Nach dem Unwetter!

Hallo ihr Lieben,

die letzte Woche verlief nicht ohne die schlimmen Meldungen in den Nachrichten aus den Orten, wo das Unwetter am 14 und 15 Juli besonders hart zugeschlagen hatte.
Die Bilder machen einen einfach nur sprachlos und traurig.
Auch bei uns in Witten kann man jetzt die Schäden überall sehen.

Wo fange ich bloß an?

Nachfolgend zeige ich euch Bilder von Orten während und nach der Katastrophe, dabei habe aus Rücksicht auf die Privatsphäre der betroffenen Leute keine abgesoffen Häuser, Campingplätze usw. fotografiert.

Am Mittwoch den 14 Juli war der Wasserstand der Ruhr schon ziemlich hoch, aber sie war noch in ihrem Flussbett.
Nach der Arbeit hatte ich ein paar Bilder gemacht, weil ich Wasser auch immer wieder faszinierend finde, wenn irgendwelche Wellen dabei zu sehen sind.
Im Vergleich zu morgens war das Wasser schon mit Sedimenten bräunlich verfärbt und die Strömung war schon stärker geworden.
Die kleine Ente hatte Schutz unter der Uferböschung gefunden.

Am Donnerstag öffnete ich wie an jedem Morgen meine Fenster zum Lüften in meiner Wohnung, sofort viel mir der unangenehme Geruch auf.
Es roch nach einer Mischung aus Heizöl, Diesel und Morast, da dachte ich schon, dass da irgendetwas nicht stimmt.
Als ich mit mit der blauen Rappelkiste losfuhr, traute ich meinen Augen nicht, als ich einen mächtigen Erdrutsch sah. Die Feuerwehr oder das THW hatten bereits die Straße wieder freigeräumt. Im Industriemuseum Zeche Nachtigall war noch ein zweiter und größerer Erdrutsch runter gekommen.
Nach ein paar Metern weiter, musste ich dann tatsächlich umdrehen, da die Nachtigallstraße komplett geflutet war. Der Autofahrer auf dem Bild war zwar zunächst ins Wasser gefahren, kam aber zum Glück gleich wieder rückwärts zurück gefahren.

Je länger ich an der Ruhr entlang radelte, kam ich aus dem Gruseln und gleichzeitigem Staunen nicht mehr raus, weil ich noch nie so ein hohes Hochwasser, wie dieses hier in Witten gesehen hatte.
Auf der linken Seite sind die Hochwasserbilder, rechts die gleichen Ort mit abgelaufenen Wasser zu sehen.

Das Wasser hatte sogar in Höhe der Einmündung „Alter Fährweg“ die Herbeder Straße überspült. Für die Autofahrer ging es hier nicht mehr weiter.
Ich hatte die blaue Rappelkiste über einen Zaun hieven können und konnte meine Fahrt auf einem abzweigenden Fußweg zum Glück fortsetzen.


Das Schleusenwärter Häuschen stand auch komplett unter Wasser, zum Glück war es von außen nicht beschädigt worden.
Den Pegelstand kann man noch an der Hauswand sehen, was dort mit der Elektrik und dem Inventar geschehen ist kann man sich ja denken.
Die beiden Hardensteinfähren waren zum Glück nicht von den Fluten losgerissen worden und auch unbeschädigt geblieben.
Auch die „Schwalbe“ unser Flussdampfer hatte zum Glück nichts abbekommen.

Unser Wassergewinnungsgelände war auch komplett abgesoffen, so dass das Wasserwerk kein Trinkwasser mehr für Witten herstellen konnte und wir zum Glück durch einen Wasserspeicher weiter versorgt werden konnten.
Jetzt ist das Wasser wieder weg und damit auch alle Wasserfrösche die morgens sonst immer ein Froschkonzert in den Wasserbecken gehalten hatten.
Frösche können zwar gut schwimmen, aber bei diesen Fluten mit der starken Strömung werden sie wohl jämmerlich ertrunken sein.
Jetzt ist es morgens dort totensstill, das macht mich sehr traurig!

