Das Mopsknie ist operiert!

Hallo schön dich hier zu haben!

Die Kniespiegelung vom Mopsknie habe ich glücklicher weise hinter mich gebracht!
Natürlich konnte es dieses Mal auch nicht ohne Pannen bzw. traurige Zwischenfälle und einen schmerzlichen Ausfall von einem der Ersatzschafhüter gehen.
Der erste traurige Zwischenfall war die Blauzungenkrankheit, die Stoffi einfach dahin gerafft hat.
Besonders traurig ist, das Stoffi noch locker 10 Jahre hätte älter werden können, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre!
Dieses Drama wird sich bei dem ebenfalls erkrankten Pim wohl fortsetzen. Schlimmer geht eben immer, er ist erst etwas über 2 Jahre alt!
Links ist Stoffel, rechts der blinde Pim!

Den schmerzlichen Ausfall (heftiger Hexenschuss) betrifft meinen älteren Sohnemann.
Gleich als er an seinem ersten Tag als Schafshüter einspringen wollte, hatte ihn der Hexenschuss außer Gefecht gesetzt (Ende offen).
Zum Glück habe ich ja vier Ersatzschafshirten in meine Planung mit einbezogen, sodass mein lieber Freund und meine liebe Freundin eingesprungen sind.
Es ist wirklich Gold wert, wenn man ein paar verlässliche Menschen um sich hat!

Nochmal zurück zum Mopsknie.
Bei dem ersten Kontrolltermin wurde die Drainage gezogen. Zu meiner positiven Überraschung tat das kaum weh und ich hätte nicht gedacht, dass das Schlauchende was im Knie steckte, mehrere cm lang war!

Damit dieser trübe Beitrag nicht ganz depressiv wird, gibt es mich jetzt im OP-Hemdchen und Mützchen zu sehen, ein echter Hingucker!
Es darf gelacht werden!


Interessant wurde es, als der Arzt mir die Bilder von der Kniespiegelung zeigte.
Gesunde Gelenkknorpel sehen wie weißes Porzellan aus, schön glatt und glänzend.
In meinem Mopsknie sah es so aus, als ob jemand geblichenes und viel zu lang gekochtes Gulasch hinein geschüttet hätte. Nur faseriges und ausgefranstes Zeug war zu sehen. Auch die sogenannten Knochenglatzen (kein Knorpel mehr auf dem Knochen vorhanden) sahen gruselig aus, das reinste Trümmerfeld!
Im Nachhinein wundere ich mich, dass ich mit diesem Totalschaden, mit dem Mopsknie überhaupt noch laufen und Fahrradfahren konnte.
Erfreulich ist aber, dass ich keine nennenswerten Schmerzen hatte und habe, obwohl ich inzwischen keine Schmerzmedikamente mehr nehme.
Blöd ist allerdings, dass ich aufgrund der aufgetackerten Knochenglatzen 4 bis 6 Wochen das Bein nur mit etwa 20 kg belasten darf!
Durch das Auftackern der Knochenglatze soll der Knochen eine Art Wundheilung durchführen, die im besten Fall dann eine knorpelähnliche Schicht bildet. Unterstützt soll das dann durch weitere Therapien (dazu demnächst mehr).

Jetzt ist das Mopsknie hübsch verpackt und wird regelmäßig schön mit einer speziellen Bandage mit austauschbaren Kühlpads abgekühlt, eine Wohltat bei diesem Wetter.


Um das ganze Desaster perfekt zu machen, ist noch zu bemerken, das ein weiterer Krankenhausaufenthalt meiner Mutter mit ungewissem Ende hinsichtlich einer guten Genesung auch noch vorhanden ist.




Das ist der aktuelle Stand der Dinge, es kann eigentlich ja nur besser werden!


Liebe Grüße
Dagmar






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Verschoben ist nicht aufgehoben!

Hallo nett das du vorbeischaust!

Als Erstes möchte ich dir diesen T-Rex nicht vorenthalten, er steht in Originalgröße im Einkaufszentrum Ruhrpark in Bochum.


