Radtour zum Terra Zoo



Hallo ihr Lieben,

Am letzten Sonntag war es soweit, Rudiline (kurz Rudi) sollte in den Terra Zoo in Rheinberg umziehen.
Rudi ist eine große Rotwangenschildkrötendame , die ich im Jahr 1999 als Fundtier bei mir aufgenommen hatte. Sie war mitten im Winter ausgesetzt worden und mit schlimmen Erfrierungen in einer Tierarztpraxis abgeben worden.


Im Laufe der Jahre waren insgesamt fünf Wasserschildkröten auf diese oder ähnlich Weise bei mir gelandet.
Bis vor ca. 2 Jahren war die gemeinschaftliche Haltung der Schildkrötendamen auch kein Problem.
Leider kam es dann aber immer häufiger zu Auseinandersetzungen unter den inzwischen erwachsenen Tieren und so waren schon die ersten drei Schildkröten im letzten Jahr in den Terra Zoo per Autofahrt umgesiedelt worden.


Es waren so nur noch zwei Schildkrötendamen (Romi und Rudi) übrig, die sich bisher nicht gebissen hatten.
Der Friede war aber auch hier nur von kurzer Dauer und so musste Rudi auch zum Terra Zoo umgesiedelt werden.
Eigentlich sollte das auch schon am 15 Juni erfolgt sein, aber als Stadtradeln Star durfte ich ja während meiner Amtszeit auch nicht als Beifahrer im Auto sitzen und so musste ich das private Autotaxi abbestellen.

Das 9 Euroticket hatte mich dann dazu bewegt, es selbst in die Hand zu nehmen.
Und so fuhr ich mit Lorri und Rudi als Passagier zum Bo-Langendreer Bahnhof um mit der S-Bahn bis nach Mühlheim an der Ruhr zu fahren. Ursprünglich war zwar Duisburg geplant, aber die Stadt war wegen eines Marathonlaufes an den Tag rund um den Bahnhof dicht gewesen.

Auf dem Bahnsteig hatte sich dann noch nebenbei der Fahrradständer plötzlich verabschiedet.





In Mühlheim angekommen ging es dann in Richtung Rhein zur Fähre und am anderen Rheinufer weiter bis zum Terra Zoo.




Der freundliche Mitarbeiter nahm Rudi entgegen und erledigte den Papierkram, während ich durch den Terra Zoo schlendern durfte.
Der Terra Zoo ist nebenbei auch eine Auffangstation für Reptilien.


Hier stranden dann Tiere, die vorher als Ware über den Ladentisch gegangen waren (z.B.Wasserschildkröten) oder aus sonst aus unmöglichen Haltungen stammen.



Ein sicherlich ebenfalls trauriges Schicksal hatte dieses Krokodil hinter sich, ihm fehlte die Hälfte des Oberkiefers.


Leider sind die meisten Menschen nicht fähig mit eine Schlangen oder einem Krokodil in irgend einer Weise Mitleid zu empfinden.

Da ich ja schon häufiger im Terra Zoo war, zog es mich natürlich wieder zu den riesigen Landschildkröten hin.
Manchmal dürfen sie im ganzen Zoo frei herumlaufen, dieses mal waren sie aber in ihren Gehegen, vermutlich wegen einer Kindergeburtstagsfeier.
Als ich meine Kamera ins Gehege hielt „stürmten“ zwei dieser liebenswürdigen Geschöpfe gleich darauf hin zu.


So sind die witzigen Nasenfotos entstanden.
Danach bekamen sie natürlich auch ihre Streicheleinheiten, woraufhin ihre Hälse immer länger wurden. Einfach herrlich!

Ich hatte auch noch die Gelegenheit eine junge Pythonschlange zu streicheln, sie lag auf den Armen eine Pflegerin.
Zum Schluss bezahlte ich noch die Aufnahmegebühr von 360 Euro für Rudi.
Es ist deshalb so teuer, weil leider die armen Rot- und Gelbwangenschildkröten als sogenannte invasive Arten gelten.
Es gibt sie massenhaft, weil sie alle mal als kleine Schildkrötenbabys für wenig Geld über die Ladentheken der Zooläden gegangen waren und nun sind sie als Erwachsene zu Problemtieren geworden.
Zum Glück dürfen sie heute nicht mehr an ahnungslose Verbraucher verramscht werden.

Auf der Rückfahrt wollte ich auf jeden Fall am Rhein entlang radeln.


Auf einer Bank im Schatten konnte ich gemütlich ein Picknick halten und den vorbei fahrenden Schiffen zusehen und zu hören.
Ich finde das Geräusch der großen Schiffsdieselmotoren einfach nur schön.


Leider musste ich aber weiter, weil ja noch einiges an Kilometern vor mir lag.
Beeindruckend waren auch die beiden großen Rheinbrücken. Eine für die Autos und die ältere für die Eisenbahn (Haus-Knipp-Eisenbahnbrücke, Länge 767m).


Bei der Überfahrt auf der Beeckerwerther Brücke (A42, Länge 1013m) hatte ich die kleine bunte Lorri mit ins Bild genommen, dadurch könnt ihr sehen wie riesig die Brücke tatsächlich ist.




Als ich im Duisburger Hafen angekommen war bog ich auf den Ruhrtalradweg in Richtung Heimat ein.







Irgendwann kam ich dann auch an der imposanten Mintarder Brücke vorbei, laut Internet ist sie 65 Meter hoch und hat eine Gesamtlänge von 1830 Metern.




In Bochum-Dahlhausen hatte ich die kleine Schwimmbrücke auch noch fotografiert.

Am Baldeney See war ich durch eine in sich gewundende Abfahrt von einer Brücke so irritiert, dass ich in die falsche Richtung abgebogen war und so nicht Flußaufwärts sondern wieder in Richtung Staumauer des Sees gefahren war.
Den Irrtum bemerkte ich erst, als ich schon die Staumauer sehen konnte. Ich hatte wohl doch schon ein bisschen zu viel Sonne abbekommen.
Durch diese unfreiwillige Umrundung des Baldeney Sees hatte ich mit Lorri an diesem Tag etwas über 100 Kilometer zusammen gefahren.

Abends um 20.45 Uhr war ich zu Hause angekommen.
Nach einer ordentlichen Mütze voll Schlaf ging es mir am nächsten Morgen überraschend gut.

Kurz noch zum letzten Samstag, da war ich seit längerer Zeit mal wieder zu dem kleinen Skatepark in Wetter gefahren und hatte mit dem grünen Glöckchen ein bisschen Spaß gehabt.




Ich wünsche euch einen schönen Brückentag

Liebe Grüße
Dagmar

Veröffentlicht von rosarote Fahrradkurbel

Von A nach B mit meinen Drahteseln.

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