„Stahllicht“ und „Diamantenstaub“

Hallo ihr Lieben,

in der letzten Woche war das Wetter in Witten die ganze Zeit tief grau, nass, um die 0 C° kalt und von dem angekündigten Schnee war keine Spur zu sehen.

Gestern am Freitag konnte ich aber gerade mit der Hilfe der tiefhängenden Wolken unser „Stahllicht“ fotografieren.

Als ich morgens im Badezimmer das Fenster zum Lüften öffnete, war es plötzlich da.
Zustande kommt das „Stahllicht“ beim Ausgießen der heißen Schlacke im Freien nach dem Abguss in der Stranggiessanlange.
Das Stahlwerk steht ca. einen Kilometer Luftlinie entfernt von meinem Badezimmerfenster auf der anderen Uferseite der Ruhr.
Das ganze Spektakel in voller Helligkeit dauert immer nur einen kurzen Moment an. Mit hoher ISO und aus der Hand geschossen entstand dann dieses Bild.
Jeder der in Witten in der Nähe des Stahlwerks wohnt, kennt diesen leuchtenden Himmel. Allerdings weiß niemand, außer der Stahlarbeiter, wann die Schlacke abgegossen wird.
Außerdem müssen dann eben auch noch möglichst tiefhängende Wolken für die Lichtreflexion vorhanden sein- was für ein glücklicher Zufall!

Mit so einem Glücksmoment radelte es sich anschließend leicht zur Arbeit, zumal auch noch ein Hauch von Schnee, trotz des Regens liegengeblieben war.

Der Regen wiederum sorgte für jede Menge Glitzer auf den verzuckerten Blättern.
Es sah so aus, als ob jemand winzige Diamanten als Mützchen über meine Fotomotive gelegt hatte.
Mit meiner zusätzlichen Minilampe konnte ich die Nahaufnahmen schön ausleuchten.

Dafür das alle Bilder, wie üblich in Windeseile, mit hoher ISO, ohne Stativ und irgendwelche weiteren Vorbereitungen aus der Hand fotografiert wurden, sind sie doch ganz nett geworden. Meine Kamera wurde nach dem Knipsen erst mal abgetrocknet, damit sie für weitere Shootings zur Verfügung stehen kann.


Auf der Rückfahrt nach einem Termin in Hattingen zur Arbeit hin, war ich auf die neu angelegte Fahrradstraße gestoßen.

Als „King of the Road“ hatte ich das Möchtegern Mountainbike erstmal dekorativ dazu gestellt, auch sonst waren mir wieder schöne Motive in die Kamera geflogen.

Ich wünsche euch allen auch solche kleinen Glücksmomente und ein schönes Wochenende, bleibt gesund und zuversichtlich.

Frohes neues Jahr

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr hineingerutscht und hattet trotz der Einschränkungen viel Spaß.

Am Neujahrstag hatte ich mir mein 36er Einrad früh morgens geschnappt und war zum Kemnader See gefahren.
An einem Parkplatz traf ich auf das Müll Stillleben erholungssuchender Mitbürger.
Weiter auf der Herbeder Straße war ich auch gleich wieder über zwei abgefallene Radblenden gestolpert, diese Dinger verfolgen mich inzwischen regelrecht. Ich hatte ja erst am zweiten Weihnachtsfeiertag hier sieben Stück davon eingesammelt.
Also liebe Autofahrer in Witten, Obacht die holprige Herbeder Straße ist anscheinend ein richtiger Radblendenkiller.

Nach einem kleinen Fotoshooting mit den Radblenden ging es weiter in Richtung See. Ich wollte ja den Morgen genießen.
Am See selbst war ich teilweise vor Entsetzen fast vom Einrad gefallen.
Tatsächlich hatten an mehreren Stellen irgendwelche Leute hier gefeiert und auch geböllert.
Ich möchte mir gar nicht die Panik unter den Wasservögeln vorstellen, die diese Banausen damit verursacht hatten, vom liegen gelassenen Müll mal ganz abgesehen.