Das Besondere an ihm ist, dass er mit 3D-Druckern hergestellt wurde.
Mein lieber Arbeitskollege Mike arbeitet im Zweitjob in der entsprechenden Firma.
Am letzten Montag hatte ich dem Hauptgewinn die Sporen gegeben, damit ich auf dem Weg zur Arbeit kurz einen Abstecher dorthin machen konnte.
Wirklich beeindruckend, was man mit so einem 3D-Drucker alles machen kann!
Unter diesem Link kannst du ein interessantes Video zu diesem T-Rex ansehen.
https://www.youtube.com/watch?v=_GfQG8WMeD4

Nun zu dem leidigen Thema „OP-Mopsknie“
Jaaaah, es kommt immer anders, als man denkt!
Meine OP wurde wegen des gebrochenen Arms der Anhästisitin ganz kurzfristig abgesagt.
An dieser Stelle unbekannterweise gute Besserung!

Somit war die gesamte Planung vergebens, da der neue Termin voraussichtlich erst am 12. August erfolgen soll.
Also alles wieder von vorne!
Zum Glück steht die neue Planung dank meiner lieben Ersatzschafshüter für die ersten 3 Wochen nach der OP schon wieder auf sicheren Füßen.
Vielen Dank, wenn ich euch nicht hätte!!!



Ein Gutes hat es zumindest, ich konnte mein zukünftiges Behindertenfahrzeug den „coolen alten Knochen“, da ist der Name jetzt Programm (ehemaliges 24“ BMX, umgebaut zum Reha-Laufrad) ausprobieren.


Grundsätzlich funktioniert das Ding, aber mit der Sitzposition hapert es noch einwenig.
Der dickgepolsterte Sattel aus meinem Fundus eignet sich überraschend nicht dafür.
Ich werde, wenn die passende Sattelstütze da ist, einen Einradsattel (ebenfalls aus der Kramkiste) darauf montierten, das sollte den Fahr- bzw. Laufkomfort steigern.
Zusätzlich habe ich am Vorderrad noch sogenannte Pegs aus meiner „Klamottenkiste“ angeschraubt, damit ich bequem meine Füße aufstellen kann, wenn es bergab geht.
Es hat manchmal eben auch Vorteile, wenn man alles verwahrt!


Dann sitze ich wie ein Easy Rider auf seinem Chopper darauf!
Mal schauen, ob das funktioniert.

Des Weiteren versuche ich so mobil wie möglich zu bleiben und meine Gehfähigkeit zu steigern, indem ich mit meinen „Krückis“ meist zu Fuß zu den Schafen laufe.
Auf dem Hinweg (bergauf) ist das in der Regel kein Problem, aber auf dem Rückweg wird mein Gangbild mit jedem Schritt immer schlechter, sodass die „Krückis“ gute Dienste leisten.

Am Anfang hatte ich selbst bei strahlendem Wetter zur Tarnung nur den Regenkrücki (glücklicher Fund auf dem Sperrmüll) benutzt, inzwischen ist die Eitelkeit aber gewichen und ich nehme den Luxuskrücki bei schönem Wetter mit. Der Handgriff bei dem Luxusgehstock ist bequemer als beim Regenkrücki. Und da ich ja inzwischen auch die echte und glückliche „Oma“ von Nelli geworden bin, brauche ich mich auch nicht schämen einen Gehstock zu benutzen.



Mit den blauen Krückis übe ich auch schon, damit ich nicht ganz so hinfällig in der ersten Woche nach der OP sein werde.




Als Kontrastprogramm habe ich ja noch meine Spaßräder!
Erstaunlicher weise macht sich das Mopsknie beim Radeln nach wie vor deutlich weniger bemerkbar!
Ich war sogar mal kurz mit dem grünen Glöckchen unterwegs und auch Oranje, Joffrey, und das 36er Einrad kamen an die Luft.


Der halbe Hahn und meine schöne Penny, parken allerdings schon seit Ewigkeiten ungenutzt in der Ecke.


Mal schauen, ob sich das bis zum 12 August noch ändert.
Das ist im Moment der Stand der Dinge!

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag


Liebe Grüße
Dagmar



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Längste Pause!

Hallo, nett dass du vorbei schaust!

Meine Güte, eine so lange Pause zwischen den Beiträgen hat es seit Bestehen der rosarotenfahrradkurbel.com noch nie gegeben!

Privat verändert sich gerade vieles, da meine Eltern beide nun die Hilfe von meiner Schwester und mir benötigen.
Irgendwann nimmt das Alter die Kraft zur Selbstständigkeit, leider ist das so.

Heute ist aber mal etwas Zeit vorhanden und das Wetter mit ergiebigen Dauerregen ist wenig einladend, um nach draußen zu gehen.



