Wo soll das nur hinführen, es lebe das Chaos!

Hallo, nett dass du vorbei schaust!

Meine Gesundheit ließ in der letzten Zeit, sehr zu wünschen übrig und endete in einem für mich ungewöhnlich heftigen grippalen Infekt mit bis zu 39,6 °C Fieber, letzte Woche.
Inzwischen erhole ich mich langsam davon.

Meine Schafe müssen alle noch geschoren werden, das Mopsknie ist zum Glück nicht schlimmer geworden. (Heute ist Samstag vor Pfingsten)
Natürlich ist jetzt, wo es mir wieder besser geht das Wetter sehr unbeständig und ich hoffe, dass ich die Regenpausen für das Scheren der Wollmäuse groß genug bleiben werden.


Um die chaotische Einleitung zu diesem Beitrag zu vervollständigen und auf das eigentliche Thema dieser Website zurückzukommen, es ist noch die „rote Liesbett“ hinzugekommen.
Ich konnte einfach nicht widerstehen!

In den Kleinanzeigen bin ich auf sie gestoßen.

Für ganze „20 Euro VB“ wurde sie angeboten!
Die „rote Liesbett“ ist ein wunderschönes Damenfahrrad mit Schwanenhalsrahmen von der Marke Rabeneick.
Sie hat meine Lieblingsgangschaltung (7 Gang noch von Sachs), die ohne zu murren funktioniert.
Sie wurde zum Glück in einem Keller aufbewahrt und so hat sie nur an manchen Schräubchen ein bisschen Flugrost und nur wenige Gebrauchsspuren.
Die Muffen an dem Stahlrahmen sind besonders hübsch, da sie sich zu den Rohren hin etwas verjüngen. Hinzu kommt noch die schmucke Lackierung!


Sie hat hochwertige Alufelgen und auch das Licht funktioniert noch mit einem Seitenläuferdynamo. Weitere Luxusgüter dieses Sondermodells sind ein kippsicherer Doppelständer und der vordere Korb.
Nach weiteren Recherchen im Internet und der verbauten Anbauteile (Bremse, Lichtanlage usw.) müsste sie, in den 90er Jahren gekauft worden sein und ist so gesehen schon locker um die 30 Jahre alt.

Das einzige Problem ist, dass die „rote Liesbett“ aus Platzmangel im Moment in meinem Wohnzimmer geparkt ist.



Gott ich bin ein Fahrrad-Messi, wo soll das bloß noch hinführen?

Ein bisschen Sinn macht der Fahrradwahnsinn dennoch, da ich meinen Fuhrpark auf mein Alter und dem maroden Gesundheitszustand anpassen möchte.
Ich werde mich von ein paar Spaß-Rädern trennen müssen, da ich auch nach der Knie-OP am 15 Juli höchst wahrscheinlich nicht so schnell wieder mit einem BMX zur Arbeit fahren kann.
Das „grüne Glöckchen“ und „Grete“ bleiben aber auf jeden Fall bei mir.
Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!


Und damit ich deshalb nicht ganz in eine Depression verfalle, muss ich mir ein paar Trostpflaster verpassen!
Und da ich sogar bei der „roten Liesbett“ noch 2 Euro Rabatt bekommen habe, sie also für 18 Euro „geschenkt“ bekommen habe, ist dass doch wirklich sehr schön!

Der Ersatzkübel ist übrigens auch startklar!
Ich habe einfach das Hinterrad mit der 7 Gangschaltung von der Reha-Kutsche mit dem des Ersatzkübels mit der 3 Gangschaltung ausgetauscht. Das Gleiche habe ich mit den Lenkern und Reifen gemacht und siehe da jetzt habe ich zwei voll funktionierende Kübel.


Die Reha-Kutsche gehört jetzt zu den Fahrrädern, von denen ich mich trennen werde.
Irgendwie komme ich gar auch nicht mehr zum Fotografieren, deshalb sind nur ein paar ältere Bilder zum Aufhübschen in diesem Beitrag eingefügt.

Ganz nebenbei läuft hier in Witten das Stadtradeln.
Die Stadt Witten hat in diesem Jahr erneut keinen Stadtradeln-Star, was ich sehr schade finde. Immerhin sind insgesamt 80 Teams in Witten gelistet.