Die nachfolgenden Bilder zeigen, wie viele Bäume, Trümmerteile und Müll jetzt überall an den Ufern entlang der Ruhr angespült wurden.
Auf den ersten Bildern irrt ein Fischreiher zwischen dem Abraum am Ufer herum, schaut mal genau hin, dann könnt ihr euch vorstellen welche Mengen an Unrat die Flut mitgerissen hat.






Nach der Arbeit war ich noch zum Wasserkraftwerk Hohenstein gefahren.
Das nachfolgende Bild zeigt den Standort auf dem Gelände des Ruderclubs Witten, wo ich am Vortag noch das Wehr mit dem leichten Hochwasser geknipst hatte.
Den Ruderclub hat es auch ganz übel erwischt. Auf der Webseite hat der Verein die Bilder der Verwüstung veröffentlicht, einfach nur schlimm!





Das Wasserkraftwerk stand wie ein Bollwerk mitten in der Sintflut.

Unterwegs war ich letzte Woche mit der Düssellady, der blauen Rappelkiste und klein Beauty.
Ich hatte die Fahrräder auch mal als Maßstab benutzt, damit ihr sehen könnt, wie hoch der Hochwasserpegel (braune Färbung der Pflanzen) war und welche Krater das strömende Wasser auf den Wegen hinterlassen hat.

Im Lottental hatte der Starkregen mit seinen Wassermassen einen Teich überlaufen lassen.
Von der starken Strömung wurde ein Teil der Straßenbefestigung weggerissen. An dieser Stelle stand ein kleiner Strauch dessen Knospen ich im Frühjahr mehrfach fotografiert hatte und nun lag er zerzaust am Boden.
Eine einzige Wurzel war nur noch intakt und hatte so verhindert, dass er weggespült worden war.


Was soll ich sagen der Strauch tat mir einfach nur leid, ja ihr dürft jetzt ruhig laut lachen, ich bin so bekloppt.
Am Samstag beschloss ich mit dem blauen Lastesel eine Strauch-Rettung durchzuführen.
Als ich am Hafenbecken vorbei fuhr viel mir eine struppig aussehende Gans auf, die ganz alleine auf der Wiese lag und ein bisschen Gras zupfte. Ich fuhr aber erst mal weiter zu meinem hölzernen Flutopfer.
Mit einer Rosenschere hatte ich die letzte Wurzel durchgeschnitten. Anschließend schnitt ich alle verletzten Äste ab, dadurch wurde der Strauch dann auch transportfähig.
In dem Teich führte ich erst mal eine Notwässerung durch und packte den Strauch dann in die hintere Kiste hinein.


Als ich wieder am Hafenbecken des Staussees angekommen war, saß die Gans immer noch da. Ich sprach zwei Passanten mit Nordic Walking Stöcken an, ob sie mir beim Einfangen der Gans helfen könnten.
Das ganze ging dann recht flott. Die Gans war auch nicht mehr zu nennenswerter Gegenwehr fähig. Als ich sie unter meinen Arm nahm, war ich überrascht, wie leicht sie war. Sie bestand nur noch Haut und Knochen.
Ich packte die arme Maus, eingewickelt in meiner Weste, in die vordere Box vom Lasteselchen und deckte sie mit meiner Tasche mit der großen Lasche zu und fuhr mit ihr zu einen nahegelegenen Tierarzt.
Hier hatte ich auch das schlechte Foto von ihr mit dem Smartphone schnell gemacht.

Die Tierärztin konnte nur noch eine letzte Spritze aufziehen, weil sie schon so schwach war!
Es tat mir unendlich leid, dass ihr nicht mehr geholfen werden konnte!
Ihr wisst ja das ich Gänse total gerne mag.

Danach fuhr ich mit einiger zeitlichen Verzögerung, mit meinem hölzernen Notfall gleich zum Garten durch.
Den Strauch legte ich in eine mit wassergefüllte Schubkarre, damit ich mich erst mal meine immer noch kränkelnde Alma kümmern konnte.

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Danach pflanzte ich den zerfledderten Strauch in meinen Garten ein.
Ich hoffe sehr, das er sich wieder erholt.
Ich muss mal in schlauen Büchern blättern, um was es sich da überhaupt für ein Gewächs handelt.