Der Countdown zu meiner Kniespiegelung am 15. 07. 2024 ist auch im vollen Gange.
Die „To do Liste“ bis zu meiner vorübergehenden Invalidität nach der OP ist noch nicht ganz abgearbeitet.
Das ist ein weiterer Grund für die lange Schreibpause.

Trotzdem hatte ich zum Glück ab und zu die Kamera unterwegs mit dabei gehabt, die Bilder streue ich zwischendurch zur obtischen Verchönerung in diesen Beitrag ein!

Das betreffende Mopsknie hat bisher überraschend gut durchgehalten (Schafe scheren etc.).
Würde mir jemand garantieren, dass der jetzige Zustand des kaputten Knies so bliebe, würde ich die OP wahrscheinlich sogar abblasen.
Vermutlich spielt bei dem Befinden der morschen Antriebseinheit das blöde Rheuma und auch das Wetter eine entscheidende Rolle!
Beim Laufen von mehreren Kilometern werde ich jedoch immer wieder daran erinnert, dass ich ein Mopsknie habe.

Ich habe aber schon ein neues Fahrzeug sozusagen „entschraubt“, damit ich nach der OP möglichst schneller als mit Krücken unterwegs sein kann.
Es handelt sich um den umgebauten „alten Knochen“.
Das 24“ BMX-Rad hatte ich wochenlang bei den Kleinanzeigen inseriert, weil ich ja aufgrund der ganzen Neuzugänge in der letzten Zeit ein Platzproblem habe.


Irgendwie war ich im Internet auf Laufräder für Erwachsene mit Handycap gestoßen.
Diese Rehafahrzeuge sind ab ca. 400 Euro und weit darüber zu bekommen und damit sündhaft teuer, wenn man überlegt, dass es sich eigentlich um „nicht fertig gebaute Fahrräder“ handelt.
Schlagartig viel mir der „alte Knochen“ dabei ein!
Ein BMX-Rad fährt man ja für gewöhnlich im Stehen auf den Pedalen, dadurch ist die Geometrie auch perfekt für ein Laufrad geeignet.
Also habe ich bei dem BMX-Rad die komplette Kurbel mit Kettenblatt abgeschraubt und die Kette entfernt.
Anschließend habe ich in meinem Fundus einen schön gemütlichen und gut gepolsterten Sattel heraus gekramt und ihn gegen den harten BMX-Sattel ausgetauscht. Die Sattelstütze war zum Glück lang genug und so habe ich im Handumdrehen ein perfektes Invaliden-Fahrzeug für meine Reha „entschraubt“!
Die Kleinanzeige habe ich daraufhin natürlich sofort gelöscht.
Was für ein Glück das keiner der Interessenten, für die ich das Fahrrad sogar reserviert hatte, zuverlässig in ihren Zusagen waren.
Ich werde von dem Einsatz meines Rehamobils hier berichten.

Der Hauptgewinn war auch schon öfter im Einsatz, um genügend Futter für die Wollmäuse zu bunkern, damit meine Jungs es möglichst leicht haben die Wollmäuse in der ersten Zeit nach der OP, stellvertretend für mich, versorgen zu können.
Mit dem Fahrradanhänger kann man locker Sachen transportieren, wo so mancher Kleinwagen vielleicht an seine Grenzen stößt.

Letzte Woche hatte ich mir eine kleine Auszeit auf dem 36er Einrad gegönnt, auch dabei hatte ich weniger Probleme mit dem Mopsknie als beim Laufen. Das ist schon irgendwie verrückt.
Dabei hatte ich mal wieder die Kamera dabei gehabt.
Sorry – das Selfie mit dem 10 Sec. Selbstauslöser ist natürlich etwas gruselig geworden!

Vor ein paar Tagen war ich sogar mit dem „grünen Glöckchen“, meinem Liebings BMX-Rad, seit Ewigkeiten das erste Mal wieder zur Arbeit gefahren, was für ein Vergnügen und auch da hat das Mopsknie weniger Einwände gehabt, als wenn ich zu Fuß die insgesamt nur ca. 4 km zur Wiese hin und zurück gehe.
Hier ein paar Archivaufnahmen von dem coolen BMX.

Als die rote Liesbett noch in meinem Wohnzimmer wegen des Platzmangels geparkt war, fiel vom Fenster her eines Morgens das Licht schön auf Details des Hinterrades.
Daraufhin stellte ich meine Kaffeetasse erst mal ab und hatte mit der Kamera ein bisschen herum experimentiert.
Welches der drei Bilder findest du am besten?