Ich fuhr weiter und traute meinen Augen kaum, als ich unter der Rad- und Fußgängerbrücke, die an der Autobahnbrücke angehängt, ist eine regelrechte Müllkippe fand.


Das Teilstück der Brücke endet auf der sogenannten Hundeinsel. Hier treffen sich Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern, um unbekümmert Spaß zu haben. Die Hunde können hier mal ungestört herumtoben.
Zwischen dem ganzen Müll waren auch etliche Flaschen zu finden, die teilweise in Scherben herumlagen. Außerdem ist die abgezäunte Verlängerung der Hundeinsel auch noch ein Vogelschutzgebiet und dann dieser Müll- unglaublich!

Erst wollte ich schon direkt umdrehen und mit meinem Müllesel zurückkommen. Aber dann war ich doch weitergefahren, da ich ja einen schönen Morgen haben wollte.

An der Fischtreppe und an einem alten Baum, der vom Sturm gezeichnet war, hatte ich dann noch ein paar wenige schöne Motive einfangen können, bis das der Akku leer war.
Ich hatte natürlich keinen zweiten Akku dabei- na super!

Naja, als ich wieder zu Hause war, machte ich eine kleine Pause und fuhr mit meinem Müllmobil wieder zum See zurück, um unter der Brücke das Chaos zu beheben.

Den vollen Sack mit Hinweiszettel gekennzeichnet, stellte ich neben einem Kleidercontainer an der Einfahrt zum See ab.

Den Stellplatz der Container hatte ich ja auch erst vor ein paar Tagen gesäubert, davon war leider auch nichts mehr zu sehen. Der Müll landete schließlich in meinem zweiten Müllsack, der auf dem Weg nach Hause auch mit Leichtigkeit wieder voll wurde und schließlich waren es dann insgesamt dann drei Radblenden, die ich noch mitgenommen hatte.

Es war mittlerweile schon dunkel geworden, als ich meine Fracht an meinem üblichen Stellplatz neben einem Altkleidercontainer zur Abholung durch das Betriebsamt bereitstellte.

Anschließend mussten dann noch schnell meine Wollknäule mit Futter versorgt werden.
Ja denn prost Neujahr, bleibt alle gesund!

Jahresrückblick 2020

Hallo ihr Lieben,

das Jahr 2020 neigt sich dem Ende entgegen.
Es war ein Jahr, dass von Covid 19 geprägt war.
Jeder von uns hatte dadurch nie gekannte Einschränkungen hinzunehmen.

Bei mir fehlten das Einradfahren im Verein, der Besuch in der BMX- und oder in der Trampolinhalle und ganz besonders auch die Handballspiele meiner Jungs.

Da ich kein typischer Stadtmensch bin, hatte ich keine Probleme mit geschlossenen Läden und geschlossener Gastronomie.
Nicht in den Urlaub fahren zu können, ist bei mir wegen der Wollkombo sowieso normal.
Somit hatte mich die Coronakrise nicht so heftig getroffen wie andere.


Es gab bei mir dafür auch viel Neues und Schönes in diesem Jahr.
Ich habe die rorsarotefahrradkurbel.com ins Leben gerufen, die sich inzwischen zu einem Mix aus Fahrrad- und Fotoblog entwickelt hat.
Ein Fotoblog, weil meine neue Kompaktkamera eigentlich immer mit dabei ist und ich ständig irgendetwas in der Natur entdecke, was unbedingt in den Kasten muss.
Das Fotografieren ist damit zu meinem neuen Hobby geworden.
Nachfolgend ein paar Bilder – viel Vergnügen.


Fahrradblog, weil ich mir ein Penny-Farthing Hochrad gegönnt habe und somit fahrtechnisch mal wieder eine neue Herausforderung habe.