Bei meiner Lieblingsfamilie Hafenschwan ist leider auch ein Schwanenkind gestorben.
Am Dienstagmorgen hatten sich 2 Jungtiere von der Familie abgesetzt.
Eines von den beiden wirkte schon etwas schwächlich und kniff immer wieder die Augen zu.
Auf dem Bild ist es rechts zu sehen.


Nach der Arbeit als ich wieder am See war, war das Kleine schon nicht mehr bei den anderen.
Ich suchte am Ufer an der Stelle, wo ich morgens das Foto gemacht hatte, leider vergeblich.

Einfach traurig erst das Schwänchen und Samstag noch die Gans.
Ich fürchte es werden noch viele Tiere krank werden.
Für die Wasservögel kommt wohl die eigentliche Katastrophe erst jetzt, sie haben alle seit dem Hochwasser, das stark verschmutzte Wasser getrunken.
Ich hoffe sehr, dass meine Vermutung nicht wahr wird.

Am letzten Donnerstag war ich mit dem Ausmisten meines nassen Schafstalles endlich fertig geworden, meine Gartenhütte ist nur noch feucht, nicht mehr nass.

Die nachfolgenden Bilder, sind alle vor der Katastrophe aufgenommen worden.
Ich war mal wieder u.a. mit Penny unterwegs.
Mit diesen schönen Bildern möchte ich euch nach diesem langen und bedrückenden Beitrag eine schöne neue Woche wünschen.
Allen Flutopfern wünsche ich alles erdenklich Gute und viel Zuversicht!

Liebe Grüße

Dagmar

Flutkatastrophe!

Hallo ihr Lieben,

angesichts der Flutkatastrophe möchte ich als erstes allen mein Mitgefühl aussprechen, die ihre Angehörigen und Freunde dabei verloren haben.
Sehr viele Menschen haben innerhalb weniger Stunden wirklich alles verloren und sind jetzt im Extremfall obdachlos geworden und stehen vor dem nichts.

Bei mir ist zum Glück nur in die Gartenhütte und in die Ställe meiner Schafe Wasser rein gelaufen.
Aus diesem Grund wird das heute nur ganz kurz, da ich auch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt bin.



Ich wünsche allen Katastrophenopfern ganz viel Kraft in diesen Tagen.




Meine Hochachtung und Dank geht an alle Feuerwehrleute, THW-Mitarbeiter, Notfallsanitäter, Soldaten und alle anderen Helfern, die jetzt die Ärmel hochgekrämpelt haben und helfen wo sie können.





Ich hoffe unsere Politiker haben jetzt endlich begriffen, dass Umweltschutz kein Hobby von Aktivisten ist, sondern lebensnotwendig.

Tausende Bäume sind in den vergangenen Jahren wegen der Dürre bei uns gestorben, um nur ein Beispiel zu nennen.
Bisher hat dass nur wenige Menschen berührt!


Jetzt sind es Menschen, die sinnlos gestorben sind!
Ich hoffe wirklich, dass jetzt alle endlich wach geworden sind!

In diesem Sinne wünsche ich allen Menschen die betroffen sind, alles Gute und viel Zuversicht.
Danke nochmal an alle Helfer.

Liebe Grüße

Dagmar



9,81 m/s, alles blond und blau!

Hallo ihr Lieben,

und wieder ist eine Fahrradwoche vorbei.
Ich muss allerdings gestehen, dass ich am letzten Sonntag meinen Drahteseln etwas untreu geworden war.


Im letzten Beitrag hatte ich euch ja von dem Skateboard – Wahnsinn berichtet.

Das Wetter war trocken und ich wollte doch mal mein neues Streetskateboard ausprobieren.
Damit ich möglichst ungestört meine ersten dilettantischen Versuche unternehmen konnte, ging es zu unserer Grundschule auf den Schulhof.
Bedingt durch eine Großbaustelle war ich zu Fuß mit Hackenporsche schneller an Ort und Stelle als mit einem Fahrrad.
Der Hackenporsche war mit dem Surf- und Streetskateboard beladen und mein Ultimate nahm ich auch noch mit, so hatte ich ein bisschen Abwechselung.