Laut Wetterbericht gibt es heute (Pfingstmontag) immerhin längere trockene Abschnitte am Tag, dann kann ich meine letzten 3 Wollmäuse von ihrer Haarpracht befreien. Die anderen 4 Wollmäuse sind inzwischen frisch frisiert, die Regenpausen waren zum Glück lang genug gewesen.
Ich wünsche dir noch einen schönen Pfingstmontag.

Liebe Grüße
Dagmar





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Ersatzkübel, blaue Lotte und Superschnäppchen oder kurz Fahrradschwemme, du meine Güte!



Hallo, nett das du bei mir zu Gast bist.


Im letzten Beitrag hatte ich meine Citybikes, so gut es ging vermessen.
Dabei hatte sich herausgestellt, dass der von mir meist genutzte Kübel besondere Rahmenwinkel hat.
Der Kübel ist von der Fahrradmarke Columbus und ich könnte dort tatsächlich noch ein neues Fahrrad mit dem gleichen Rahmen kaufen.
Blöd ist nur, dass ich dafür mindestens 899 Euro bezahlen müsste und dabei nur eine 3 Gang Nexusschaltung von Shimano bekommen würde.
Erhältlich ist beim Konfigurator nur noch eine 7 Gang Nexusschaltung, mit Pannensicheren Reifen wäre der Preis laut Konfigurator dann schon bei über 1000 Euro.
Die 7 Gang Nexusschaltung ist aber in der Übersetzung wesentlich kleiner als die gute alte 7 Gang Nabenschaltung von Sram (ehemals von Fichtel & Sachs).

Übersetzung in Prozent laut Internet-Info
Shimano Inter7: 244%
Sram S7: 303%
Shimano Nexus 3: 186%

Der Kauf eines neuen Kübels wäre für mich also nicht zufriedenstellend.
Also habe ich in den Kleinanzeigen im Internet gezielt nach einem Tiefeinsteiger von Columbus gesucht. Und tatsächlich waren vier dieser Fahrräder in erreichbarer Nähe zu finden. Zwei hatten eine Federgabel, darunter auch ein richtig gut erhaltenes Exemplar.
Weil bei der Rehakutsche sich gerade die lange Federgabel aber, wegen der zu aufrechten Sitzposition als Nachteil herausgestellt hatte. Waren diese zwei Fahrräder aus dem Rennen.
Übrig blieben die zwei anderen, eins davon hatte auch die gute 7 Gang Schaltung von Sram, war aber leider bei der Besichtigung ein totaler Flop!
Das Ding war ziemlich abgerockt, ähnlich wie mein Kübel, und der Preis, den der Verkäufer dafür haben wollte, erschien mir dann doch zu hoch. Es war wohl ein ehemaliges Behördenfahrrad gewesen und hatte damit wohl viel draußen herum gestanden.
So blieb nur noch das eine Fahrrad übrig, leider nur mit einer 3 Gangschaltung von Sachs.
Um es abzukürzen, ich habe dieses Fahrrad für einen guten Preis genommen. Der Ersatztkübel hat zwar auch ein paar Gebrauchsspuren, ist aber insgesamt in einem akzeptabelen Zustand.
Ich habe ja von Schrotti noch das ausgetauschte Hinterrad mit der guten 7 Gangschaltung.
Wenn ich wieder flüssig bin, werde ich diese Schaltung überholen und mit neuem Fett versehen lassen und anschließend mit der 3 Gangschaltung vom Ersatzkübel austauschen lassen.
So ist zumindest der Plan!


Für dieses Unterfangen wird es allerdings sehr schwierig sein einen Fahrradmechaniker zu finden, der überhaupt noch ein Hinterrad Einspeichen kann und auch will!
Drücke mir mal die Daumen, dass das klappt!

Bei der Suche nach dem Ersatzkübel in den Kleinanzeigen waren mir aber noch zwei weitere Fahrräder aufgefallen.
Bei der blauen Lotte war ich gleich wieder hin und weg.
Sie ist ein Stahlross mit einem gemufften schönen Schwanenhalsrahmen, so wie es bei der Düssellady der Fall ist.
So was ist ja heute nur noch selten zu sehen, da die meisten Fahrräder heute ja einen Alu-Rahmen mit dicken Rohren haben.

Kurzer Ausflug in die Materialkunde:
Dazu habe ich mal das Fachbuch „Fachkunde Fahrradtechnik“ vom Verlag Europa-Lehrmittel Nr. 22917 zur Hilfe genommen.
Da es sonst etwas kompliziert ist zu erklären, warum Alurahmen dicke Rohre haben und Stahlrahmen mit filigranen Rohren zurechtkommen.