Ich wünsche dir einen schönen Sonntag

Liebe Grüße
Dagmar





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Wo soll das nur hinführen, es lebe das Chaos!

Hallo, nett dass du vorbei schaust!

Meine Gesundheit ließ in der letzten Zeit, sehr zu wünschen übrig und endete in einem für mich ungewöhnlich heftigen grippalen Infekt mit bis zu 39,6 °C Fieber, letzte Woche.
Inzwischen erhole ich mich langsam davon.

Meine Schafe müssen alle noch geschoren werden, das Mopsknie ist zum Glück nicht schlimmer geworden. (Heute ist Samstag vor Pfingsten)
Natürlich ist jetzt, wo es mir wieder besser geht das Wetter sehr unbeständig und ich hoffe, dass ich die Regenpausen für das Scheren der Wollmäuse groß genug bleiben werden.


Um die chaotische Einleitung zu diesem Beitrag zu vervollständigen und auf das eigentliche Thema dieser Website zurückzukommen, es ist noch die „rote Liesbett“ hinzugekommen.
Ich konnte einfach nicht widerstehen!

In den Kleinanzeigen bin ich auf sie gestoßen.

Für ganze „20 Euro VB“ wurde sie angeboten!
Die „rote Liesbett“ ist ein wunderschönes Damenfahrrad mit Schwanenhalsrahmen von der Marke Rabeneick.
Sie hat meine Lieblingsgangschaltung (7 Gang noch von Sachs), die ohne zu murren funktioniert.
Sie wurde zum Glück in einem Keller aufbewahrt und so hat sie nur an manchen Schräubchen ein bisschen Flugrost und nur wenige Gebrauchsspuren.
Die Muffen an dem Stahlrahmen sind besonders hübsch, da sie sich zu den Rohren hin etwas verjüngen. Hinzu kommt noch die schmucke Lackierung!


Sie hat hochwertige Alufelgen und auch das Licht funktioniert noch mit einem Seitenläuferdynamo. Weitere Luxusgüter dieses Sondermodells sind ein kippsicherer Doppelständer und der vordere Korb.
Nach weiteren Recherchen im Internet und der verbauten Anbauteile (Bremse, Lichtanlage usw.) müsste sie, in den 90er Jahren gekauft worden sein und ist so gesehen schon locker um die 30 Jahre alt.

Das einzige Problem ist, dass die „rote Liesbett“ aus Platzmangel im Moment in meinem Wohnzimmer geparkt ist.



Gott ich bin ein Fahrrad-Messi, wo soll das bloß noch hinführen?

Ein bisschen Sinn macht der Fahrradwahnsinn dennoch, da ich meinen Fuhrpark auf mein Alter und dem maroden Gesundheitszustand anpassen möchte.
Ich werde mich von ein paar Spaß-Rädern trennen müssen, da ich auch nach der Knie-OP am 15 Juli höchst wahrscheinlich nicht so schnell wieder mit einem BMX zur Arbeit fahren kann.
Das „grüne Glöckchen“ und „Grete“ bleiben aber auf jeden Fall bei mir.
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!


Und damit ich deshalb nicht ganz in eine Depression verfalle, muss ich mir ein paar Trostpflaster verpassen!
Und da ich sogar bei der „roten Liesbett“ noch 2 Euro Rabatt bekommen habe, sie also für 18 Euro „geschenkt“ bekommen habe, ist dass doch wirklich sehr schön!

Der Ersatzkübel ist übrigens auch startklar!
Ich habe einfach das Hinterrad mit der 7 Gangschaltung von der Reha-Kutsche mit dem des Ersatzkübels mit der 3 Gangschaltung ausgetauscht. Das Gleiche habe ich mit den Lenkern und Reifen gemacht und siehe da jetzt habe ich zwei voll funktionierende Kübel.


Die Reha-Kutsche gehört jetzt zu den Fahrrädern, von denen ich mich trennen werde.
Irgendwie komme ich gar auch nicht mehr zum Fotografieren, deshalb sind nur ein paar ältere Bilder zum Aufhübschen in diesem Beitrag eingefügt.

Ganz nebenbei läuft hier in Witten das Stadtradeln.
Die Stadt Witten hat in diesem Jahr erneut keinen Stadtradeln-Star, was ich sehr schade finde. Immerhin sind insgesamt 80 Teams in Witten gelistet.

