkiste ist ein weiteres Alltagsfahrrad, das ich reparaturbedürftig unter den Kleinanzeigen gefunden habe.

Es ist immer wieder erstaunlich, dass viele Leute heutzutage kleine Reparaturen, wie Reifenflicken nicht mehr selbst machen und stattdessen ihr Fahrrad im Keller verstauben lassen.

Die blaue Rappelkiste ist ein herkömmliches Cityrad mit einer 7 Gang SRAM Schaltung mit Rücktrittbremse.

Früher in den 1990er Jahren wurden Markenfahrräder, wie die von Falter, noch mit der 7 Gang SRAM ausgestattet. Damals wurden billigere Fahrräder aus dem Discounter und den Baumärkten nur mit einer Shimano-Nabenschaltung bestückt. Leider wird die SRAM Nabenschaltung (ehemals Sachs) nicht mehr gebaut.

Ich mag diese Nabenschaltung deshalb lieber, weil das Hinterrad sich ohne Probleme leicht ausbauen lässt und die Übersetzung viel besser ist als bei der Shimano 7 Gang.

Langsam werden selbst in den Kleinanzeigen Fahrräder mit meiner Lieblingsschaltung immer seltener und auch die Ersatzteile sind leider nicht mehr überall zu bekommen.

Die blaue Rappelkiste habe ich mit neuen pannensicheren Reifen von Schwalbe, einen neuen Sattel und natürlich mit Bärentatzen ausgestattet.

Den Namen blaue Rappelkiste trägt dieses Fahrrad wegen des gerissenen hinteren Schutzbleches, ich habe es mit Kabelbindern dauerhaft unfachmännisch repariert. Es klappert zwar beim Fahren aber es hält.
Aufgrund des etwas ramponierten Erscheinungsbildes, ist dieses Fahrrad sehr gut geeignet, wenn ich es beim Einkaufen oder zu Arztbesuchen in der Stadt parken muss.
Bei Regenwetter ist die blaue Rappelkiste natrürlich auch eins meiner beliebtesten Fahrrädern.
Mit den beiden verbeulten Fahrradkörben können außerdem leichte Einkäufe gut verstaut werden.
Durch das große Kettenblatt musste ich keine Tuningmaßnahmen bei der Übersetzung vornehmen.

“ Joffrey“

Daten:

Fahrradtyp: Riesenrad
Reifengröße: 36 Zoll
Schaltung: 7 Gang Shimano ohne Rücktritt
Bremse vorne und hinten: Cantilever- Felgenbremsen

Seit meiner Kindheit wollte ich immer schon ein großes Fahrrad haben. Damals waren es Fahrräder mit 28 Zoll Reifengröße.
Ich habe für diesen Wunsch keine vernünftige Erklärung, ich fand damals und auch heute Fahrräder mit großen Laufrädern einfach schön.

Auf Joffrey bin ich zufällig durch municycle.com aufmerksam geworden. Das ist ein Laden, der eigentlich Einräder verkauft. Hier habe ich von der Firma Qu-ax das so genannte Monsterfahrrad zu ersten Mal gesehen und war gleich hin und weg.

Im Juli 2018 war es dann soweit, ich hatte genug Geld angespart um mir meinen Kindheitswunsch zu erfüllen.
Im Online-Shop von Pappnase hatte ich ein gutes Angebot gefunden und Joffrey gleich bestellt. Es kam dann auch zuerst eine Bestätigung meiner Bestellung. Ein paar Tage später bekam ich allerdings eine E-Mail, dass dieses Fahrrad nicht mehr im Lager vorhanden sei und die Onlineseite fehlerhaft gewesen war.
Des Weiteren wurde mir mitgeteilt das Qu-ax eine Modellumstellung bei dem Monsterrad vorgenommen hatte.
Das Fahrrad hatte nun ein etwas tieferes Oberrohr und statt der 3 Gang Nabenschaltung eine 7 Gang Schaltung. Pappnase machte mir dann das Angebot, dieses Fahrrad zu bestellen und dass zu dem Sonderpreis des alten Models. Einziger Wehrmutstropfen war, dass ich eine mindestens sechs Wöchige Wartezeit hinnehmen musste.
Aus den sechs Wochen wurden schließlich acht Wochen Wartezeit, als Joffrey bei mit per Spedition in einem riesigen Paket angeliefert wurde. Es war gar nicht so einfach den Riesen in meinem Fahrradzimmer zusammen zu Schrauben.
Bei der Probefahrt musste ich feststellen, dass meine Körpergröße mit 1,63 m eigentlich zu klein für ein solches Fahrrad war.