Spezifisches Gewicht / Dichte.
Alu~ 2,7 kg/dm3 (leicht) – Stahl~ 7,8 kg/dm3 (schwer)

E-Modul
Alu bis 70000 N/mm2 (niedrig) – Stahl~ 210000 N/mm2 (hoch)
Ausschnitt – Zitat aus dem oben erwähnten Fachbuch:
Je größer der Wert des Elastizitätsmodul,

  • desto weniger dehnt sich der Werkstoff
  • desto steifer ist er
  • desto größer ist sein Widerstand gegen Verformung

Steifigkeit ist nicht mit Festigkeit zu verwechseln. Die Festigkeit ist ein Maß für die ertragbaren Belastungen eines Werkstoffes.
Als Grenzwert wird meist die Streckgrenze Re angegeben.
Die Steifigkeit eines Bauteils hängt von dem E-Modul und von der Größe und Form der Querschnittsfläche ab.

Auf „deutsch“ übersetzt heißt das:
weiteres Zitat aus dem Fachbuch:

Der gegenüber Stahl um ⅔ geringere E-Modul kann durch voluminöse Auslegung der Bauteile ausgeglichen werden.

  1. Soll ein Stahlrohr mit 28,6 mm Durchmesser und 0,6 mm Wandstärke durch ein Aluminiumrohr ersetzt werden, so müsste es bei gleichem Durchmesser eine Wandstärke von 2,1 mm aufweisen, um auf die gleiche Steifigkeit zu kommen. Das Aluminiumrohr ist dann etwa um 13% schwerer als das Stahlrohr.
  2. Wird der Rohrdurchmesser des Aluminiumrohres auf 40 mm erhöht, so hätte es bei einer Wandstärke von 0,65 mm die gleiche Steifigkeit wie das 28,6er Stahlrohr und wäre 48% leichter.

    Ich hoffe, es ist verständlich geworden, warum die Rohrdurchmesser bei Alu- und Stahlrahmen so unterschiedlich sind.

Also weiter im Text, wo war ich stehen geblieben?
Ach ja, bei der blauen Lotte war ich hängen geblieben.
Das Fahrrad hatte wohl ewig und vergessen in der Garage gestanden und war dementsprechend verstaubt.
Nachdem ich das Schätzchen für einen wirklich günstigen Preis erstanden hatte, wurde erstmal der Staub zu Hause abgewischt. Und der Lenker und Sattel eingestellt.
Die blaue Lotte ist mit einer 5 Gang Nabenschaltung von Sachs ausgestattet, die noch voll funktionstüchtig ist und mit einer Übersetzung von 225% nahe an der 7 Gang Nexusschaltung dran ist.
Durch ein großes Kettenblatt an der Tretkurbel lässt sie sich auch durchaus zügig fahren.

Der Hauptgewinn mit dem Anhänger hatte mir die Transporte möglich gemacht.
Denn es waren da durchaus mal knapp 20 Kilometer Entfernung zurück zulegen.

Das zweite Fahrrad war für tatsächlich ganze 30 Euro angeboten worden.
Deshalb war der Name für dieses Fahrrad gleich klar.
Das Superschnäppchen war somit noch um 5 Euro günstiger als Schrotti seiner zeit.
An dem Fahrrad sind nur geringe Gebrauchsspuren zu sehen und überhaupt kein Rost!
Dazu hat das Superschnäppchen noch eine 7 Gang Schaltung von Fichtel und Sachs, intakte Reifen, selbst das Licht mit Seitenläuferdynamo geht noch.


Zum Glück konnte ich Granni inzwischen ohne Verlust weiterverkaufen.
Sie radelt jetzt mit einer Dame an einem Campingplatz umher.
So ist zumindest ein Stellplatz wieder frei geworden.



Der Ersatzkübel wurde bei den Schafen im Garten ausgelagert und das Superschnäppchen parkt noch immer im Wohnzimmer!

Für drei intakte Fahrräder habe ich insgesamt 180 Euro investiert, dass kann sich doch sehen lassen!



Mein Gott wohin soll das noch führen!

Wie es in meinem Fahrrad-Chaos weiter geht wirst du im nächsten Beitrag erfahren.

Schönen Sonntag
Dagmar





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Der Kübel gegen den Rest!

Sei gegrüßt, toll das du vorbeischaust.
Als Stammgast meiner Seite weist du natürlich, wer der Kübel ist!

