
Hallo, schön das du vorbeischaust!
Die Achterbahnfahrt, auf der ich mich befinde, könnte wirklich nicht facettenreicher sein und das erste „Schleudertrauma“ habe ich auch schon hinter mir!
Der Schlafmangel war bis zur Nacht vom vorletzten Freitag auf Samstag mein größtes Problem.
Ich hatte mir am Freitag in der Reha von der Ärztin noch zusätzliche Schmerzmittel geben lassen, in der Hoffnung endlich mal schlafen zu können.
Nachdem ich meine Dopingmittel eingeworfen hatte, legte ich mich ins Bett.
Nach nur knapp 3 Stunden, wurde ich wach und hätte vor Schmerzen die Wände hochgehen können.
Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich endlich auf der Bettkante saß und damit beruhigte sich dann der Ischiasnerv und die Verkrampfung im Bein hatte auf ein erträgliches Maß nachgelassen.
Besonders kurios war auch dabei, dass ich trotz allem gehen konnte, ohne dabei Probleme zu haben, nur liegen ging, bzw. geht bis heute überhaupt nicht!
Schlussendlich endete die Nacht damit, dass mich zunächst ein Arzt über die Telefonnummer 116117 besucht hatte. Und ich anschließend tatsächlich nach weiterer Rücksprache bei der gleichen Nummer einen RTW in Anspruch nehmen musste.
In der Notaufnahme bekam ich einen Tropf mit noch mal reichlich Schmerzmittel.
Das weitere Wochenende verlief dann einigermaßen ruhig mit weiterem Schlafmangel, trotz der zusätzlichen Medikamenten.
Am Sonntagmorgen hatte ich plötzlich aus dem Nichts eine völlig trübselige Gemütsverfassung.
Ich hatte plötzlich den abgesägten Baum auf dem Friedhof vor mir, wo ein lieber Arbeitskollege begraben liegt.
Natürlich hatte ich immer wieder dieses schöne Wesen fotogrrafiert.
Ich versank in unendlicher Traurigkeit mit Taschentuch in der Hand, dass es dieses Prachtstück von Baum nicht mehr gibt (das war übrigens im letzten April passiert).
Die Opiate hatten wohl dazu geführt, dass ich so einen Moralischen-Flash bekommen hatte, so was hatte ich bis dahin auch noch nicht erlebt!
Jetzt ist Tilidin, so heißen diese Pillen auf meiner roten Liste für Medikamente gelandet.
Seitdem ich die Pillen wieder abgesetzt hatte, habe ich zumindest wieder alle Tassen im Schrank!
Der Schlafmangel hat sich zum Glück in den letzten zwei Tagen etwas reduziert.
Mein Bett habe ich inzwischen zu einer Art Sitzliege umgebaut, so muckt der Ischiasnerv meist nicht auf und das Bein bekommt keine nennenswerten Krampfanfälle mehr.
Meine Fortschritte in der Muckibude in der Reha sind daher auch nur sehr dürftig, aber immerhin mit leichter Tendenz nach oben!

Die Physiotherapeutin und die Ärztin in der Reha sind total nett und einfühlsam für meine etwas sonderliche Lage, das tut gut.
Nun aber mal wieder zurück zum Thema dieser Webseite – die Drahtesel!
Ich war mal wieder in den Kleinanzeigen unterwegs und dort erblickte ich ein etwa baugleiches Dreirad wie Hope nur noch ganz neu und zuzüglich mit E-Motor.
Ich hatte ja von den Physiotherapeuten und der Ärztin für Hope ein eingeschränktes Go bekommen, da sie den mechanischen Antrieb von Hope kritisch beäugt hatten, da die Belastung zu Anfang wohl doch zu hoch sein würde.
Ein E-Antrieb würde diese Einschränkung aufheben.
Yes, so gesehen ein totaler Volltreffer!

Der perfekte Spezial-Ergometer, den ich zur weiteren Reha brauche.
Heute war es dann so weit, mein lieber Chef holte mich mit seinem großen VW-Bus ab und wir fuhren zu den Leuten hin.
Der Vorbesitzer war leider verstorben und so ist das E-Dreirad nur ganze 5 km gefahren worden und ich konnte das Fahrrad sogar unterhalb der Hälfte des Neupreises erwerben, günstiger geht wirklich nicht mehr! Was für ein Glückstreffer für mich!
Natürlich hat der Turbo-Pfau auch ein Differenzial!, ebenfalls 7 Gänge und dazu noch eine coole Farbe!



Eine kleine Panne gab es bei der Abholung jedoch, der Schlüssel für den Akku und das Schloss war der Falsche gewesen. Trotz intensiver Suche, konnte die Dame keinen passenden Schlüssel finden.
Das Ganze ist aber halb so wild, da ich die Schlüsselnummer auf dem ausgehändigten Kaufvertrag habe.
Außerdem hat die Dame eventuell doch noch den Schlüssel gefunden. Das ganze wird sich am Montag klären.
Eine Probefahrt wäre auch so nicht gegangen, da das Blechmännchenknie noch nicht so weit ist und ich noch immer unter Opiaten stehe.
Bis dahin wird mich mein Flitzefix weiterbegleiten.

Inzwischen sind die Klammern aus der OP-Narbe raus genommen worden und die Optik des Knies verbessert sich dadurch von Tag zu Tag!




Zu der ersten Testfahrt mit dem Turbo-Pfau (E-Dreirad), wird es hoffentlich nicht mehr allzu lange dauern.
Der Name kam so über mich, da ja im Markennamen sich ein Pfau versteckt und der E-Antrieb mir ja den nötigen Turbo verschafft, worüber ich ja grünes Licht von den Ärzten und Physiotherapeuten in der Reha bekommen hatte.

Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit.
Dieser ebenfalls wünderschöne Baum steht mitten in Hagen in einem kleinen Park, der leider von dummen Leuten immer wieder zugemüllt wird.
Liebe Grüße
Dagmar








