Die Tage sind wegen der Sonnenwende schon spürbar kürzer geworden. Noch kann ich ohne Licht am Fahrrad zur Arbeit fahren. Das schöne daran ist, dass ich jetzt wieder jeden Morgen in den Sonnenaufgang radeln kann. Am letzten Dienstag hatte ich dabei besonders viel Glück! Ein kleiner Regenschauer war gerade dabei weiterzuziehen und die ersten Sonnenstrahlen des Tages kamen am Horizont hoch. Das Ergebnis war ein Regenbogen, der zur meiner Überraschung bestimmt 5 Minuten lang zu sehen war. Als ich aus dem Haus kam machte ich gleich ein paar Bilder und fuhr dann mit allem was aus der blauen Rappelkiste an Geschwindigkeit herauszuholen war zur Nachtigallbrücke.
Und hier sind dann die nachfolgenden Bilder mit dem Regenbogen entstanden. Nur wenige Augenblicke danach war der Zauber dann auch vorbei. Was für ein Glücksmoment!
Auch auf den darauffolgenden Tagen gab es schöne Motive im Morgenlicht.
Unterwegs war ich Morgens neben der schon erwähnten blauen Rappelkiste auch mit meinem 36er Einrad. Weil der Morgenhimmel an diesem Tag etwas triste war, musste das Einrad eben etwas Abwechselung ins Bild bringen.
Klein Beauty hatte sogar am Donnerstag einen Sondereinsatz, erst Morgens zur Arbeit. Als Nächstes ging es Vormittags mit dem Kleinbus von meinem Arbeitskollegen zu einem Ortstermin hin. Klein Beauty passte dort perfekt in den Kofferraum hinein, ohne das die Sitze umgeklappt werden mussten. Ein großes Schadensteil aus Stahl musste in einem Metallbetrieb beim Auftrennen fotografiert werden. Nach dem Fototermin ging es dann von dort aus (Hattingen) in den Feierabend. Ein BMX hat also auch noch ungeahnte Vorteile, weil es so schön klein ist, ähnlich wie ein Klapprad- perfekt!
Auf der Rückfahrt ist mir dieser Baum noch aufgefallen, der ganze Stamm war auf einer Seite sehr stark beschädigt. Ob da mal ein Blitz eingeschlagen war? So eine Beschädigung hatte ich bisher noch nicht gesehen, trotzdem war die Baumkrone noch gut mit grünem Laub ausgestattet – unglaublich!
Bei den Hafenschwans ist übrigens zum Glück weiterhin alles in Ordnung. An einem Morgen konnte ich zwei Schwäne beobachten die sich gleichzeitig elegant aber auch bedrohlich immer wieder umkreisten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass einer der Schwanenherren Papa Hafenschwan war, der sein Brutrevier, das Hafenbecken immer noch vor fremden Schwänen für seine Familie frei hält. Die restliche Familie Hafenschwan hielt sich nämlich in der Nähe des Geschehens auf. Leider hatte ich nicht mehr viel Zeit und musste weiter fahren. Das anmutige Schauspiel hätte ich mir gerne noch weiter angesehen.
Bei den Gänsen sind jetzt schon viele Teenies flügge geworden. Ganze Flugschulen heben morgens schon ab, natürlich mit lautem Geschnatter. Es ist einfach immer wieder ein schöner Anblick, der leider nicht ganz einfach zu fotografieren ist!
Ich wünsche euch ein schönes und entspanntes Wochenende.
die letzte Fahrradwoche ist bei mir gefühlt wie im Flug vergangen, ohne das es dafür eine Begründung gibt. Es gibt auch gar nicht so viele Bilder wie sonst üblich, weil ich teilweise auch noch meine Kamera und das Smartphone vergessen hatte mitzunehmen. Zum Beispiel ist die Fahrt mit dem Elektroschrott zur Müllumladestation ist nicht dokumentiert. Irgendwie verrückt!
An der Ruhr hat sich zum Glück die Lage beruhigt und auf den Bildern kann man kaum mehr etwas von der Katastrophe von vor zwei Wochen erahnen.
Besonders hat mich der Anblick der Nilgansfamilie mit ihren noch sehr kleinen Gänsekindern erfreut. Ich bin immer wieder überrascht, wie die Tiere alles so wegstecken und unbeirrt einfach weiter machen.
Auch bei meiner Lieblingsfamilie Hafenschwan ist zum Glück bisher kein weiterer Krankheitsfall aufgetreten, was mich natürlich besonders glücklich macht. Die Kleinen kommen schon langsam in die Pubertät. Der Höcker auf der Schnabeloberseite ist schon erkennbar, schaut mal genau hin.