Falls du das erste Mal hier hinein guckst, der Kübel ist von meinen zurzeit rund 20 Drahteseln, Roller und Einräder nicht mitgezählt, das am meisten benutzte Fahrzeug.
Ich frage mich in letzter Zeit immer wieder, warum ich von dem alten Ding (Baujahr 2000) einfach nicht loskomme.
Nach den 24 Jahren waren in letzter Zeit häufiger Reparaturen bzw. Neuteile fällig.
Der Kübel hat im Austausch im Laufe der Jahre folgende Teile bekommen:
Laufrad vorne (Umbau ehemals E-Bike mit Nabenmotor), Tretlager, Kette, Lenker, Pedale, Schläuche und Mäntel.
Die Gangschaltung ist von einem Fahrradmechaniker gewartet und neu gefettet worden.

Als vor ein paar Jahren das erste Tretlager seinem Ende zu ging, hatte ich tatsächlich schon mal den Gedanken gehabt den Kübel in die ewigen Jagdgründe zu schicken und als dann die Schaltung immer hakeliger wurde – na ja – und wie du siehst, der Kübel ist immer noch da und ist nach wie vor mit mir am meisten unterwegs!

Nun weiß ich ja, dass Fahrradrahmen ganz unterschiedliche Maße und Winkel haben.
Ein Beispiel dazu, der Radstand ist bei einem Rennrad immer wesentlich kürzer als eben bei einem Citybike.
Allein deswegen ergeben sich schon unterschiedliche Fahreigenschaften, das ist ja klar!

Nun möchte ich den Kübel aber nicht mir einem Rennrad, Mountainbike oder BMX-Rad vergleichen, sondern mit seines Gleichen den anderen Citybikes.
Dabei gehen Schrotti, die Reha-Kutsche und Granni mit ins Rennen.
Sie alle haben den Einrohr-bzw. Wave-Rahmen aus Alu gemeinsam.

Dazu habe ich mir ein paar Fragen gestellt:

  • Bin ich bei dem Kübel einfach nur zu nostalgisch?
  • Wie unterscheidet sich denn der Kübel von den anderen Citybikes (Schrotti, Reha-Kutsche und Granni) hinsichtlich der Bauweise und der Geometrie?
  • Ganz besonders interessiert mich der Vergleich vom Kübel mit Granni, offensichtlich unterscheiden sich die beiden Fahrräder nämlich erstmal nur von der Laufradgröße (Kübel 28, Granni 26 Zoll).
    Granni hatte ich eigentlich als Ersatz für den Kübel gedacht, aber das ist sie irgendwie nicht!
    Warum ist das so?

Die Düssellady habe ich nur als Grundlage für die Maße genommen, weil sie einen gemufften und einen doppelrohrigen Stahlrahmen in Schwanenhalsform hat, und aufgrund dessen in der Steifigkeit schon weichere und federndere Eigenschaften hat als die anderen Fahrräder.
Zur Rahmegeometrie habe ich in einem Fachbuch ein bisschen über Rahmenmaße und Geometrie nachgelesen und mir eine Tabelle mit den wichtigsten Maßen und Winkeln angelegt.
Die Winkel konnte ich dank einer Zeichnenfunktion in der Bildbearbeitung recht gut ermitteln.
Am kompliziertesten waren der Nachlauf und die Maße Stack und Reach nachzumessen.
Bei diesen Maßen sind sicherlich Ungenauigkeiten beim Messen passiert, da ich gedachte Linien mit einem Besenstiel als Hilfsmittel nachmessen musste.
Eine große Wasserwaage wäre da zum Teil von Nöten gewesen – nun ja!
Ich hoffe zumindest trotzdem die Unterschiede, zwischen den Fahrrädern erkennbar gemacht zu haben.

Rahmenvermessung: Längen in cm, Winkel in °

Nr.

1


2


3

4

5

6

7

8




9

10

11

12

13

14

15



16




17

Bezeichnung

Rahmenhöhe-Sitzrohrlänge

Oberrohr- bzw. Rahmenlänge

Radstand

Vorderbaulänge

Hinterbaulänge

Sattelhöhe

Lenkerhöhe

Reach (Steuerkopf bis Schnittpunkt Stack zum Tretlager hin)

Länge Steuerkopf

Gabellänge

Tretlagerhöhe

Nachlauf

Steuerkopfwinkel

Sitzrohrwinkel

Abstand, Lenkergriff zur Vorderradnabe

Stack (Tretlager bis Schnittpunkt Reach zum Steuerkopf hin)

Stack-Reach Verhältnis

Auswertung:

Zur Rahmenhöhe 1, Rahmenlänge 2, Radstand 3, Vorderbaulänge 4 und Abstand, Lenkergriff zur Vorderradnabe 15 bilden sich hinsichtlich der Ähnlichkeit erst mal zwei Paare heraus:
der Kübel mit Granni und Schrotti mit der Rehakutsche.