Laut Wetterbericht gibt es heute (Pfingstmontag) immerhin längere trockene Abschnitte am Tag, dann kann ich meine letzten 3 Wollmäuse von ihrer Haarpracht befreien. Die anderen 4 Wollmäuse sind inzwischen frisch frisiert, die Regenpausen waren zum Glück lang genug gewesen.
Ich wünsche dir noch einen schönen Pfingstmontag.

Liebe Grüße
Dagmar





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Ersatzkübel, blaue Lotte und Superschnäppchen oder kurz Fahrradschwemme, du meine Güte!



Hallo, nett das du bei mir zu Gast bist.


Im letzten Beitrag hatte ich meine Citybikes, so gut es ging vermessen.
Dabei hatte sich herausgestellt, dass der von mir meist genutzte Kübel besondere Rahmenwinkel hat.
Der Kübel ist von der Fahrradmarke Columbus und ich könnte dort tatsächlich noch ein neues Fahrrad mit dem gleichen Rahmen kaufen.
Blöd ist nur, dass ich dafür mindestens 899 Euro bezahlen müsste und dabei nur eine 3 Gang Nexusschaltung von Shimano bekommen würde.
Erhältlich ist beim Konfigurator nur noch eine 7 Gang Nexusschaltung, mit Pannensicheren Reifen wäre der Preis laut Konfigurator dann schon bei über 1000 Euro.
Die 7 Gang Nexusschaltung ist aber in der Übersetzung wesentlich kleiner als die gute alte 7 Gang Nabenschaltung von Sram (ehemals von Fichtel & Sachs).

Übersetzung in Prozent laut Internet-Info
Shimano Inter7: 244%
Sram S7: 303%
Shimano Nexus 3: 186%

Der Kauf eines neuen Kübels wäre für mich also nicht zufriedenstellend.
Also habe ich in den Kleinanzeigen im Internet gezielt nach einem Tiefeinsteiger von Columbus gesucht. Und tatsächlich waren vier dieser Fahrräder in erreichbarer Nähe zu finden. Zwei hatten eine Federgabel, darunter auch ein richtig gut erhaltenes Exemplar.
Weil bei der Rehakutsche sich gerade die lange Federgabel aber, wegen der zu aufrechten Sitzposition als Nachteil herausgestellt hatte. Waren diese zwei Fahrräder aus dem Rennen.
Übrig blieben die zwei anderen, eins davon hatte auch die gute 7 Gang Schaltung von Sram, war aber leider bei der Besichtigung ein totaler Flop!
Das Ding war ziemlich abgerockt, ähnlich wie mein Kübel, und der Preis, den der Verkäufer dafür haben wollte, erschien mir dann doch zu hoch. Es war wohl ein ehemaliges Behördenfahrrad gewesen und hatte damit wohl viel draußen herum gestanden.
So blieb nur noch das eine Fahrrad übrig, leider nur mit einer 3 Gangschaltung von Sachs.
Um es abzukürzen, ich habe dieses Fahrrad für einen guten Preis genommen. Der Ersatztkübel hat zwar auch ein paar Gebrauchsspuren, ist aber insgesamt in einem akzeptabelen Zustand.
Ich habe ja von Schrotti noch das ausgetauschte Hinterrad mit der guten 7 Gangschaltung.
Wenn ich wieder flüssig bin, werde ich diese Schaltung überholen und mit neuem Fett versehen lassen und anschließend mit der 3 Gangschaltung vom Ersatzkübel austauschen lassen.
So ist zumindest der Plan!


Für dieses Unterfangen wird es allerdings sehr schwierig sein einen Fahrradmechaniker zu finden, der überhaupt noch ein Hinterrad Einspeichen kann und auch will!
Drücke mir mal die Daumen, dass das klappt!

Bei der Suche nach dem Ersatzkübel in den Kleinanzeigen waren mir aber noch zwei weitere Fahrräder aufgefallen.
Bei der blauen Lotte war ich gleich wieder hin und weg.
Sie ist ein Stahlross mit einem gemufften schönen Schwanenhalsrahmen, so wie es bei der Düssellady der Fall ist.
So was ist ja heute nur noch selten zu sehen, da die meisten Fahrräder heute ja einen Alu-Rahmen mit dicken Rohren haben.