Also musste der übergroße und hohe Lenker einem einfachen Tourenlenker mit kürzerem und hochwertigeren Lenkervorbau weichen und auch der gigantisch gepolsterte Sattel wurde durch einen normalen Sattel ersetzt. Und natürlich bekam der Große noch ein paar hübsche Bärentatzen verpasst.

Mit Joffrey fahre ich natürlich auch nur bei gutem Wetter durch die Gegend.
Interessant sind auch seine Fahreigenschaften, die Übersetzung der sieben Gänge erinnert doch eher an der eines Rennrad, das heißt, selbst bergab kann man mit dem Großen noch kräftig Gas geben. Allerdings wird das dann nicht ganz ungefährlich, da der große Lulatsch dann auch mal anfängt herum zu schlackern.
Die Kurvenfahrten werden durch das hohe Aufstellmoment der großen und schweren Reifen bei hohen Geschwindigkeiten auch zum reinsten Abenteuer, da er dann regelrecht in die Kurven geworfen werden muss.
Joffrey ist also nicht für unsichere Radler geeignet.
Ich habe mit diesen Charaktereigenschaften von Joffrey aber keine Probleme und liebe die Ausfahrten mit ihm. Er ist halt ein ganz besonderer Drahtesel und sorgt bei Passanten natürlich für verwunderte Blicke.

Joffrey besitzt auch ein eigenes Maskottchen, in Form eines schönen Fahrradschlüsselanhängers, den ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe und nun am Lenker von Joffrey hängt. Der Name Joffrey ist einfach so beim ansehen meines Riesenrades über mich gekommen, warum auch immer?

Der „Hautgewinn mit Anhänger“

Daten:

Fahrradtyp: E-Bike mit Federgabel, Bosch Perfomance Motor und 500er Akku
Reifengröße: 28 Zoll
Schaltung: 11 Gang Alfine von Shimano ohne Rücktritt
Bremse vorne und hinten: hydraulische Scheibenbremsen

Der Hautgewinn ist wie der Name schon sagt ein Hauptgewinn und zwar vom Stadtradeln 2018.
Ich war ja damals der Stadtradeln Star von Witten und somit habe ich automatisch an der Verlosung speziell für die Stadtradeln Stars teilgenommen.
Nach dem Stadtradeln 2018 kam dann irgendwann eine E-Mail, in der die Gewinner der Verlosung bekannt gegeben wurden.
Zuerst wurden die Gewinner der Trostpreise angegeben, nachfolgend wurden die Gewinne hochwertige, aber natrülich war ich nicht unter den Glücklichen.
Beinahe hätte ich die E-Mail schon gelöscht. Zum Glück habe ich dann aber weiter die Liste verfolgt und traute meinen Augen nicht, als mein Name bei dem Hautgewinn erschien.
Ich habe bestimmt fünfmal nachgelesen und dann die E-Mail zugemacht.
Weil ich es immer noch nicht glauben konnte, habe ich bei der Mitarbeiterin der Stadt Witten angerufen und gefragt ob die E-Mail wirklich echt ist. Sie bestätigte mir darauf hin, dass sie die gleiche E-Mail erhalten habe und gratulierte mir zu meinem Gewinn.
Nach dem Telefonat bin ich erst mal vor Freude durch die ganze Bude getanzt, noch nie hatte ich irgendetwas derartiges je gewonnen- der absolute Wahnsinn!

Zu der Zeit hatte ich ja schon meine Knatterkiste (APE 50) verkauft. Was für ein Glück!

In der E-Mail war für mich noch eine Kontaktadresse hinterlegt, bei der ich mich melden sollte.
Ich durfte anschließend auswählen zwischen einem normalen Fahrrad oder eben einem E-Bike im Wert von 2500 bis 3000 Euro.

Ich habe mich dann für ein E-Bike von Stevens, Baureihe 2019 im Wert von 2999 Euro entschieden, das Fahrrad sollte mit Federgabel, Bosch Performance Motor und 8 Gängen und Scheibenbremsen ausgestattet sein.
Nach sehr, sehr langer Wartezeit kam dann von einem Fahrradhändler in Dortmund die Bestätigung, dass mein Fahrrad endlich angekommen sei und ich vorbeikommen sollte.
Zu meiner Überraschung war das Fahrrad dann nicht das, was ich mir eigentlich ausgesucht hatte.
Es war ein ehemaliges Vorführrad, Auslaufmodel von 2018 mit einer 11 Gang Schaltung, Bosch Performance Motor mit einem 500er Akku für große Reichweite, was ganze 4 Km auf dem Tacho hatte und ursprünglich mal fast 4000 Euro gekostet hatte.
So hatte sich die lange Wartezeit von fast einem halben Jahr dann doch noch gelohnt.

