Bei der heutigen Mülltour bin ich die Strecke abgefahren, die ich gestern als Rückweg genommen hatte. Meine Vermutung, dass ich wieder einen Müllsack voll bekommen würde, hatte sich nach der Hälfte des Weges schon bestätigt.
Hinter mehreren großen Wahlplakaten bin ich auf die Überreste einer „Grillparty“ gestoßen. Nach dem Aufräumen musste ich schon umkehren, da nichts mehr in meinen Müllsack hineinpasste.
Außerdem bin ich auf eine üppige Müllansammlung auf einem Parkplatz aufmerksam geworden, die für mein „Müllfahrzeug“ nun eindeutig zu viel war. Die Fotos habe ich an das Betriebsamt gleich weitergeleitet. Ich bin gespannt, wie es da weitergeht und hoffe das dieser Zustand schnell behoben wird.
Nachmittags hatte ich meinen Hauptgewinn gesattelt und war schön gemütlich zum Apfelkuchen essen nach Durchholz gefahren. Auf dem Rückweg hatte ich anschließend noch meine Schafe besucht.
der erste Tag vom Stadtradeln ist vorbei und obwohl ich heute mehrere Stunden unterwegs war, ist meine heutige Kilometerleistung doch eher gering ausgefallen.
Der Grund hierfür ist meine neue Freizeitbeschäftigung, den Müll der heutigen Freizeitgesellschaft aus unserer eigentlich schönen Landschaft einzusammeln.
Heute habe ich hauptsächlich den Parkplatz an der Zeche Nachtigall gereinigt. Es ist unglaublich, was die Touristen dort alles aus dem Auto werfen. Der zweite Schwerpunkt war das Teilstück des Radweges vor und hinter der Nachtigallbrücke, auch die Radler und Fußgänger stehen den Autofahrern in Sachen Müll wegwerfen in nichts nach. Kurz gesagt ich bin nicht weit gekommen und mein Müllsack war trotzdem schon wieder voll. Auf dem Rückweg fuhr ich eine andere, ebenfalls nur ca. 2km lange Strecke entlang und musste feststellen, dass auch auf diesem Stück bestimmt wieder der Inhalt eines ganzen Müllsacks zu finden war. Du meine Güte, da bekommt man glatt die „Müllritis“, wenn man einmal mit dem Müllsammeln angefangen hat. Es ist wirklich der reine Wahnsinn, wieviel Müll tatsächlich überall herumfliegt. Achtet selbst mal darauf, ihr werdet staunen!
Nach der Müllsammlung habe ich erstmal schön gemütlich und zufrieden Pause gemacht.
Abends ging es dann zu den Schafen. Nach dem üblichen Catering-Service an die Wollcombo, stand dann noch die Maniküre der Hufe auf dem Programm. Für die Hin- und Rückfahrt zur Wiese, habe ich den alten Kübel genommen und natürlich auch noch ein bisschen herum geknipst.
am letzten Samstag hatte ich bei mir zu Hause ein wenig entrümpelt.
Zur Müllstation hier in Witten musste folgendes gebracht werden: ein ausgedienter Röhrenbildschirm, der dazugehörige kaputte PC, eine Kaffeemaschine und einige kleine Elektrogeräte, zwei alte Fahrradreifen und ein uraltes schweres Gummiboot. An der Auflistung könnt ihr schon sehen, dass das nicht mit einem einfachen Fahrrad zu transportieren war. Dazu musste ich meinen ca. 40kg schweren „LKW“ Christi aus dem Keller wuchten.
Auf den Bildern könnt ihr die vollgestopfte Christi sehen. Vorne ragt meine neue Müllzange aus dem Laderaum hinaus, aber dazu gleich mehr.
Der Weg zur Müllstation führte auf der ersten Hälfte stetig bergauf. So hatte ich gleich meine morgendliche Fitnesseinheit mit erledigt. Da Christi nun mal keinen E-Antrieb hat, sondern mit einer stufenlosen Nuvinci-Schaltung ausgestattet ist, hieß es kräftig in die Pedale zu treten.
Die Schaltung ist zwar super, aber rund 80-90kg Gewicht, mich nicht eingerechnet, waren schon eine Herausforderung. Und so ging es langsam aber sicher zur Müllstation. Dort angekommen bezahlte ich meinen Betrag für die Entsorgung meines Gummibootes und stellte die Elektrogeräte in die entsprechenden Container ab.