Fahrradblog auch, weil ich meinem hübschen Lasteselchen und Christi neue Aufgaben zugeteilt habe.
Ich bin seit Ende August unter die ehrenamtlichen Müllsammler gegangen.
Inspiriert dazu hatte mich ein Video auf Social-Media, wo ein junger Mann irgendwo in Südamerika angefangen hatte den Strand vom angeschwemmten Müll zu befreien. Er hatte nach einiger Zeit viele weitere junge Leute zum Mitmachen angestiftet und seitdem ist das Müllproblem dort viel besser geworden, dass fand ich sehr bewundernswert.
Naja und seitdem bin ich mit meinem Müllmobil immer wieder unterwegs, um die Heimat unserer Wildtiere zu mindestens hier und da wieder lebenswert oder auch wieder sicher für sie zu machen.
Das macht mich glücklich, allerdings auch manchmal ein bisschen zu Müllsichtig, da mir inzwischen jeder Kronenkorken im Gebüsch auffällt.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, bleibt gesund und zuversichtlich, es kann ja nur besser werden.


Liebe Grüße
Dagmar

Ein kleines Weihnachtsgeschenk für die tierischen Bewohner unserer Natur

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr hattet auch so ein schönes Weihnachtsfest wie ich.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag war das Wetter noch ganz nett und ich hatte durch die Corona bedingten Einschränkungen keine weiteren Weihnachtstermine mehr.

Also beschloss ich mit der Müllzange und meinem Müllmobil wieder ein bisschen aufzuräumen, um unseren Wildtieren und Hunden auch ein kleines Weihnachtsgeschenk zu machen.

Das es allerdings so ausarten würde, hatte ich auch nicht gedacht.
Eigentlich wollte ich nach Herbede zu einer Fußgängerunterführung, um dort nach dem Rechten zu sehen.
Bis dahin bin ich natürlich wiedermal nicht gekommen, stattdessen bin ich auf der Herbeder Straße in Witten hängengeblieben.
Den Radweg hatte ich die Tage schon mal vom Müll befreit. Auf der anderen Straßenseite befindet sich weder ein Rad- oder Fußweg, sondern gleich ein bewaldeter Hang.
Was ich an dem Hang alles gefunden hatte, könnt ihr hier sehen.

Am schlimmsten war die Flaschen- bzw. Scherbendeponie, die hinter mehreren der dickeren Bäumen versteckt lag.
Die Verletzungsgefahr für die hier lebenden Tiere war dadurch enorm groß.
Schnell war mein Müllsack proppe voll mit unzähligen Flaschen, Scherben, alten Schuhen und Plastikteilen jeglicher Art.
Leider war aber nur ein kleiner Teil des Unrats damit beseitigt, so fuhr ich nochmal nach Hause, um weitere Müllsäcke zu holen.

Den größten Teil des Mülls hatte ich aus diesem kleinen abgeflachten Teilstück vor den Hang herausgeholt.

Und wiedermal waren sieben Radzierblenden von Autos mit dabei, damit hätte selbst ich nicht gerechnet, da ich ja letztens erst einige dieser Dinger hier aufgesammelt hatte- unglaublich!
Insgesamt waren drei vollgefüllte Müllsäcke, Metallschrott, ein alter Autoreifen, die Radzierblenden und größere Plastikteile an dieser Stelle die Ausbeute des Tages.

Des Weiteren hatte ich hinter einem Steinschlagschutz die Mülldeponie eines Anglers entdeckt. Er hatte hier sein kleines Zelt und andere Teile hinterlassen.

Die graue Tasche, die ich bei meiner letzten Müllaktion gefunden hatte, war mir eine große Hilfe. So konnte ich die Falschen und andere kleinere Müllstücke etappenweise zu meinem Müllmobil auf die andere Straßenseite herübertragen.

Die Höchstgeschwindigkeit auf der Herbeder Straße liegt hier bei 70 km/h.
Wegen des Feiertages waren viele Autos auf der Straße unterwegs und teilweise hatten es einige Autofahrer anscheinend sehr eilig, so musste ich schon ein wenig aufpassen nicht unter die Räder zu kommen.

Zum Schluss noch ein Bild von ein paar hübschen kleinen Baumpilzen direkt neben dem jetzt ehemaligen Müllchaos.
Bleibt gesund.