Zu meiner eigenen Verwunderung habe ich das E-Bike dann doch eher selten benutzt und war mir nicht sicher, ob ich es denn überhaupt behalten sollte.
Nach langem grübeln habe ich mich mal nach Fahrradanhängern umgesehen und bin dann auf die Webseite von „Hinterher“ gestoßen. Bei Hinterher bekommt man die unterschiedlichsten Fahrradanhänger in allen erdenklichen Größen. Leider sind diese Anhänger alles andere als günstig.
Nach einigen Tagen Bedenkzeit und Kassensturz von meinem Konto habe ich dann meinen Anhänger bestellt, denn schließlich hatte ich ja mein super schönes E-Bike gewonnen und somit für mein „Lastenfahrrad mit E-Motor“, was mir ja noch fehlte, nur einen Vergleichsweise niedrigen Preis bezahlt.
Heute bin ich sehr glücklich über diese Entscheidung, denn ich kann jetzt leicht Futter für meine Schafe beschaffen, ohne jedes Mal meinen „Joker“ mit dem Auto darum bitten zu müssen.
Der Anhänger ist sehr gut zu verstauen, da man ganz leicht die Räder abmachen kann und er somit nicht viel mehr Platz braucht als ein Bügelbrett.

der „Oldi“

Daten:

Fahrradtyp: Oldtimer aus den 60 Jahren, mit langem Oberrohr und weitem Randstand
Reifengröße: 28 Zoll
Schaltung: Singlespeed mit Rücktrittbremse
Bremse vorne: Stempelbremse

Der Oldi ist ein weiteres und eigentlich unnötiges Liebhaberfahrzeug von mir.
Ihn habe ich mal vor rund 20 Jahren im Reviermarkt erstanden. Für die Jüngeren unter euch, der Reviermarkt war früher ein Anzeigenblatt, in dem nur Kleinanzeigen standen. Das war die alte Variante für die heutigen Kleinanzeigen im Internet.
Damals wurde auch noch in D-Mark bezahlt.
Der Oldi ist als einziges antikes Fahrrad übriggeblieben, früher hatte ich noch 2 andere Oldtimer, die wegen der neu angeschafften Fahrräder aus Platzmangel dann leider verkauft werden mussten.

Mit diesem Fahrrad bin ich nur sehr selten und natürlich auch nur bei schönem Wetter unterwegs, dadurch hat es die vergangenen Jahrzehnte auch sehr gut überstanden.
Nur der Sattel und die Klingel sind ausgetauscht worden, ansonsten ist das Fahrrad noch im Originalzustand.

Besonders schön finde ich die Rahmenform mit der geschwungenen Gabel und dem langen Oberrohr von ca. 63 cm.
In meinen Ausbildungsbetrieb und späteren ersten Arbeitsplatz gab es solche „alten Schinken“ als Werksfahrräder. Ich habe damals sehr gerne Botenfahrten mit diesen Fahrrädern durch das Stahlwerk übernommen. Am liebsten hätte mir damals eins von den Rädern mit nach Hause genommen, weil ich sie so cool fand.

Irgendwann wurde ich ja dann im Reviermarkt fündig und war überglücklich so ein Fahrrad zu besitzen. Deshalb kann ich mich auch nicht davon trennen.
Heute würde ich für so ein Fahrrad bei Sammlern wohl sehr viel Geld hinlegen müssen, um es zu bekommen.

Interessant ist auch die ganze alte Technik und die Bauweise beispielsweise der Blockpedalen. Damals konnten verschlissene Pedalblöcke abgeschraubt und neue montiert werden. Das nenne ich mal Nachhaltigkeit, sollte man heute mal drüber nachdenken.

Die Stempelbremse funktioniert auch noch mit allerlei Getöse, allerdings kann sie mit den modernen Bremsen in der Bremswirkung nicht mithalten.
Selbst die Fahrradklingel ist mit einer Mechanik aus mehreren Stahlbauteilen zusammengesetzt und hat immer noch einen schönen Klang.
Die Klingel ist außerdem ein Erbstück von meinem Opa und leider das Einzige was noch von seinem Fahrrad nach einem Unfall übriggeblieben ist. Sie passt somit auch vom Alter her sehr gut zu dem Oldi.
Die Lichtanlage mit dem Seitenläuferdynamo ist auch noch im Originalzustand und technisch ebenfalls überholt.
Des Weiteren ist auch die Verschraubung der Kurbel ganz anders als heute.
Die Älteren unter euch kennen sicher auch noch das typische Geräusch, wenn der konisch abgeflachte Schraubbolzen verschlissen war und die Kurbel anfing zu wackeln. Bei dem Oldi ist da aber noch alles in Ordnung.
Die lackierten Stahlfelgen sind auch noch im weitestgehend guten Zustand und laufen noch ganz rund ohne Schlag.

Kurz gesagt der Oldi ist ein wahres Schätzchen!




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