
Hallo, nett dich hier zu haben!
Ich hoffe, du hast ein bisschen Zeit, denn es gab in den letzten zwei Wochen einiges zu berichten.
Unglaublicherweise, hatte ich eine erneute Begegnung mit einem Krebs auf dem Radweg, als ich wieder zur Muckibude in die Reha-Klinik nach Hattingen gefahren war.
Es war genau das gleiche Spielchen, der Krebs gab sich genauso viel Mühe, mir klar zu machen, wir doof er mich fand und das ich mich sofort verziehen sollte, und zwar pronto!
Einfach herrlich, natürlich hatte ich wiederum sehr viel Spaß über sein Gehabe mich zu vertreiben!
Zum Glück hatte ich die Tüte noch in der Tasche, und der Trick mit einem kleinen Stöckchen klappte auch dieses Mal perfekt.
Der kleine Wüterich hatte zudem noch Glück, dass er nicht weit vom Wasser entfernt war und ich dort auch schnell hin humpeln konnte. So musste er nur kurz in der Tüte verweilen.
Das Wasser war sehr flach und selbst von dort machte der Krebs immer noch reichlich Wirbel mit seinen Zangen, einfach zu schön.
Natürlich machte ich wieder ein paar Bilder von dem Krebs der ca. 1cm größer war als der vor zwei Wochen.


Ein paar Meter weiter traf ich dann noch diese Schnecke, im Vergleich zu dem Krebs war sie völlig friedlich.
Nach dem Foto brachte ich sie schnell zurück zur Wiese, da sie sonst von einem ankommenden Auto vermutlich überfahren geworden wäre.

So hatte ich einen erfüllten Morgen, da ich zwei kleine Seelen in Sicherheit bringen konnte.
So was macht mich glücklich!
An einem anderen Morgen mit wunderschönem Wetter war ich wieder auf dem Ruhtalweg zur Reha-Klinik mit dem „Turbo-Pfau“ unterwegs.

Aus der Ferne hatte ich einen Reiher und eine Möwe jeweils auf einer Boje sitzend fotografiert, und einen weiteren Reiher im Wasser.
Leider ist die Bildqualität nicht so schön, da meine Knipskiste dort im Telebereich an ihre Grenzen gestoßen war.


Interessant waren auch die vielen Spinnweben im Gras anzusehen, die mit feinen Wassertröpfchen verziert waren.


Es ist einfach nur schön, morgens an der Ruhr entlang zu radeln und die Tiere zu sehen.
So nun komme ich aber auf den Punkt, hinsichtlich der Überschrift und des ersten Bildes in diesem Beitrag zurück.
Ich hatte bei einem der Termine in der Reha-Klinik nachgefragt, ob ich meine Oranje (Stehfahrrad) mal ausprobieren durfte, da ich ja auch auf einen Crosstrainer in der Muckibude trainiere.
Der Bewegungsablauf ist ja ähnlich, der Unterschied ist, ich kann mit Oranje auch fahren.
Die Therapeutin gab mir grünes Licht für mein Vorhaben.
Allerdings hatte sich anfangs der letzten Woche das Knie bzw. das ganze Bein wieder sehr unwillig gezeigt. Erst in der zweiten Hälfte besserte sich der Zustand ein bisschen.
Gestern war es dann so weit und ich hatte „Oranje“ die Treppe runter nach draußen bugsiert.
In der Muckibude kam ich mit dem Crosstrainer ja gut klar, um so mehr war ich überrascht, dass ich mich komplett schwer tat mit Orange zu fahren.
Der Bewegungsablauf auf „Oranje“ war doch nicht so vergleichbar wie der mit dem Crosstrainer.
Du meine Güte, wie morsch kann man denn nur sein!
Es erging mir ähnlich wie vor einigen Jahren, als ich mit Freunden zum Schlittschuhfahren war und ich auch frohen Mutes dachte übers Eis sausen zu können, wie früher.
In Wirklichkeit musste ich damals feststellen, dass meine Beine nicht mehr das taten, was im Kopf noch abgespeichert war.
Trotz des weitgehenden Versagens meiner Antriebseinheit machte ich mich zu einer kleinen Ausfahrt mit „Oranje“ auf den Weg.

Schön unrund und immer in einem leichten Gang hatte ich meine kleine Runde dann doch im Schneckentempo geschafft.
Interessant an der Geschichte ist, dass ich mit „Oranje“ genau einen Bewegungsablauf gefunden habe, der noch sehr, sehr viel Luft nach oben hat.
Ich werde den Physiotherapeuten davon berichten und hoffe, dass sie mir zustimmen werden, immer mal wieder mit „Oranje“ vorsichtig weiter zu üben.
Meine Güte selbst vor der OP hätte ich das sicherlich noch besser hinbekommen.
Es ist unglaublich, wie schnell man als älterer Mensch regelrecht zerfällt – einfach unfassbar!
Und ich habe ja nur ein neues Knie bekommen, wenn ich da an Unfallopfer mit mehreren schweren Verletzungen denke, möchte ich nicht wissen, wie lange und wie beschwerlich deren Genesungsweg dann ist!
Abends war ich noch mit dem „Flitzefix“ zu den Schafen hin, um mich noch mal zu bewegen, da ich von morgens bis zum frühen Nachmittag an einem Onlineseminar von der Rheuma-Liga teilgenommen hatte.

Ich bin gespannt, ob sich das Knie morgen nach meinem kleinen Fahrversuch mit „Oranje“ artig verhält.
Eine schöne Begebenheit hatte ich noch am Freitag.
Per E-Mail hatte sich Hr. Schaub von der Stadt Witten bei mir gemeldet.
Er ist der Koordinator des Stadtradelns in diesem Jahr gewesen.
In der Mail war zu lesen, dass kleine Präsente für mich als ehemaliger Stadtradeln-Star 2026 von Witten in seinem Büro bereit liegen würden.
Als ich im Büro angekommen war, wurde ich herzlich von Herrn Schaub und seiner Kollegin S. Bröker, die ich aus vergangenen Jahren noch gut kannte empfangen.
Es war eine nette Plauderei und ich bekam anschließend eine Urkunde, 2 Reflektoren-Bänder, eine coole Vorderlampe und alles konnte ich gut, in eine praktische Tasche verstauen, die sich an Fahrradgepäckträger anhängen ließ.


Darüber habe ich mich sehr gefreut.
Vielen Dank nochmal!
Kleines Update von heute Morgen!
Keine besonderen Vorkommnisse am Knie, es ist heute zwar wieder einer der nicht ganz so tollen Tage, ungefähr so wie Anfang der letzten Woche und da war ich aber nicht mit Orange unterwegs gewesen.
Heute ist mit Orange aber Pause, man soll ja nichts übertreiben.
Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße
Dagmar