Am letzten Donnerstag hatte ich mein blaues Lasteselchen wieder zum Müllmobil umfunktioniert. Dieses mal hatte ich mir das Treibgut, was überall am Ufer der Ruhr von der Flutwelle hängen geblieben ist vor genommen. In dem Treibgut sind unzählige mehr oder weniger kleine Plastikreste zu finden. Ich werde wohl in der nächsten Woche noch öfter dort hinfahren, denn es ist einfach extrem viel Müll, was sich zwischen den angespülten Pflanzenresten befindet. Es ist eine Mammutaufgabe die Ufer der Ruhr wieder sauber zu machen. Meine Müllsammelei ist so gesehen nicht mal „ein winziges Tröpfchen auf dem heißen Stein“, aber immerhin besser als nichts.
In dem Bild in der Mitte: Schöne Grüße an den Radsportler, der seinen Schlauch einfach in die Botanik geworfen hatte. Ein paar Meter weiter stand ein Mülleimer!
Unterwegs war ich unter anderem auch mal wieder mit meinem stylischen Bretzel
Mit ein paar entspannten Bildern möchte ich euch ein schönes Wochenende und eine gute nächste Woche wünschen.
Besondere liebe Grüße möchte ich allen Flutopfern senden, für die die Tragödie wohl noch viele weitere Monate anhalten wird. Verliert bitte nicht den Mut!
Mit einem Nachtrag von vorletzter Woche, einem Potrait von einer hübschen Schnecke, möchte ich mich für heute von euch verabschieden.
die letzte Woche verlief nicht ohne die schlimmen Meldungen in den Nachrichten aus den Orten, wo das Unwetter am 14 und 15 Juli besonders hart zugeschlagen hatte. Die Bilder machen einen einfach nur sprachlos und traurig. Auch bei uns in Witten kann man jetzt die Schäden überall sehen.
Wo fange ich bloß an?
Nachfolgend zeige ich euch Bilder von Orten während und nach der Katastrophe, dabei habe aus Rücksicht auf die Privatsphäre der betroffenen Leute keine abgesoffen Häuser, Campingplätze usw. fotografiert.
Am Mittwoch den 14 Juli war der Wasserstand der Ruhr schon ziemlich hoch, aber sie war noch in ihrem Flussbett. Nach der Arbeit hatte ich ein paar Bilder gemacht, weil ich Wasser auch immer wieder faszinierend finde, wenn irgendwelche Wellen dabei zu sehen sind. Im Vergleich zu morgens war das Wasser schon mit Sedimenten bräunlich verfärbt und die Strömung war schon stärker geworden. Die kleine Ente hatte Schutz unter der Uferböschung gefunden.
Am Donnerstag öffnete ich wie an jedem Morgen meine Fenster zum Lüften in meiner Wohnung, sofort viel mir der unangenehme Geruch auf. Es roch nach einer Mischung aus Heizöl, Diesel und Morast, da dachte ich schon, dass da irgendetwas nicht stimmt. Als ich mit mit der blauen Rappelkiste losfuhr, traute ich meinen Augen nicht, als ich einen mächtigen Erdrutsch sah. Die Feuerwehr oder das THW hatten bereits die Straße wieder freigeräumt. Im Industriemuseum Zeche Nachtigall war noch ein zweiter und größerer Erdrutsch runter gekommen. Nach ein paar Metern weiter, musste ich dann tatsächlich umdrehen, da die Nachtigallstraße komplett geflutet war. Der Autofahrer auf dem Bild war zwar zunächst ins Wasser gefahren, kam aber zum Glück gleich wieder rückwärts zurück gefahren.
Je länger ich an der Ruhr entlang radelte, kam ich aus dem Gruseln und gleichzeitigem Staunen nicht mehr raus, weil ich noch nie so ein hohes Hochwasser, wie dieses hier in Witten gesehen hatte. Auf der linken Seite sind die Hochwasserbilder, rechts die gleichen Ort mit abgelaufenen Wasser zu sehen.
Das Wasser hatte sogar in Höhe der Einmündung „Alter Fährweg“ die Herbeder Straße überspült. Für die Autofahrer ging es hier nicht mehr weiter. Ich hatte die blaue Rappelkiste über einen Zaun hieven können und konnte meine Fahrt auf einem abzweigenden Fußweg zum Glück fortsetzen.
