Blechmännchen Update Nummer 6!

Hallo, schön das du hier bist!

Das Blechmännchen-Knie und der Rest von mir, hat inzwischen eine Woche Wiedereingliederung auf der Arbeit hinter sich.
Bisher hatte das ganz gut geklappt nur am Freitag war das Knie wieder deutlich angeschwollen und der gestrige Samstag war dann leider ein Tag auf dem Sofa.
Die letzte Nacht war auch nicht so toll und das Knie ist auch jetzt, wo ich hier tippe nicht wirklich nett zu mir, autsch!
Aber egal heute werde ich den Turbo-Pfau satteln und noch mal zur Grabpflege zum Rembergfriedhof nach Hagen fahren.

Dabei werde ich wieder an dem abgerissenen Taubenturm vorbei kommen.

Letztes Wochenende hatte ich meinen Augen nicht getraut, als ich sah, dass der Taubenturm neben dem Arbeitsamt in Trümmern in einem Container aufzufinden war und die heimatlosen Tauben völlig verwirrt und hilflos daneben saßen. Einige von ihnen machten sich gleich auf dem Weg zu mir, um zu hoffen, dass ich etwas Futter für sie hatte.


Ich war völlig entsetzt und traurig, warum bloß war der Taubenturm weg, der mindestens 30 Jahre dort gestanden hatte und den Tieren ein bisschen Schutz und gesundes Futter bot und durch den Eiertausch, die Taubenpopulation seit Jahrzehnten kleiner gehalten wurde.
Als ich wieder zu Hause war, befragte ich gleich meine Vereinsmitglieder in Chatgruppe von der Initiative Stadttauben in Witten.
Und da bekam ich einen Link auf Facebook über diesen Vorfall zur Antwort.
hier ein Sreenshot des Facebookberichts


Meine schlimmsten Befürchtungen wahren war geworden, es hatte einen Eigentümerwechsel gegeben und der Neue hatte sich nicht von dem Sinn des Taubenturms überzeugen lassen und gnadenlos seine Macht (Geld) ausgespielt und so waren die armen Tauben obdachlos geworden.
Ich finde dass einfach zum Kotzen, sorry für die Ausdrucksweise, aber so ist es!
Es ist wieder mal ein Beispiel dafür, das Leute mit viel Geld leider, wie auch in diesem Fall überhaupt keine Empathie haben.
Und unser Tierschutzgesetz erneut nicht das Papier wert ist, worauf es gedruckt ist!
Recht, hat hier in unserem Land meist der mit der Kohle in der Tasche, einfach nur widerlich!
Einfach nur Pfui, Pfui und noch mal Pfui, aber wir leben ja in einer Zeit, wo Großmäulern mit jeder Menge Knete in der Tasche auch noch brav gefolgt wird und wir ja ebenfalls, die vielen Hitzetote einfach so hinnehmen. Sind ja auch meist Rentner gewesen, da spart man doch so einiges an Geld in der Rentenkasse! Ist doch super!

Ich bin böse, ja auf jeden Fall!!!

Würg, kotzt, ach mich machen solche Ungerechtigkeiten gegenüber Schwachen, egal ob es sich um Menschen oder Tiere handelt, die sich selbst nicht wehren können, einfach nur unendlich wütend!!!
Sorry noch mal für die Wortwahl!!!

So jetzt habe ich meinem Frust über den neuen Besitzer (City Best Hotel Group Berlin) Luft gemacht.
Wer weiß, vielleicht verklagen die mich jetzt noch, wegen des Artikels hier, würde mich auch nicht wundern, dass passiert anderen Tierschützern ja schließlich auch ständig, wenn sie Missstände in der Massentierhaltung aufzeigen!
Ach ich könnte aus der Haut fahren!

Themawechsel!
Ich hoffe, du hast nach meinem Wutartikel noch Lust weiter zu lesen, denn jetzt kommt eine wirklich schöne Geschichte mit Happy End!
Am letzten Donnerstag war ich meinem Turbo-Pfau zu Rehaklinik in die Muckibude gefahren.


