Erster Fahrbericht mit „Oranje“ – YES!

Hallo ihr Lieben,

jetzt haben wir doch tatsächlich schon den dritten Advent.
Ich hoffe es geht euch gut und eure Laune ist trotz des Corona-Wahnsinns nicht in den Keller gerutscht.

Letzte Woche hatte ich euch ja von meinem neuen Spaßmobil berichtet und euch noch nicht ganz verraten, um was es sich denn da für ein Fahrzeug handelt.

Also Trommelwirbel und Tusch!

Es ist ein RSUB von ElliptiGo, oder einfach erklärt ein Stehfahrrad oder Outdoor-Fitnessgerät mit dem man von A nach B kommt.


Kurz ein paar technische Details:
Rahmen /Alu
Gabel CroMo
8 Gang Kettenschaltung
mechanische Scheibenbremsen
27,5 Zoll Laufräder
Seitenständer
Spezielle Plattformpedale



Wichtiger Hinweis:
Der nachfolgende Fahrbericht ist nicht von Elliptigo bezahlt oder sonst wie gesponsert, das gleiche gilt für Firmen und Markennamen!

Jetzt fragt ihr euch vielleicht, welcher Teufel mich wieder geritten hat, mir so ein Fahrzeug zu kaufen!
Wie ihr ja wisst, fahre ich gerne mit BMX Rädern durch die Gegend.
Die einzigen Nachteile der BMX-Räder liegen darin, dass sie nicht für längere Strecken über 10 Kilometer für mich geeignet sind und auch in der Endgeschwindigkeit nicht besonders flott sind.
BMX haben ja keine Gangschaltung und sind so mit Singlespeed unterwegs.

Schon vor langer Zeit hatte ich mir andere Modelle von ElliptiGo, die die Bauweise eines Crosstrainers haben, im Internet angesehen.
Als dann irgendwann die Stehfahrräder zusätzlich angeboten wurden, kam ich ins grübeln, ob so ein Ding einen Nutzen für mich hätte.
In Witten gibt es den kleinen Laden „Extrawheel“ bei dem man solche Fahrzeuge mieten und auch kaufen kann.
Ich fragte bei dem Inhaber von Extrawheel nach, ob es möglich wäre eine kurze Probefahrt zu machen.
Gesagt getan, zwei der SUB-Modelle konnte ich Probe fahren, einmal das Grundmodell mit kleinen 20 Zoll Laufrädern und einmal die Mountainbike-Version mit Federgabel und dicken 27,5“ Mtb Reifen.

Allein von der Optik gefiel mir das Mountainbike schon viel besser als das Standartmodell.
Da ich ja meist auf Straßen und Radwegen fahre, machte die MTB-Bereifung aber nicht viel Sinn und das Sub mit den 20“ Reifen war mir auch im höchsten Gang zu langsam.
So bestellte ich mir die Rennradvariante unter den SUBs.
Es ist leichter als die Mountainbike-Version, da es mit einer starren Gabel ausgestattet ist und aufgrund der Größen Laufräder an Endgeschwindigkeit gegenüber den kleinen 20“ Laufrädern vom Grundmodell klar im Vorteil ist.

Falls ihr mehr wissen möchtet hier ist der Link zu Extrawheel:

https://www.extrawheel.de/

Jetzt aber zum Fahrbericht.
Am letzten Wochenende hatte ich mit meiner „Oranje“ das erste mal eine richtige Testfahrt um den Stausee unternommen.
Das Fahrrad fährt sich leicht, so dass man sich schnell an die stehende Position beim Fahren gewöhnt.


Beim Schalten muss man sich ein wenig konzentrieren, damit man sachte mit wenig Kraft in die Pedale tritt, um nicht die Ritzel der Gangschaltung vorzeitig zu schreddern, ist aber kein Ding und leicht umsetzbar.