Schön brav fuhr ich mich mit dem Surfskateboard und Ultimate warm.
Anschließend hatte ich Knie-, Ellenbogen- und die Handschützer angezogen, die ich sogar extra dafür angeschafft hatte. Nur den Helm hatte ich zu Hause gelassen, da ich ja keine Rennen fahren wollte.




Oh ha!!!
Kaum stand ich auf dem Streetskateboard wirkte auch schon überraschend schnell die Erdanziehungskraft auf mich ein.
Mit der Erdbeschleunigung von 9,81 m/s beschleunigte ich leicht seitlich per Bauchklatscher ohne irgendeinen Bremsweg zu Boden.
Die Landung auf meinem linken Hüftknochen, mit nach vorne überstrecktem linken Arm, war dementsprechend unsanft, aber soweit war ich trotzdem zum Glück noch funktionstüchtig.
Meine schönen neuen Schoner hatten da leider keine Wirkung gezeigt, so viel zur Schutzausrüstung!
Nachdem noch ein zweiter ebenfalls heftiger Abflug dazu kam, überarbeitete ich meine Fahrtechnik indem ich mehr in die Knie ging und siehe da kein weiterer Unfall ereignete sich mehr.


Mal ganz unter uns, den hätte ich wohl dann auch nicht mehr ganz schadlos mit meinen morschen Knochen überstanden.



Wie auch immer, wo war ich stehen geblieben?





In der Zwischenzeit hatten sich 2 Jungs zu mir gesellt und fragten ob sie auch mal fahren konnten. Mit dem Streetskateboard kamen die zwei schon ziemlich gut klar.
Das Surfskateboard war aber wiederum für sie ganz neu und dem entsprechend taten sie sich damit dann schwerer als ich.
Unglaublich das vom Bewegungsablauf die beiden Skateboards so unterschiedlich sind, probiert es mal aus!





Am Abend ging es dann mit der blauen Rappelkiste noch zu den Wollmäusen um dringende Hufpflegearbeiten zu erledigen.
Während dieser Tätigkeit merkte ich langsam aber sicher, das meine Stunts mit dem Skateboard nicht ganz ohne Folgen geblieben waren. Meine linke Schulter zippte ein wenig.

Am nächsten Morgen kam ich dann kaum noch in bzw. aus der Badewanne wieder raus, da ich sozusagen auf der linken Seite Flügellahm war.
Während des Frühstücks überlegte ich dann mit welchem Fahrrad ich den mit dem lahmen Arm und der schmerzenden Schulter am besten zur Arbeit fahren könnte.
Die Wahl viel dann auf Schrotti dem 35 Euro Drahtesel.


Auch in den darauffolgenden Tagen hatte mir Schrotti als Invalidenfahrzeug gut Dienste geleistet. Schön gemütlich rollte ich damit zur Arbeit bei meist ziemlich nassen Wetter.
Inzwischen bin ich wieder einigermaßen hergestellt und an meiner Hüfte hat sich an einer Stelle ein prächtiges Farbenspiel entwickelt.


Da Schrotti ja ein richtiges Rentnerfahrrad ist, liegt die Kiste dem entsprechend wegen des sehr niedrigen Einstiegs tief auf der Straße.
In ganz leichten Kurven setzt doch tatsächlich die Pedale schon auf dem Boden auf.
Hups, da ist Vorsicht in den Kurven geboten, wenn man etwas schneller unterwegs ist, auf keinen Fall dann in die Pedale treten.
Das hatte ich bisher auch noch bei keinem Fahrrad erlebt.
So viel zu den Tücken bei Tiefeinsteigern bzw. fahrenden Sofas in schon ganz leichten Kurven!
Am Freitag hatte ich dann auf die blaue Rappelkiste umgesattelt, da waren die Kurven kein Problem mehr.