Das Schleusenwärter Häuschen stand auch komplett unter Wasser, zum Glück war es von außen nicht beschädigt worden. Den Pegelstand kann man noch an der Hauswand sehen, was dort mit der Elektrik und dem Inventar geschehen ist kann man sich ja denken. Die beiden Hardensteinfähren waren zum Glück nicht von den Fluten losgerissen worden und auch unbeschädigt geblieben. Auch die „Schwalbe“ unser Flussdampfer hatte zum Glück nichts abbekommen.
Unser Wassergewinnungsgelände war auch komplett abgesoffen, so dass das Wasserwerk kein Trinkwasser mehr für Witten herstellen konnte und wir zum Glück durch einen Wasserspeicher weiter versorgt werden konnten. Jetzt ist das Wasser wieder weg und damit auch alle Wasserfrösche die morgens sonst immer ein Froschkonzert in den Wasserbecken gehalten hatten. Frösche können zwar gut schwimmen, aber bei diesen Fluten mit der starken Strömung werden sie wohl jämmerlich ertrunken sein. Jetzt ist es morgens dort totensstill, das macht mich sehr traurig!
Die nachfolgenden Bilder zeigen, wie viele Bäume, Trümmerteile und Müll jetzt überall an den Ufern entlang der Ruhr angespült wurden. Auf den ersten Bildern irrt ein Fischreiher zwischen dem Abraum am Ufer herum, schaut mal genau hin, dann könnt ihr euch vorstellen welche Mengen an Unrat die Flut mitgerissen hat.
Nach der Arbeit war ich noch zum Wasserkraftwerk Hohenstein gefahren. Das nachfolgende Bild zeigt den Standort auf dem Gelände des Ruderclubs Witten, wo ich am Vortag noch das Wehr mit dem leichten Hochwasser geknipst hatte. Den Ruderclub hat es auch ganz übel erwischt. Auf der Webseite hat der Verein die Bilder der Verwüstung veröffentlicht, einfach nur schlimm!
Das Wasserkraftwerk stand wie ein Bollwerk mitten in der Sintflut.
Unterwegs war ich letzte Woche mit der Düssellady, der blauen Rappelkiste und klein Beauty. Ich hatte die Fahrräder auch mal als Maßstab benutzt, damit ihr sehen könnt, wie hoch der Hochwasserpegel (braune Färbung der Pflanzen) war und welche Krater das strömende Wasser auf den Wegen hinterlassen hat.
Im Lottental hatte der Starkregen mit seinen Wassermassen einen Teich überlaufen lassen. Von der starken Strömung wurde ein Teil der Straßenbefestigung weggerissen. An dieser Stelle stand ein kleiner Strauch dessen Knospen ich im Frühjahr mehrfach fotografiert hatte und nun lag er zerzaust am Boden. Eine einzige Wurzel war nur noch intakt und hatte so verhindert, dass er weggespült worden war.
Was soll ich sagen der Strauch tat mir einfach nur leid, ja ihr dürft jetzt ruhig laut lachen, ich bin so bekloppt. Am Samstag beschloss ich mit dem blauen Lastesel eine Strauch-Rettung durchzuführen. Als ich am Hafenbecken vorbei fuhr viel mir eine struppig aussehende Gans auf, die ganz alleine auf der Wiese lag und ein bisschen Gras zupfte. Ich fuhr aber erst mal weiter zu meinem hölzernen Flutopfer. Mit einer Rosenschere hatte ich die letzte Wurzel durchgeschnitten. Anschließend schnitt ich alle verletzten Äste ab, dadurch wurde der Strauch dann auch transportfähig. In dem Teich führte ich erst mal eine Notwässerung durch und packte den Strauch dann in die hintere Kiste hinein.
Als ich wieder am Hafenbecken des Staussees angekommen war, saß die Gans immer noch da. Ich sprach zwei Passanten mit Nordic Walking Stöcken an, ob sie mir beim Einfangen der Gans helfen könnten. Das ganze ging dann recht flott. Die Gans war auch nicht mehr zu nennenswerter Gegenwehr fähig. Als ich sie unter meinen Arm nahm, war ich überrascht, wie leicht sie war. Sie bestand nur noch Haut und Knochen. Ich packte die arme Maus, eingewickelt in meiner Weste, in die vordere Box vom Lasteselchen und deckte sie mit meiner Tasche mit der großen Lasche zu und fuhr mit ihr zu einen nahegelegenen Tierarzt. Hier hatte ich auch das schlechte Foto von ihr mit dem Smartphone schnell gemacht.
Die Tierärztin konnte nur noch eine letzte Spritze aufziehen, weil sie schon so schwach war! Es tat mir unendlich leid, dass ihr nicht mehr geholfen werden konnte! Ihr wisst ja das ich Gänse total gerne mag.