Auf dem Rückweg hatte ich eine Begegnung mit einem kleinen Krebs mitten auf dem Radweg.
Beinahe hätte ich den kleinen Wicht auf dem nassen Radweg, zwischen den heruntergefallenen Blättern und kleinen Ästen übersehen und schlimmsten falls überfahren.
Ich hielt an und schaute mir den kleinen Burschen erst mal an und wollte ein paar Fotos mit dem Smartphone machen.
Der kleine Krebs war von mir natürlich überhaupt nicht begeistert und drohte mir mit seinen kleinen Zangen, so gut er konnte.
Ich fand dass total putzig und war ganz entzückt und hatte die ganze Zeit ein Lächeln im Gesicht. Die wenigen Bilder sind deshalb auch etwas verwackelt.


Natürlich konnte ich den kleinen Kerl nicht einfach so zurücklassen, denn der nächste Radfahrer oder Fußgänger hätte für ihn ja das Ende, bedeuten könnten. Und das Wasser war weit und sehr unwegsam für ihn und auch für mich entfernt gewesen.
In meiner Tasche hatte ich zum Glück eine Plastiktüte.
Mithilfe eines kleinen Stöckchens, in der der kleine Kerl in seiner Angriffslust beherzt hinein kniff, konnte ich ihn vorsichtig in die Tüte bugsieren.
Danach fuhr ich, mit dem kleinen Wüterich in der Tüte, ein ganzes Stück weiter, um eine Stelle zu finden, wo ich gut an das Ufer des Stausees humpeln konnte.
Anschließend öffnete ich vorsichtig die Plastiktüte und ließ den kleinen Krebs gemütlich aus der Tüte in Richtung Wasser krabbeln.
Er hatte sofort erkannt, worum es ging und ging ganz friedlich hinaus.
Ich hatte ihn noch kurz zum Abschied am Rücken gestreichelt, was er ohne Zorn gegen mich erduldete im nächsten Moment, im Wasser verschwunden war.
Beseelt und glücklich über diese außergewöhnliche Begegnung mit anschließendem Happy End fuhr ich weiter in Richtung Heimat.

Der Turbo-Pfau also mein elektrisch unterstütztes Reha-Dreirad ist wirklich die Rettung für mich.
Ohne dieses Behindertenfahrzeug wäre ich dermaßen aufgeschmissen, denn die Wegstrecken so wohl zur Arbeit, als auch zur Reha-Klinik wären sonst kaum zu bewältigen.
Mit dem ÖPNV würde mich das viel Zeit und Nerven kosten und mit dem Getnixmer, der E-Mofa würde ich unterwegs einfrieren, weil ich mich nicht bewegen könnte, und steif wie ein Brett am Ziel ankommen würde.


Dem Tubo-Pfau verdanke ich, dass ich wieder am Berufsleben teilnehmen kann, und das tut meinem Gemüt sehr gut.
In diesem Sinn wünsche ich dir einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße
Dagmar

Veröffentlicht von rosarote Fahrradkurbel

Von A nach B mit meinen Drahteseln.

2 Kommentare zu „Blechmännchen Update Nummer 6!

  1. Man sollte den Schutz der Wildtiere eben mehr in die Bauordnung mit aufnehmen und bei solchen Geschichten den neuen Eigentümer dazu verpflichten eben dann im Vorfeld des abrisses einen Ersatzbau an anderen Stelle zu errichten.

    Bei Verstößen müsste es eben Strafen geben wie Bußgelder oder das der Bereich nicht bebaut weder darf.

    LG Arne Wilhelm

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    1. Hallo,
      danke für deinen Kommentar.
      Stadttauben sind keine Wildtiere, sondern übrig gebliebene Brieftauben von Wettflügen oder sogenannte Hochzeitstauben und deren verwilderten Nachkommen, allesamt sind das Haustiere, die wir Menschen im Stich gelassen haben.
      Ja deine Vorschläge kann ich nur unterstützen, aber leider ist die Realität anders aus.
      Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.
      Dagmar

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