Trotz des schon erwähnten Regenwetters hatte ich natürlich wieder unterwegs hier und da in der Gegend herum geknipst und natürlich wiederholt die Hafenschwans besucht.
Es ist einfach immer wieder schön bei ihnen vorbei zusehen, alle sieben Kidis waren wohlauf und wieder größer geworden.


Am Freitag überquerte eine kleine Weinbergschnecke den Fahrradweg, nach dem Fotoshooting hatte ich sie wohlbehalten auf eine Wiese gesetzt, damit ihr nichts Schlimmes passieren konnte.

Immer wieder gab es in dem Morgenlicht wunderschöne Farben in den Wiesen zu entdecken.

Mit weiteren Bildchen wünsche ich euch ein schönes Wochenende und hoffentlich ohne weitere Sintfluten.
Mancher Orts war es dann ja doch zu viel von dem immer noch nötigen Nass!

Liebe Grüße

Dagmar

Skateboards und bunte Fahrradwoche bei ordentlich Regen

Hallo ihr Lieben,

am letzten Wochenende war ich mit dem roten Lastesel und meinem Surfskateboard zum Skatepark am Stausee gefahren.

Bisher hatte ich das Surfskateboard nur in der Turnhalle zwischendurch mal beim Einradfahren in Dortmund benutzt. Also vor den Coronazeiten einmal in der Woche und dass für immer nur ein paar Minuten zum Entspannen.
Vor Kurzem wurde bei mir vor der Haustür die Straße komplett saniert.
Aus der ehemaligen Buckelpiste ist eine wunderschöne glatte Oberfläche geworden, perfekt für alles was rollt und Spaß macht.

Abends war und ist wenig los und so habe ich jetzt eine perfekte Skatebahn vor der Haustür- was für ein Glück!
Nur die Rampen fehlen noch, dank Internetvideos kommt man auf solche Ideen, deshalb eben die Fahrt zum Skatepark.
Ich wollte dort mal ausprobieren, wie das so geht mit dem rauf und runter fahren.
Die Rampen waren schön flach und somit bestens geeignet für so ein Greenhorn wie mich.
Es klappte zu meiner Überraschung ganz gut und ohne Bruch, zumindest bis dahin wo ich mein Surfskate gegen ein Streetskateboard von den einem jungen Mann getauscht hatte.
Beim ausprobieren lag ich natürlich gleich auf der Nase, zum Glück ohne nennenswerte Blessuren.
So ein Streetskateboard rollt durch die kleinen härteren Räder verflixt schnell!

Wie schon gerade erwähnt, schaute ich mir zu Hause weitere Videos zu Thema Skateboardfahren an. Es gibt grob eingeteilt drei verschiedene Skateboards Longboard, Surfskate und Streetskateboards.
Wie immer bleibt so was bei mir nicht ohne Folgen.
In den Kleinanzeigen konnte ich für ganze 5 Euro ein einfaches Skateboard bekommen. Es hatte seine Primäre gleich am Montag als ich zum Rehasport zur nahegelegenen Turnhalle fuhr. Auf diesem Ding fährt man eigentlich Roller ohne Lenker (nennt man Puschen im Fachchinesisch).
Für so lauffaule Menschen wie mich ist das die perfekte Lösung. Auf kurzen Strecken ist das wirklich ein perfektes Fahrzeug mit Spaßfaktor.



Und dann sind die Pferde mit mir natürlich wieder durchgegangen und ich habe mir auch noch so ein Streetskateboard zugelegt.

Auf dem Bild könnt ihr meinen neuen Fuhrpark sehen.
Von links nach rechts Surfskateboard, Streetskateboard und einfaches Skateboard. Dei Skateboards unterscheiden sich hauptsächlich bei der Lenkung (Achsen) und bei den Rollen.