Auffällig bei dem Radstand 3 ist, dass die Maße bei den Paaren jeweils gleich sind. Der 1 cm weniger bei Granni, ist sicherlich nur der kleineren Laufradgröße geschuldet.

Ab hier geht jeder der vier vermessenen Drahtesel aber eigene Wege:

Bei dem Maß Reach 8 ist auffällig, das dort die Reha-Kutsche und Granni mit den Maßen übereinstimmen. Beim Kübel ist das Maß wesentlich größer und bei Schrotti sehr kurz.

Bei der Gabellänge 10 ist zu bemerken, dass die Federgabeln von der Bauweise her gesehen immer ein ganzes Stück länger sind als die ungefederten Varianten.

Der größte Nachlauf 12 geht eindeutig an den Kübel. Die anderen drei Protagonisten haben einen Vergleichbaren Wert beim Nachlauf.

Vergleich der Winkel vom Steuerkopf 13 (vorne) und dem Sitzrohr 14 (hinten):

Kübel : vorne flach hinten am steilsten
Schrotti: vorne steil hinten steil
Reha-Kutsche: vorne am steilsten hinten steil
Granni: vorne am flachsten hinten am flachsten

In den nachfolgenden Vergleichsbildern kann man die Unterschiede zum Kübel mit den anderen Fahrrädern hinsichtlich der verschiedenen Winkel am Steuerrohr und Sitzrohr auch tatsächlich sehen.

Vergleich Schrotti und Kübel (Steuerkopfwinkel vorne ist beim Kübel flacher)


Vergleich Reha-Kutsche und Kübel (Steuerkopfwinkel vorne ist beim Kübel deutlich flacher)


Vergleich Granni und Kübel
(Steuerkopfwinkel vorne beide flach, Sitzrohrwinkel hinten ist beim Kübel wesentlich steiler)

Bei den anderen Maßen sind keine großen Unterschiede oder wie beim Verhältnis zwischen Stack und Reach 17 keine hilfreichen Erkenntnisse bei herum gekommen.

Der Lenkervorbau ist nur bei Granni wesentlich kürzer, bei den anderen drei Fahrrädern ist er vergleichbar lang. Das Maß steht nicht in der Tabelle!
Beispielbild Lenkervorbau: Kübel und Granni

Fazit:

Die wichtigsten Erkenntnisse sind wohl, die unterschiedlichen Winkel der Rahmen.
Dabei ähneln sich nur noch Schrotti und die Reha-Kutsche, die auch bei anderen Maßen wie z.B. Radstand und Vorderbaulänge sich ähnlich bzw. gleich sind.

Die Reha-Kutsche hat den steilsten Winkel vorne und die längste Gabel (Federgabel). Dadurch ist sie vorne sehr hoch und ich habe damit die Begründung gefunden, warum ich bei ihr den Lenker umgedreht habe um damit die Lenkerhöhe niedriger einstellen zu können.
Bei Schrotti ist die leicht aufrechtere Sitzhaltung durch den etwas flacheren Winkel vorne (Vergleich zur Reha-Kutsche) und der kurzen ungefederten Gabel sehr bequem für mich und nicht zu hoch und störend wie es bei der Reha-Kutsche war.

Der Kübel hatte teilweise Ähnlichkeit mit Granni hinsichtlich der Optik und des langen Radstandes.
Der wesentlich steilere Sitzrohrwinkel beim Kübel im Vergleich zu Granni mit dem flachsten Winkel macht schon einen wesentlichen Unterschied.
Ich sitze beim Kübel dadurch mehr in der Fahrradmitte, während ich bei Granni in der gesamten Sitzposition nach hinten verschoben werde.
Hinzu kommt die unterschiedliche Vorbaulänge der Lenker (Kübel lang, Granni kurz).