Danach fuhr ich mit einiger zeitlichen Verzögerung, mit meinem hölzernen Notfall gleich zum Garten durch. Den Strauch legte ich in eine mit wassergefüllte Schubkarre, damit ich mich erst mal meine immer noch kränkelnde Alma kümmern konnte.
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Danach pflanzte ich den zerfledderten Strauch in meinen Garten ein. Ich hoffe sehr, das er sich wieder erholt. Ich muss mal in schlauen Büchern blättern, um was es sich da überhaupt für ein Gewächs handelt.
Bei meiner Lieblingsfamilie Hafenschwan ist leider auch ein Schwanenkind gestorben. Am Dienstagmorgen hatten sich 2 Jungtiere von der Familie abgesetzt. Eines von den beiden wirkte schon etwas schwächlich und kniff immer wieder die Augen zu. Auf dem Bild ist es rechts zu sehen.
Nach der Arbeit als ich wieder am See war, war das Kleine schon nicht mehr bei den anderen. Ich suchte am Ufer an der Stelle, wo ich morgens das Foto gemacht hatte, leider vergeblich.
Einfach traurig erst das Schwänchen und Samstag noch die Gans. Ich fürchte es werden noch viele Tiere krank werden. Für die Wasservögel kommt wohl die eigentliche Katastrophe erst jetzt, sie haben alle seit dem Hochwasser, das stark verschmutzte Wasser getrunken. Ich hoffe sehr, dass meine Vermutung nicht wahr wird.
Am letzten Donnerstag war ich mit dem Ausmisten meines nassen Schafstalles endlich fertig geworden, meine Gartenhütte ist nur noch feucht, nicht mehr nass.
Die nachfolgenden Bilder, sind alle vor der Katastrophe aufgenommen worden. Ich war mal wieder u.a. mit Penny unterwegs. Mit diesen schönen Bildern möchte ich euch nach diesem langen und bedrückenden Beitrag eine schöne neue Woche wünschen. Allen Flutopfern wünsche ich alles erdenklich Gute und viel Zuversicht!
angesichts der Flutkatastrophe möchte ich als erstes allen mein Mitgefühl aussprechen, die ihre Angehörigen und Freunde dabei verloren haben. Sehr viele Menschen haben innerhalb weniger Stunden wirklich alles verloren und sind jetzt im Extremfall obdachlos geworden und stehen vor dem nichts.
Bei mir ist zum Glück nur in die Gartenhütte und in die Ställe meiner Schafe Wasser rein gelaufen. Aus diesem Grund wird das heute nur ganz kurz, da ich auch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt bin.
Ich wünsche allen Katastrophenopfern ganz viel Kraft in diesen Tagen.
Meine Hochachtung und Dank geht an alle Feuerwehrleute, THW-Mitarbeiter, Notfallsanitäter, Soldaten und alle anderen Helfern, die jetzt die Ärmel hochgekrämpelt haben und helfen wo sie können.
Ich hoffe unsere Politiker haben jetzt endlich begriffen, dass Umweltschutz kein Hobby von Aktivisten ist, sondern lebensnotwendig.
Tausende Bäume sind in den vergangenen Jahren wegen der Dürre bei uns gestorben, um nur ein Beispiel zu nennen. Bisher hat dass nur wenige Menschen berührt!
Jetzt sind es Menschen, die sinnlos gestorben sind! Ich hoffe wirklich, dass jetzt alle endlich wach geworden sind!
In diesem Sinne wünsche ich allen Menschen die betroffen sind, alles Gute und viel Zuversicht. Danke nochmal an alle Helfer.
und wieder ist eine Fahrradwoche vorbei. Ich muss allerdings gestehen, dass ich am letzten Sonntag meinen Drahteseln etwas untreu geworden war.
Im letzten Beitrag hatte ich euch ja von dem Skateboard – Wahnsinn berichtet.
Das Wetter war trocken und ich wollte doch mal mein neues Streetskateboard ausprobieren. Damit ich möglichst ungestört meine ersten dilettantischen Versuche unternehmen konnte, ging es zu unserer Grundschule auf den Schulhof. Bedingt durch eine Großbaustelle war ich zu Fuß mit Hackenporsche schneller an Ort und Stelle als mit einem Fahrrad. Der Hackenporsche war mit dem Surf- und Streetskateboard beladen und mein Ultimate nahm ich auch noch mit, so hatte ich ein bisschen Abwechselung.