Surfskateboard: große und relativ weiche Rollen Φ 70 mm mit sehr guter Lenkfähigkeit an der vorderen Achse die durch eine bestimmte Bauart ermöglicht wird.
Mit dem Surfskateboard kann man sozusagen auf der Straße Wellenreiten, wie die Surfer in der Meeresbrandung, das macht total Spaß und ist wirklich entspannend, auch einfach zu lernen und eigentlich ungefährlich.



einfaches Skateboard: mittlelgroße und relativ weiche Rollen Φ 60 mm mit normaler Lenkfähigkeit (Achse) vorne und hinten.
Dieses Skateboard eignet sich vor allem für kurze Strecken, einfach so zu gemütlichen Fahren auf der Straße


Streetskateboard: kleinere und relativ harte Rollen Φ 54 mm mit normaler Lenkfähigkeit (Achse) vorne und hinten.
Mit den Streetskateboards werden Tricks an Rampen oder zum Beispiel Sprünge auf Treppengeländer gemacht.
Mir ist es ein Rätsel, wie man überhaupt ein Skateboard in die Luft bekommt.
Im Internet kann man das in zahlreichen Clips bewundern- unglaublich!


Bei dem Regenwetter musste ich allerdings meine weiteren Skatebordversuche in die Wohnung verlegen.
Mein Badezimmerteppich wurde ins Wohnzimmer verlegt und schon konnte es mit den Trockenübungen und passenden Videoclip losgehen.
Das Inventar meines Wohnzimmers und ich selbst haben die Trockenübungen auf dem Flokati übrigens schadlos überstanden.
Geübt habe ich den sogenannten „Olli“ eine Art Bunnyhop mit meinem neuen Streetskateboard. Zum Glück wohne ich im Erdgeschoss, dadurch wurden meine Nachbarn von dem Unfug nicht behelligt.
Ich glaube es wird Zeit das Corona endlich verschwindet, wer weiß auf welche Ideen ich sonst noch so komme.
Soviel zum Thema Skateboard, der neue Wahnsinn!

Das Bretzel hatte in der letzten Woche auch seine erste richtige Testfahrt.
Der übliche Arzttermin (blöde chronische Polyarthritis) führte mich vor der Arbeit nach Hattingen. Sonst war ich mit dem Hauptgewinn (E-Bike) dort hingefahren und anschließend nach Bochum zur Ruhr-Uni hin. Ich muss sagen mit dem Bretzel war selbst ich flott unterwegs und nicht langsamer als mit dem Hauptgewinn. Natürlich war der Körpereinsatz etwas höher als mit der Motorunterstützung vom Hauptgewinn, aber es machte einfach Spaß sich auch mal auszutoben.
Optisch ist das Bretzelchen doch echt ein Hingucker!


Auf Grund von einer gewissen Altersschwäche gepaart mit den Zipperlein hatte ich am nächsten Morgen das Bedürfnis gemütlich, also seniorengerecht zur Arbeit zu fahren.
Mit Schrotti, meinem rollenden 35 Euro Fahrradsofa hatte das wunderbar funktioniert.


Es hatte ja auch in unserer Gegend und insbesondere in Bochum teilweise geschüttet wie aus Eimern.
Im Hafenbecken des Kemnader Stausees war durch den großen Zulauf des Ölbaches ordentlich Strömung gewesen.

Im Lottental war eine große Pfütze mit schöner Spiegelung der alten Industriehalle entstanden.

Der viele Regen hat auch den Riesen Bärenklau wieder üppig Sprießen lassen. In den letzten drei Jahren waren die Pflanzen wegen der Trockenheit eher kümmerlich gewaschen.
Der Bärenklau auch Herkulesstaude genannt, gehört zu den sogenannten invasiven Arten. Das heißt wir Menschen haben ihn als Zierpflanze hier eingeschleppt und damit dafür gesorgt, das er die einheimischen Arten an vielen Orten verdrängt.
Da der Pflanzensaft bei uns auch noch Hautverätzungen verursachen kann, versucht man ihn nun wieder loszuwerden.
Zum Glück nicht mit Pestiziden sondern u.a. mit Hilfe von Schafen.
Ich freue mich darüber natürlich besonders, weil seitdem Fuchsschafe und Rhönschafe in kleinen Herden am Ufer der Ruhr und des Stausees weiden.

Obwohl ich selbst mal wegen einer schlimmen Hautverätzung (Archivbild) an den Beinen vom Bärenklau in Zusammenhang mit einer Kreuzallergie eines homöopathischen Arzneimittels 10 Tage in einer Hautklinik verbringen musste, finde ich die gewaltigen Stauden trotzdem wunderschön.