Kurzer Ausflug in die Materialkunde:
Dazu habe ich mal das Fachbuch „Fachkunde Fahrradtechnik“ vom Verlag Europa-Lehrmittel Nr. 22917 zur Hilfe genommen.
Da es sonst etwas kompliziert ist zu erklären, warum Alurahmen dicke Rohre haben und Stahlrahmen mit filigranen Rohren zurechtkommen.

Spezifisches Gewicht / Dichte.
Alu~ 2,7 kg/dm3 (leicht) – Stahl~ 7,8 kg/dm3 (schwer)

E-Modul
Alu bis 70000 N/mm2 (niedrig) – Stahl~ 210000 N/mm2 (hoch)
Ausschnitt – Zitat aus dem oben erwähnten Fachbuch:
Je größer der Wert des Elastizitätsmodul,

  • desto weniger dehnt sich der Werkstoff
  • desto steifer ist er
  • desto größer ist sein Widerstand gegen Verformung

Steifigkeit ist nicht mit Festigkeit zu verwechseln. Die Festigkeit ist ein Maß für die ertragbaren Belastungen eines Werkstoffes.
Als Grenzwert wird meist die Streckgrenze Re angegeben.
Die Steifigkeit eines Bauteils hängt von dem E-Modul und von der Größe und Form der Querschnittsfläche ab.

Auf „deutsch“ übersetzt heißt das:
weiteres Zitat aus dem Fachbuch:

Der gegenüber Stahl um ⅔ geringere E-Modul kann durch voluminöse Auslegung der Bauteile ausgeglichen werden.

  1. Soll ein Stahlrohr mit 28,6 mm Durchmesser und 0,6 mm Wandstärke durch ein Aluminiumrohr ersetzt werden, so müsste es bei gleichem Durchmesser eine Wandstärke von 2,1 mm aufweisen, um auf die gleiche Steifigkeit zu kommen. Das Aluminiumrohr ist dann etwa um 13% schwerer als das Stahlrohr.
  2. Wird der Rohrdurchmesser des Aluminiumrohres auf 40 mm erhöht, so hätte es bei einer Wandstärke von 0,65 mm die gleiche Steifigkeit wie das 28,6er Stahlrohr und wäre 48% leichter.

    Ich hoffe, es ist verständlich geworden, warum die Rohrdurchmesser bei Alu- und Stahlrahmen so unterschiedlich sind.

Also weiter im Text, wo war ich stehen geblieben?
Ach ja, bei der blauen Lotte war ich hängen geblieben.
Das Fahrrad hatte wohl ewig und vergessen in der Garage gestanden und war dementsprechend verstaubt.
Nachdem ich das Schätzchen für einen wirklich günstigen Preis erstanden hatte, wurde erstmal der Staub zu Hause abgewischt. Und der Lenker und Sattel eingestellt.
Die blaue Lotte ist mit einer 5 Gang Nabenschaltung von Sachs ausgestattet, die noch voll funktionstüchtig ist und mit einer Übersetzung von 225% nahe an der 7 Gang Nexusschaltung dran ist.
Durch ein großes Kettenblatt an der Tretkurbel lässt sie sich auch durchaus zügig fahren.

Der Hauptgewinn mit dem Anhänger hatte mir die Transporte möglich gemacht.
Denn es waren da durchaus mal knapp 20 Kilometer Entfernung zurück zulegen.

Das zweite Fahrrad war für tatsächlich ganze 30 Euro angeboten worden.
Deshalb war der Name für dieses Fahrrad gleich klar.
Das Superschnäppchen war somit noch um 5 Euro günstiger als Schrotti seiner zeit.
An dem Fahrrad sind nur geringe Gebrauchsspuren zu sehen und überhaupt kein Rost!
Dazu hat das Superschnäppchen noch eine 7 Gang Schaltung von Fichtel und Sachs, intakte Reifen, selbst das Licht mit Seitenläuferdynamo geht noch.


Zum Glück konnte ich Granni inzwischen ohne Verlust weiterverkaufen.
Sie radelt jetzt mit einer Dame an einem Campingplatz umher.
So ist zumindest ein Stellplatz wieder frei geworden.



Der Ersatzkübel wurde bei den Schafen im Garten ausgelagert und das Superschnäppchen parkt noch immer im Wohnzimmer!

Für drei intakte Fahrräder habe ich insgesamt 180 Euro investiert, dass kann sich doch sehen lassen!



Mein Gott wohin soll das noch führen!

Wie es in meinem Fahrrad-Chaos weiter geht wirst du im nächsten Beitrag erfahren.

Schönen Sonntag
Dagmar





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