Erstes Update als Blechmännchen!

Hallo, da bin ich wieder!


Am 22.06.2026 um genau 11.56 Uhr hatte ich das letzte Mal auf die Uhr in der OP-Schleuse geschaut.
Mit dem Narkosearzt und einer OP-Krankenschwester hatte ich bis dahin noch gescherzt und wir hatten viel gelacht.

Als ich wieder zur mir kam, lag ich auf der Intensiv-, Aufwachstation, das ist ganz normal, nach einer TEP-OP.
Wir waren schließlich zu viert und hatten, nachdem wir alle richtig wach waren viel zu erzählen. Das Pflegepersonal war sehr nett und hatte uns gut umsorgt.
Dir erste Nacht hatte ich gefühlt auf der Bettpfanne verbracht, ich musste ständig pullern, unglaublich!
Es war mir zuerst schon ein bisschen peinlich, aber irgendwann ist es dann egal, auch wenn männliche Pflegekräfte mir bei dem Balanceakt auf der Bettpfanne behilflich waren.

Am nächsten Tag wurde ich auf die normale Station verlegt.
Eine meiner Mitstreiterinnen von der Intensivstation kam kurz nach mir ebenfalls in das Zimmer. Sie hatte eine weitaus dramatische Krankengeschichte als ich, und nachdem ich alleine aufstehen durfte, hatte ich dann für sie die Gänge zum Wasserspender übernommen.
Es macht mich immer wieder traurig, wenn ich sehe, welche traurigen Schicksale es durch die verfluchten Krankheiten alles gibt!

Das einzige, was wirklich sehr unangenehm war, war das extrem heiße Wetter.
Natürlich hatte das Krankenhaus keine klimatisierten Zimmer, deshalb war dort kein erholsamer Schlaf möglich.
Leider kann ich die Stunden mit Schlaf seitdem überhaupt an wenigen Fingern abzählen. Erst war es die unerträgliche Hitze und nun ärgert mich nachts das Blechmännchenknie mit sehr unangenehmen Schmerzen.

Inzwischen bin ich schon in der Reha angekommen und bei dem Einstiegstest zur Ermittlung meines Turnprogramms war ich supergut drauf und hatte überdurchschnittliche Ergebnisse laut der Therapeutin.

Jaaah, und dann kam der verflixte Beinstrecker!!!

Hier sollte ich im Sitzen gegen eine Rolle mit beiden Beinen drücken und diese so anheben und wieder runterlassen.
Oh my goodness, wie es heute so schön heißt, das linke Bein bewegte sich dabei überhaupt nicht. Natürlich strengte ich mich an, mit dem Erfolg, dass es tierisch wehtat und sich trotzdem nichts tat.
So, da war sie nun meine Großbaustelle, eine alte Bekannte aus der Mopskniezeit, die Quadrizepssehne! Sie hat anscheinend erst mal ihren Geist der Funktion, bis auf Weiteres komplett eingestellt.


Sie ist es auch, die bei mir die letzten Nächte zu unangenehmen „Tagen“ gemacht hatte, und das trotz der ganzen Schmerzpillen.
So viel erst mal zu meinem Zustand.

Interessant sind aber die Bilder von der CD aus der Klinik.
Ich wurde ja vor der OP noch mal geröntgt und mit diesen Bilder wurde dann mein Bauplan für die Knieprothese erstellt.
Nicht nur auf den Röntgenbildern kann man meine Beinkorrektur deutlich sehen. Auch so sieht man jetzt deutlich, dass das operierte Bein gerade verläuft und das rechte Bein (ebenfalls mit fortgeschrittener Gonarthrose) eine leichte O-Beinstellung zeigt.

Das Aufnahmegespräch mit der Rehaärztin war natürlich ernüchternd hinsichtlich Fahrradfahren (zur Arbeit), da müsste ich mir wohl voraussichtlich 3 Monate Zeit für geben.

Einfach furchtbar!!!

Aber meine Trostpflaster: Flitzefix (Laufrad für Erwachsene) und später Hope (Rehadreirad) darf ich benutzen.
Das heißt, immerhin bin ich etwas schneller unterwegs, als zu Fuß – Yes!
Denn der Flitzefix hat jetzt schon grünes Licht erhalten.
So komme ich schon mal bis zum knapp 1 Kilometer weit entfernten Supermarkt auf entspannte und kurioserweise auch schmerzfrei Art hin.
Ich wünsche dir eine schöne Zeit, bis demnächst!

Zum guten Schluss ein zwar nicht zum Thema passendes Bild von meinen beiden Mitbewohnerinnen.
Sie sind so liebevoll miteinander, dass sie zusammen in eine Nistschale ihrer Eier gelegt haben und diese auch gemeinsam umsorgen, obwohl eine zweite Nistschale im Gehege vorhanden ist.
Da kein „Gockel“ vorhanden ist, sind die Eier nicht befruchtet, trotzdem bebrüten sie rund 19 Tage die „leeren“ Eier.
Nach den 19 Tagen werden sie enttäuscht aufgeben und kurze Zeit danach, legen sie erneut Eier. Das geht das ganze Jahr so weiter, deshalb sind Stadttauben eben keine Wildtiere, sondern gezüchtete Haustiere!

Das ist der Brutzwang, den wir Menschen den Tauben angezüchtet haben!

Wenn ich wieder fit bin, werde ich die Beiden wieder aktiv im Tierschutz einsetzen, indem sie zur gegebener Zeit verwaiste Küken adoptieren dürfen.


Tauben sind so friedvolle und soziale Wesen, da könnten sich viele Menschen eine Scheibe von abschneiden!

Liebe Grüße
Dagmar

Veröffentlicht von rosarote Fahrradkurbel

Von A nach B mit meinen Drahteseln.

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