Bei meinen Fahrten zur Arbeit hatte ich auch wieder bei Familie Hafenschwan vorbeigeschaut.
Ich bin immer wieder froh darüber, dass vor allem Papa Hafenschwan in mir nichts Böses vermutet und ich ohne großartig beachtet zu werden, fast neben seiner Familie platz nehmen darf, während er die Gänse verscheucht.


Auch die Gänse haben ab und zu mal Meinungsverschiedenheiten wie ihr auf den Bildern sehen könnt.
Dabei gab es interessante Schwimmmanöver zu sehen.

Mit ein paar weiteren Schnappschüssen wünsche ich euch ein schönes Wochenende





Liebe Grüße

Dagmar

35 Euro-Glücksfahrrad!

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es wieder etwas aus der Hausfrauen-Schrauberbude.



In der letzten Woche hatte ich ein paar Tage frei und endlich Zeit, die abgefahrenen Reifen von dem Fahrrad meiner Schwester auszutauschen.
Das Mountainbike wird nicht als solches genutzt, sondern wird eher wie ein Citybike von meiner Schwester gefahren. Daher hatte ich „entschärfte“ Offroadreifen mit guten Rolleigenschaften auch auf Asphalt besorgt.




Die Laufräder waren mit den Schnellspannern schnell ausgebaut. Der Nachteil von solchen Schnellspannern ist leider, dass Langfinger ebenfalls ohne jegliches Werkzeug die Laufräder genauso schnell abmontieren können.
Das Fahrrad von meiner Schwester dürfte aufgrund seines Alters aber kaum noch Interesse bei solchen Unholden wecken.


Habe ich eigentlich schonmal erwähnt, dass es bei den meisten Fahrradmänteln eine vorgeschriebene Laufrichtung bei der Montage gibt?
Jaaah! Ich spreche hier leider aus Erfahrung.
Bei dem BMX-Hinterrad von letzter Woche, war die Laufrichtung des Fahrradmantels nicht vorgeschrieben und schon hatte ich dieses Mal nicht darauf geachtet- Himmel noch eins!


Beim Vorderrad war es egal, weil ich das Laufrad einfach anders herum einbauen konnte. Am Hinterrad ging dann aber der ganze Spaß von vorne los.
Also immer schön darauf achten, damit euch nicht das Gleiche passiert.


Weil ich ja frei hatte, konnte ich mal wieder im Internet die Kleinanzeigen ansehen.
Besonders „übel“ für mich ist dabei, ihr könnt es euch vielleicht schon denken, die Rubrik mit den Fahrrädern.
Es ist eine Seuche, ich kann es einfach nicht lassen darin herumzustöbern und natürlich wurde ich wieder fündig.
Es war ein blaues (Lieblingsfarbe) Herkules Damenrad mit der guten alten 7 Gang Schaltung von Sram.


Zu dem Besichtigungstermin fuhr ich mit dem Hauptgewinn und Anhänger hin.
Das Fahrrad musste schon längere Zeit im Keller gestanden haben, da es ein wenig eingestaubt war, aber zum Glück ohne Rost.
Bei der Probefahrt funktionierte die Schaltung nicht richtig.
Da ich ja ein bisschen die Mucken dieser Schaltung kenne, schaltete ich den ersten Gang ein und nahm am Hinterrad anschließend die Klickbox ab, dabei konnte ich den Schaltstift mit der verformten Hülse sehen.

Ich montierte die Klickbox (Archivbild von baugleicher Klickbox von Sachs) wieder ans Hinterrad und legte dann den vierten Gang ein und stellte anschließend mit der Rändelschraube die Schaltung ein. Und siehe da, trotz der verbogenen Hülse gingen alle Gänge plötzlich wieder, sehr zur Überraschung des Verkäufers, der wohl dachte die Schaltung wäre kaputt gewesen.
Vermutlich hatte jemand die Klickbox mal abgenommen ohne darauf zu achten welcher Gang eingeschaltet war und sie dann mit etwas Gewalt wieder drauf montiert, dann kann es nämlich zu solchen Fehlfunktionen kommen.