Schön brav fuhr ich mich mit dem Surfskateboard und Ultimate warm. Anschließend hatte ich Knie-, Ellenbogen- und die Handschützer angezogen, die ich sogar extra dafür angeschafft hatte. Nur den Helm hatte ich zu Hause gelassen, da ich ja keine Rennen fahren wollte.
Oh ha!!! Kaum stand ich auf dem Streetskateboard wirkte auch schon überraschend schnell die Erdanziehungskraft auf mich ein. Mit der Erdbeschleunigung von 9,81 m/s beschleunigte ich leicht seitlich per Bauchklatscher ohne irgendeinen Bremsweg zu Boden. Die Landung auf meinem linken Hüftknochen, mit nach vorne überstrecktem linken Arm, war dementsprechend unsanft, aber soweit war ich trotzdem zum Glück noch funktionstüchtig. Meine schönen neuen Schoner hatten da leider keine Wirkung gezeigt, so viel zur Schutzausrüstung! Nachdem noch ein zweiter ebenfalls heftiger Abflug dazu kam, überarbeitete ich meine Fahrtechnik indem ich mehr in die Knie ging und siehe da kein weiterer Unfall ereignete sich mehr.
Mal ganz unter uns, den hätte ich wohl dann auch nicht mehr ganz schadlos mit meinen morschen Knochen überstanden.
Wie auch immer, wo war ich stehen geblieben?
In der Zwischenzeit hatten sich 2 Jungs zu mir gesellt und fragten ob sie auch mal fahren konnten. Mit dem Streetskateboard kamen die zwei schon ziemlich gut klar. Das Surfskateboard war aber wiederum für sie ganz neu und dem entsprechend taten sie sich damit dann schwerer als ich. Unglaublich das vom Bewegungsablauf die beiden Skateboards so unterschiedlich sind, probiert es mal aus!
Am Abend ging es dann mit der blauen Rappelkiste noch zu den Wollmäusen um dringende Hufpflegearbeiten zu erledigen. Während dieser Tätigkeit merkte ich langsam aber sicher, das meine Stunts mit dem Skateboard nicht ganz ohne Folgen geblieben waren. Meine linke Schulter zippte ein wenig.
Am nächsten Morgen kam ich dann kaum noch in bzw. aus der Badewanne wieder raus, da ich sozusagen auf der linken Seite Flügellahm war. Während des Frühstücks überlegte ich dann mit welchem Fahrrad ich den mit dem lahmen Arm und der schmerzenden Schulter am besten zur Arbeit fahren könnte. Die Wahl viel dann auf Schrotti dem 35 Euro Drahtesel.
Auch in den darauffolgenden Tagen hatte mir Schrotti als Invalidenfahrzeug gut Dienste geleistet. Schön gemütlich rollte ich damit zur Arbeit bei meist ziemlich nassen Wetter. Inzwischen bin ich wieder einigermaßen hergestellt und an meiner Hüfte hat sich an einer Stelle ein prächtiges Farbenspiel entwickelt.
Da Schrotti ja ein richtiges Rentnerfahrrad ist, liegt die Kiste dem entsprechend wegen des sehr niedrigen Einstiegs tief auf der Straße. In ganz leichten Kurven setzt doch tatsächlich die Pedale schon auf dem Boden auf. Hups, da ist Vorsicht in den Kurven geboten, wenn man etwas schneller unterwegs ist, auf keinen Fall dann in die Pedale treten. Das hatte ich bisher auch noch bei keinem Fahrrad erlebt. So viel zu den Tücken bei Tiefeinsteigern bzw. fahrenden Sofas in schon ganz leichten Kurven! Am Freitag hatte ich dann auf die blaue Rappelkiste umgesattelt, da waren die Kurven kein Problem mehr.
Trotz des schon erwähnten Regenwetters hatte ich natürlich wieder unterwegs hier und da in der Gegend herum geknipst und natürlich wiederholt die Hafenschwans besucht. Es ist einfach immer wieder schön bei ihnen vorbei zusehen, alle sieben Kidis waren wohlauf und wieder größer geworden.
Am Freitag überquerte eine kleine Weinbergschnecke den Fahrradweg, nach dem Fotoshooting hatte ich sie wohlbehalten auf eine Wiese gesetzt, damit ihr nichts Schlimmes passieren konnte.
Immer wieder gab es in dem Morgenlicht wunderschöne Farben in den Wiesen zu entdecken.
Mit weiteren Bildchen wünsche ich euch ein schönes Wochenende und hoffentlich ohne weitere Sintfluten. Mancher Orts war es dann ja doch zu viel von dem immer noch nötigen Nass!