Die mechanischen Scheibenbremsen funktionieren gut und sind nicht so „giftig“ in der Bremswirkung wie es bei hydraulischen Scheibenbremsen der Fall ist, die mit einer Einfingerbedienung schon voll reinhauen.
Der wesentlich längere Radstand im Vergleich zu einem BMX-Rad sorgt für eine gute Laufruhe und macht das einhändige Fahren sicher möglich.
Warum ich das erwähne, nun ja, bei mir läuft bei kaltem Wetter ständig die Nase und so muss ich regelmäßig zum Taschentuch greifen.
Beim BMX-Fahren ist das dann schon eine kleine Herausforderung mit dem einhändig fahren.
Das Vorderrad bekommt man auch ohne Schwierigkeiten angelupft, um z. B. nicht an jedem Bordstein absteigen zu müssen.
Natürlich ist das Fahren mit einem Stehfahrrad anstrengender als mit einem herkömmlichen Fahrrad.


Aber das soll ja auch so sein!
Man trainiert hier nicht nur hauptsächlich die Beinmuskeln, sondern der ganze Körper ist hier im Einsatz.
Es ist egal, ob man schnell oder gemütlich fährt, beides ist möglich und macht wirklich Spaß.
Haut man richtig in die Pedale, dann ist man mit der Oranje wirklich sehr flott unterwegs ohne dabei Angst zubekommen, da sie wie ein Brett auf der Straße liegt.
Auch die erste Fahrt mit Oranje zur Arbeit war ein Vergnügen, bei dem mir von Kopf bis Fuß schön warm geworden war.


Fazit:
Das war eine sehr gute Entscheidung für mich!
Ich kann meine Oranje nur weiter empfehlen.
Besonders für Leute, die wie ich mit den Knien und auch mit der Halswirbelsäule Probleme haben, ist das ein tolles Fahrzeug und oder Fitnessgerät.
Leider ist die Anschaffung nicht ganz billig, deshalb und auch aus Platzgründen hatte ich meinen grünen Sportroller dafür vorher verkauft.


Beim Fahren mit dem Roller hatten meine morschen Knie immer mal wieder schmerzhaft protestiert.


Im weiteren Verlauf der Woche war das Wetter leider nicht mehr geeignet, um mit meinem neuen Spaßmobil zur Arbeit zu fahren.
Teilweise war das schönste Glaseis auf den Straßen mit richtigen Eisblumen zu sehen.


Daher war ich abwechselnd mir Dirty und dem Möchtegern Mountainbike zur Arbeit gefahren.


An einem Morgen wurde die Bochumer Uni nach Sonnenaufgang in schönem Nebel gehüllt, da musste ich doch mal eben schnell die Kamera aus dem Fenster halten.





Abschließend ist hier ein Bild von Franzi.
Leider hatte sie sich überraschend am letzten Donnerstag auf den Weg in den Schafshimmel gemacht.
Sie war über 10 Jahre alt geworden und hatte ihr ganzes Leben bei mir verbracht.
Ich vermisse sie sehr!
Sie war eine kleine fröhliche und super nette Schafslady und hatte mich immer direkt am Tor abgeholt, wenn ich kam.





Ich wünsche euch einen schönen 3. Advent.

Liebe Grüße
Dagmar

Veröffentlicht von rosarote Fahrradkurbel

Von A nach B mit meinen Drahteseln.

8 Kommentare zu „Erster Fahrbericht mit „Oranje“ – YES!

  1. Hallo Daggi !
    Das tut mir wirklich sehr leid das du dich von Franzi verabschieden musstest .
    Herzlichen Glückwunsch zu deiner neu Anschaffung,das Rad sieht toll aus,wenn ich Mal bei dir bin musst du mich Mal fahren lassen😀. Ich wünsche dir auch einen schönen dritten Advent.🙋

    Gefällt 1 Person

    1. Hi Martina,
      danke für dein Mitgefühl, ja so ist das, wenn man inzwischen ein Altersheim für Schafe hat.
      Von den 13 verbliebenen Wollknäulen werden in naher Zukunft noch 7 Weitere sich auf den Weg machen, einfach weil ihre Lebensuhr langsam abläuft. Nicht schön, aber es ist der Lauf der Dinge.

      Jetzt aber zu dem neuen fahrbaren Untersatz.
      Es wäre sehr schön, wenn wir uns endlich mal wieder sehen würden und dann kannst gerne eine Probefahrt mit Oranje machen.
      Liebe Grüße auch an Stefan.
      Dagmar

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