Am Vorderrad waren auffällige Korrosionsstellen, die wohl durch irgendeine ätzende Flüssigkeit verursacht worden waren und außerdem war die Lichtanlage defekt.
Der junge Mann und ich einigten uns nach kurzer Verhandlung auf einen Preis von 35 Euro.
Damit ich das Fahrrad transportieren konnte, schraubte ich kurzerhand mit meinem mitgebrachten Werkzeug beide Laufräder ab und packte sie mit dem Rahmen auf den Anhänger. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, passte alles ganz genau darauf- perfekt!

Zu Hause angekommen wurden die Einzelteile meines 35 Euro Rades erst mal auf dem Schrauberteppich im Wohnzimmer hingelegt. Den Schaltstift und die verbogene Hülse (oben im Bild) konnte ich gegen Ersatzteile, die ich im noch Schrank liegen hatte austauschen.

Anschließend putzte ich das staubige Fahrrad, baute es wieder zusammen und ölte zum Schluss auch noch die Kette.

Die Korrosionsschäden am Vorderrad waren zum Glück auch nur von optischer Bedeutung. Das Lager der Radnabe funktionierte zum Glück einwandfrei. Die Reifen hatten auch noch viel Profil und nach dem Reinigen sahen sie auch wieder ganz gut aus und waren doch nicht rissig, was ich zunächst angenommen hatte.
Nun konnte ich auf Probefahrt mit meinem Bastelfahrrad gehen.


Aufgrund seiner Bauart (Rahmenwinkel) fährt sich Schrotti so bequem, als ob ich auf einem Sofa unterwegs wäre, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.
Die defekte Lichtanlage wird einfach durch meine mobilen Fahrradleuchten bei Bedarf ersetzt. Schrotti war so mal wieder ein Volltreffer aus den Kleinanzeigen.

Wenn ihr aus welchen Gründen auch immer nur ganz wenig Geld für ein Fahrrad bezahlen wollt oder könnt schaut in die Kleinanzeigen, mit ein bisschen Glück und kleinen Basteleien könnt ihr hier fahrtüchtige Fahrräder bekommen.
Im Moment ist das sogar recht einfach, da sich sehr viele Leute jetzt ein E-Bike zulegen und so ihre alten, aber oft noch neuwertigen Markenfahrräder verkaufen wollen.
Markenfahrräder die man nur im Fahrradhandel bekommt sind immer hochwertiger als Fahrräder aus den Discountern und Baumärkten. Es kommt auf die Anbauteile (Kurbeln, Lenkervorbau, Schaltungen, Gepäckträger usw.) an, die dann hochwertiger sind und damit auch langlebiger. Versucht es mal, vielleicht habt ihr ja auch Glück.

Soviel aus der Hausfrauen-Schrauberbude.


Natürlich war ich auch wieder mit der Knipskiste unterwegs und hatte dabei wieder schöne Momente mit unseren Mitgeschöpfen.
Eine Nacktschnecke ist für Gartenbesitzer ja meist ein Graus, deshalb stellen viele Gärtner Bierfallen auf oder töten die Tiere schlimmsten Falls mit Giften.

Leider gehören die Nacktschnecken auch zu den vielen Tieren, für die wir keinerlei Empathie empfinden, wenn sie elendig sterben.
Deshalb hier dieses Bild einer wunderschönen großen Nacktschnecke, schaut mal genau hin wie schön sie aussieht.
Ich finde auch diesen Tieren sollten wir mit mehr Respekt begegnen.


Familie Hafenschwan hatte ich auch wieder besucht, alle sieben Kidis waren wohlauf.

Die Graugans, Nilgans und Mischlingsgans (Kanada-, Graugans) musste ich auf jeden Fall auch noch knipsen, einfach super hübsch sehen sie auf den Bildern aus.


Zum guten Schluss noch ein paar Bilder von den etwas unförmigen Teeniegänsen und anderen Motiven von unterwegs.



Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und eine gute nächste Woche. Liebe Grüße

Dagmar