Der Kübel ist damit tatsächlich anders und damit einzigartig zu Schrotti, der Reha-Kutsche und auch zu Granni.
Ich habe somit das Rätsel um den Kübel gelöst, es war also keine Einbildung oder Nostalgie von mir.
Er ist anders als die anderen Fahrräder!

Das macht mich allerdings nachdenklich, denn jetzt weiß ich ja vorauf es ankommt, um für den alten Knaben einen ebenbürtigen Ersatz irgendwann zu bekommen.

Im Internet hatte ich mir die verschieden Rahmengeometrien bei Neufahrrädern (Citybikes) mal angeschaut und tatsächlich habe ich bisher nur bei Columbus den Rahmen vom Kübel wieder gefunden. Der Kübel ist auch von dieser Fahrradmarke.
Für die Reha-Kutsche und für Schrotti wäre es hingegen einfacher Ersatz zu finden, sie haben wohl Standardmaße, die übergreifend auf mehrere Fahrradmarken zu finden sind.
Die sehr flache Geometrie von Granni gibt es auch noch hier und da neu zu kaufen.

Dazu in der nächsten Folge mehr.



Ich wünsche dir ein schönes Osterfest.


Liebe Grüße
Dagmar





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Alle Drahtesel sind wieder fit!


Hallo, nett das du vorbei schaust!

Wo fange ich denn heute an?
Es sind inzwischen 2 Wochen vergangen.
Der Kübel schnurrt wieder wie ein Kätzchen, mal abgesehen von der kaputten Pedale.
Die neuen „Bärentatzen“ sind aber schon auf dem Weg.


Auch Blanca hat nun wieder Luft im Vorderreifen.
Ich hatte sie schon mal unterm Schraubenschlüssel wegen des Plattfußes gehabt. Dabei hatte ich dann dummerweise nur eins der beiden Löcher geflickt. Das zweite, unbemerkte Loch ist nun auch wieder dicht.

Weil der Hauptgewinn (E-Bike) ja wieder seine Dienste tut, brauche ich Blanca nicht als Zugmaschine für den Anhänger verwenden.
Ich werde Blanca für Nelli, meine süße Enkelin, als Kindertransportfahrzeug in der nächsten Zeit vorbereiten.
Nelli ist ja noch sehr klein, deshalb habe ich fast noch ein Jahr Zeit, um Blanca mit einem passenden und komfortabelen Kindersitz auszustatten. Kindersitze sind leider ziemlich teuer und deshalb werde ich mir die Zeit nehmen den best möglichen Kindersitz für Nelli anzusparen und auszusuchen.
Bei Blanca ist es bedingt durch ihre Bauweise zum Glück möglich, dass verschieden große Personen mit ihr fahren können.
So kann auch mein Sohn, der Papi, mit seinem Töchterchen demnächst schöne Ausflüge machen, wenn es so weit ist.



Schrotti war der Letzte im Bunde zum Thema Pannenbeseitigung und fährt mich jetzt wieder treu zu meiner Wiese mit den „Wollmäusen“.




Ich habe Schrotti das Laufrad von der Rappelkiste gegönnt, so hat er jetzt keine leichte Acht mehr im Hinterrad und das Laufrad hat auch alle Speichen.

Bei Schrottis Hinterrad hatte ich mal ungeschickt eine Speiche an einem Bordstein abgeschossen.
An dem intakten Laufrad (rechtes Bild, hinten) von der verschrotteten blauen Rappelkiste ist außerdem ein pannensicherer Reifen montiert.


Somit hat Schrotti jetzt etwas von seinem Image eingebüßt.

Im vorletzten Beitrag hatte ich ja von Granni dem Ersatzfahrzeug für den Kübel berichtet. Ich werde dieses Fahrrad wahrscheinlich wieder verkaufen, weil Granni mir doch irgendwie zu klein ist.
Obwohl ich die Sattelhöhe und den Lenker für mich persönlich ja richtig einstellen konnte, muss doch zugeben, dass sie den Kübel nicht ersetzen kann.
Die Rahmengröße ist bei dem Kübel schön groß (Sattel ganz unten) und auch die 28“ Laufräder sind eben anders zu fahren als die kleineren 26“ Laufräder von Granni.


Seit der Kübel wieder läuft, habe ich mit ihm wieder die meisten Kilometer abgespult!
Ich habe keine logische Erklärung dafür, warum ich so gerne mit diesem alten Ding fahre.
Eigentlich ist er nämlich etwas zu groß für mich, obendrein hässlich, aber erstaunlicherweise kann ich mit diesem Monstrum Drops von erhöhten Bordsteinen locker nehmen, so wie sonst mit BMX-Rädern, das ist verrückt, macht aber Spaß!
„Schiet wat“ auf das olle Mopsknie!