Jetzt komme ich auf die eben schon erwähnte Müllzange zurück und der damit verbundenen Müllaktion. In Witten gibt es immer mal wieder Freiwillige, die z.B. das Ufer der Ruhr von Müll befreien. Leider hatte ich diese Aktionen bisher immer verpasst. Mit Absprache des Betriebsamtes von Witten, hatte ich blaue Säcke und Handschuhe für meine private Müllsammelaktion bekommen. Auf dem Rückweg von der Müllstation, wollte ich mein neues Vorhaben gleich in die Tat umsetzen. Gerade mal 200 Meter von der Müllstation entfernt, wurde ich gleich auf die erste Müllsünde aufmerksam. Im Gras lag irgendein größeres Stück Unrat. Schnell musste ich feststellen, dass die halbvergammelte Matratze für meinen blauen Sack viel zu groß war- was tun?
Ich stopfte die Matratze in die Box von Christi und fuhr zur Müllstation zurück. Meine Beweisfotos waren bei den Angestellten sehr hilfreich, um die Matratze endlich ordentlich und für mich kostenlos zu entsorgen. Des Weiteren bekam ich für meine Müllaktion dann auch ein dickes Lob von den Mitarbeitern- wie schön!
Stolz wie Bolle und voll motiviert bin ich dann wieder los und sammelte alle Papierschnipsel, Plastikverpackungen, Hundekacktüten, Gesichtsmasken usw. mit meiner neu erworbenen Luxusmüllzange auf dem Heimweg ein. Zwischendurch gab es mehrere nette Gespräche mit Passanten. Als ich zu Hause ankam, war der erster blaue Sack, meiner eigenen Müllaktion tatsächlich proppenvoll.
Den Müllsack hatte ich nach Rücksprache mit dem Betriebsamt zur Abholung an einem verabredeten Ort neben einem Altkleidercontainer bereitgestellt. Damit war mein erster Mülleinsatz ein voller Erfolg und es auch noch hat richtig Spaß gemacht. Meine super luxuriöse Müllzange hatte sich bestens bewährt und mir einen krummen Rücken erspart. Weitere Müllaktionen werden folgen, damit es hier und da mal schön aussieht und nicht wie auf einer Mülldeponie.
Heute war es wieder an der Zeit für meine Schafe ein bisschen Futter zu besorgen.
Los ging es mit dem Hauptgewinn (E-Bike) und dem Anhänger zum Futterhändler nach Haßlinghausen. Dank des E-Motors ist die Fahrt dort hin kein Problem, obwohl es mehr oder weniger nur bergauf geht. Das Wetter war auch seit langem mal wieder angenehm und so hatte ich die Fahrt genießen können. Unterwegs kam ich an einer Wiese mit Herdwick Schafen vorbei, eine sehr hübsche alte Landrasse aus England. Leider war der Bock zu sehr mit dem Grassfressen beschäftigt. Die Schafsdame hatte ich immerhin ganz gut im Vorbeigehen erwischt.
Zurück ging es dann mit drei Futtersäcken auf dem Anhänger und einem Zwischenstopp an meiner Wiese.
Meine Schafe hatten mich noch nicht bemerkt und so wollte ich durch die Sträucher ein paar Bilder von ihnen machen. Leider jedoch ohne Erfolg, denn im nächsten Augenblick hatten sie es wieder spitzbekommen, dass ich da war, obwohl ich mich doch versteckt hatte und ganz leise war- och nöh! Somit konnte ich meine Kamera erst mal wieder wegpacken, da die ganze Truppe mit dem üblichen Getöse zum Futterplatz eilte.
Bis das ich mit den Futtergaben herüber kam, herrschte wie immer Aufruhr und lautes Geblöke. In diesem Tumult ist es eigentlich unmöglich irgendein schönes Foto hinzubekommen. Es entstehen eigentlich nur reihenweise unscharfe „Nasenfotos“. Anna hatte dann doch für einen kurzen Moment schön in die Kamera geschaut.
Nachdem ich das Menü angerichtet hatte, waren alle Köpfe in den Futtertrögen verschwunden und wieder Ruhe eingekehrt.
Anschließend hatte ich zwei der Futtersäcke noch in meiner Gartenlaube verstaut und fuhr mit dem letzten Sack nach Hause.