Zum Großeinkauf war ich letztens mit dem blauen Lastesel bei schönem Wetter unterwegs gewesen. Trotz locker 25 Kilo an Gepäck komme ich weiterhin auch mit morscher Antriebseinheit hügelige Wege mit diesem Lastenfahrrad hoch, obwohl kein E-Motor dabei hilft.

Anmerkung:
Falls du im Flachland wohnen solltest und vielleicht mit dem Kauf eines Lastenfahrrades liebäugelst, dann mach doch mal eine Probefahrt mit einem Lastenfahrrad ohne E-Antrieb, dabei kannst du eine Menge Geld sparen und brauchst nicht unbedingt bei jeder Reparatur gleich einen Fahrradmechaniker!

Das Wetter war in den letzten zwei Wochen auch mal ganz nett und so konnte ich auch mit Grete morgens in den Sonnenaufgang hineinfahren.



Auch mit einem meiner Lieblingsfahrräder, dem grünen Glöckchen, war ich nach Ewigkeiten mal wieder für eine kurze Strecke unterwegs gewesen.




Ach wenn ich bloß noch so könnte, wie ich wollte!
Die verflixten morschen Knie machen nur noch die kleinsten Hopser vom Bordstein mit, ohne mir gleich einen schmerzlichen Gruß zu schicken. So ein Mist!

Zur morschen Antriebseinheit werde ich weitere Arzttermine wahrnehmen müssen.
Auf das Ergebnis, einer videobasierende Laufanalyse beim Orthopäden bin ich wirklich sehr gespannt.
Denn ich habe nach wie vor ein Gangbild wie der „Glöckner von Notre-Dame“, einfach völlig unrund.
Rennen kann ich auch nicht mehr, es ist einfach zum Heulen!
Das neue Röntgenbild von dem Orthopäden zeigte neben der Gonarthrose noch eine weitere Arthrose unterhalb der Kniescheibe – na super!

Im April habe ich dann noch einen MRT-Termin mit dem linken Mopsknie, um zu sehen, was die „Weichteile“, die an ihm herum bammeln so machen.
Das rechte Knie zeigt inzwischen in schwacher Form die gleichen Symptome wie das linke Mopsknie, auch sehr schön!
Wenn alle Diagnosen eingetroffen sind, weiß ich dann hoffentlich, woher der drastische Verfall meiner Antriebseinheit her rührt.
Anschließend kann ich mit Hilfe der Ärtze entscheiden, wie es weitergeht.
Bis dahin werde ich noch jede Gelegenheit nutzen, um nochmal Spaß zu haben, wer weiß wie lange das noch geht!




Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße
Dagmar





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Erste Sonnenstrahlen und viel zu tun!

Hallo, schön dich hier zu haben!

Endlich mal kein Dauerregen mit Sturm und dabei noch angenehmste Temperaturen, da macht das Radeln wieder richtig Freude.
Unterwegs war ich u.a. mit Joffrey dem großen Lulatsch.
Er ist ja eins meiner Liebhaberfahrzeuge und somit war er für den ersten Sonnenaufgang auf dem Weg zur Arbeit genau das passende Motiv.

In dieser Woche war ich auch mit Grete (Archivbild) zur Arbeit gefahren, meine morsche Antriebseinheit hatte das ganz gut weggesteckt, obwohl sich inzwischen auch noch das rechte Knie negativ bemerkbar macht.


Im Moment habe ich zwei „Baustellen“ am Laufen.
Die größte Baustelle ist mein Garten, es sind in der Vergangenheit mehrere kleinere Bäume in meine Hecke gefallen und vor kurzem ist noch eine große Birke dazu gekommen.
Sie hatte durch einen Sturm eine bedrohliche Schieflage angenommen und musste deswegen leider auch noch gefällt werden.
Hier ein paar Bilder dazu: links die Birke in voller Größe, Mitte freiliegende Scheuerstelle, rechts angehobener Wurzelballen


Meine lieben Gartennachbarn haben schon den Großteil des Baumes zu Brennholz verarbeitet, „nur“ die Reste der Baumkrone liegen noch in meinem Garten herum.
Die Hecke mit den anderen kleineren Bäumen hatte durch die Fällung der Birke eine weitere Schieflage bekommen und so musste ich da mit der Astschere ordentlich dran rumschnippeln.
Nun muss der ganze Astschnitt noch kleingeschnitten bzw. gehäckselt werden, das wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen.
Die Gießkanne habe ich als Maßstab benutzt!


Es ist schon sehr traurig, dass nur allein in meinem Garten in den letzten Jahren acht meist größere Bäume dem Klimawandel (Dürren, Sturzregen, Borkenkäfer und letztendlich Stürme) zum Opfer gefallen sind.
Als ich meinen Garten bekommen hatte, war dort eine kleine Idylle mit schönem alten Baumbestand gewesen. Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben, sehr, sehr schade!
Ich befürchte, in der Zukunft werden auch noch weitere alte Bäume umfallen, die ebenfalls nicht mehr fit sind.
Hoffnung gibt es dennoch, da ganz viele kleine Bäumchen in meinem Garten ganz von alleine nachwachsen.
Teilweise habe ich die Zufallsbäumchen umgepflanzt, damit sie an den richtigen Standorten gedeihen können.
Auf den Bildern sind die Knospen von Hölzilein, dem Flutopfer aus dem Jahr 2021 zusehen.
https://rosarotefahrradkurbel.com/2021/08/28/holzlilein-im-gluck/
https://rosarotefahrradkurbel.com/2021/07/25/nach-dem-unwetter/
Ich freue mich jedesmal wie ein kleines Kind über jedes Blättchen, was aus diesem Strauch wächst.


In einem durch umgefallene Bäume leicht ramponierten Hochbeet wachsen Tulpen heran und die Rosen werden auch schon munter.
Die Schneeglöckchen sind auch natürlich dabei.
Frühling ist doch einfach die schönste Jahreszeit!

Nun zu der kleineren Baustelle, es handelt sich um drei meiner Drahtesel, Blanca und Schrotti mit Plattfuß und beim Kübel der Hinterradausbau.

Deshalb gibt es jetzt eine Unterbrechung, bis nachher!

So da bin ich wieder!
Es gab eine positive, aber auch bedenkliche Überraschung beim Kübel!
Im letzten Beitrag hatte ich ja von dem unsanften Abstieg, wegen der blockierten Bremse berichtet.
Den Grund dafür hatte ich schnell gefunden, als ich das Hinterradrad ausbauen wollte.
Nachdem ich beide Achsmuttern schon losgeschraubt hatte, wollte ich den Bremshebel losschrauben.
An der Kettenstrebe war aber weder die Schelle noch der Bremshebel auffindbar.
Nach kurzem Suchen fand ich den Bremshebel leicht verkeilt und schön versteckt an der Gepäckträgerstrebe wieder.
Im letzten Jahr hatte ich den Kübel zur Überholung der Schaltung (neues Fett, etc.) zu einem Fahrradhändler gebracht.
Anscheinend hatte der Mitarbeiter beim Einbau des Hinterrades dann den Bremshebel vergessen, oder er war in Gedanken bei einer Kettenschaltung, dort gibt es nämlich keinen Bremshebel.
Ein Rätsel ist allerdings auch, warum die Schelle nicht mehr an der Kettenstrebe war.
Selbst wenn die Schraube gefehlt hat, kann die Schelle nicht von der Kettenstrebe von allein abgefallen sein. Man müsste die Schelle dazu schon aufbiegen, sehr mysteriös das Ganze!
Im blinden Vertrauen auf den Fachmann war mir das ganze Desaster um den Bremshebel überhaupt nicht aufgefallen!
Auf dem Bild kannst du den Bremshebel mit „neuer“ Schelle sehen.


Da die Schelle aus dem Fundus meiner „Klamottenkiste“ stammt, musste ich sie mit Stücken aus einem Gartenschlauch unterlegen. Nicht schön aber hält!
Es ist doch manchmal ganz gut, wenn man zu den Messis gehört und nichts wegschmeißen kann!
Wie auch immer, dass Gute daran ist, das der alte Knabe wieder läuft.
Demnächst bekommt er noch neue Pedale verpasst, da an einer das Lager kaputt ist.

Ein schönes Ereignis muss ich noch los werden.
Eine kleine Dackeldame namens Tuffi gehört jetzt auch noch zur Familie!
Die glücklichen Hundeeltern sind mein großer Sohn mit seiner Freundin.

So, jetzt ist aber genug für heute!

Schönen Sonntag, liebe Grüße
Dagmar





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