Herrliches Schmuddelwetter und jede Menge Radzierkappen

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr hattet einen schönen zweiten Advent und der Nikolaus hat eure Stiefel vor der Tür mit leckeren Sachen gefüllt.

In der letzten Woche war das Wetter nun doch mal der Jahreszeit entsprechend.
Darum waren der Kübel, die blaue Rappelkiste und das Möchtegern-Mountainbike mit mir unterwegs.

Als es mal einigermaßen trocken war, hatte ich sogleich wieder Motive für meine Kamera gefunden, die diesen Beitrag wieder ein bisschen aufhübschen.

Heute wollte ich eigentlich wieder zum Müllsammeln losziehen, aber das olle kalte Nieselwetter hatte mich dann doch davon abgehalten.
Das letzte Mal war ich am 21 November auf Mülltour gewesen.
Der Beitrag vom 22 November war aber schon so mit Bildern gefüllt, sodass ich von dieser Müllfahrt noch nichts berichtet hatte.
Deshalb hole ich das heute an dieser Stelle gerne nach.

Meine Route führte an dem Nachtigall-Parkplatz vorbei, wo ich im Sommer und zusätzlich etwas später auch bei einem Clean Up schon aufgeräumt hatte.
Irgendwelche Schlaumeier hatten eine Kiste mit Farbresten, Unrat und einem Autoscheinwerfer dort abgestellt.
Da die Kiste meine Ladefläche gleich überfüllt hätte, lies ich sie gut sichtbar am Parkplatz stehen und schickte später die Fotos zum Betriebsamt.

Ich fuhr anschließend weiter den Ruhtalweg entlang.
Wie üblich war mein Müllsack im Nuh wieder rappelvoll.
Besonders viel Müll hatte ich auf dem freigeschnittenen Grünstreifen gegenüber der Einfahrt der Stadtwerke gefunden.
Dabei hatten mich die vielen Radzierkappen besonders ins Staunen versetzt.
Bei vergangen Müllsammelaktionen hatte ich immer wieder mal den „Zierrat“ von Autos aufgesammelt, aber so viele auf so einem kleinen Fleck, hatte ich bisher noch nie gefunden.
Wenn ich mir überlege, wie viele Radzierkappen wohl Deutschland weit zu finden wären. Dann haben wir schon allein nur mit dem Zierrat von Autos ein großes und eigentlich völlig unnötiges Müllproblem, hinzu kommt der übliche Unrat unserer Wohlstandsgesellschaft.
Die Mundmasken sind seit Corona ein weiteres Highlight beim Müllsammeln.

An dieser Stelle möchte ich mich wieder für die tolle Zusammenarbeit mit dem Betriebsamt Witten bedanken.

Ich wünsche euch noch einen gemütlichen Abend.

Der Winter naht, es wird frisch auf dem Drahtesel und Ausfahrt mit Penny



Hallo ihr Lieben,

heute können wir die erste Kerze anzünden.
Ich wünsche euch allen eine schöne und gemütliche Adventszeit.



Auf dem Fahrrad wird es allmählich etwas frisch, die Temperaturen gehen schon mal in den Minusbereich.

Funktionelle Radkleidung ist jetzt von Vorteil.
Der Handel bietet inzwischen sehr gute Fahrradbekleidung für die kalte Jahreszeit an, die aber meist ziemlich teuer und deshalb nicht für jeden erschwinglich ist.

Ich selbst bin mit einer Mischung aus herkömmlicher Kleidung und Fahrradkleidung unterwegs. Hier zeige ich euch mal, was ich so auf dem Rad anziehe, wenn es kalt wird.
Meine Kleidung ist sicherlich nichts für modebewusste Zeitgenossen.
Ich mutiere nämlich in meinem Outfit immer zu einem Fahrradmummel, aber dafür bin ich zweckmäßig, bequem und kostengünstig angezogen.

Ich ziehe mich immer so an, dass mir auf den ersten Metern auf dem Rad ein wenig zu kalt ist. Nach kurzer Zeit wird mir durch die Bewegung automatisch warm. Würde ich mich zu warm anziehen, käme ich ins Schwitzen, was nicht gut wäre, da ich nicht verschwitzt auf der Arbeit ankommen möchte.
Auf meiner Strecke zur Arbeit kommt kurz vor dem Ziel ein steiler Berg, hier ziehe ich vor dem Hochfahren meist meine Jacke aus, so ist mir angenehm warm, aber ich schwitze nicht.
Das Ganze beugt auch Erkältungen vor, da ich nicht so schnell auskühlen kann, weil meine Kleidung ja trocken bleibt.

Von Kopf bis Fuß:

Kopf
links im Bild ist eine Kapuze mit Klettverschluss
rechts, eine Mütze, die über die Ohren reicht und zugebunden werden kann. Die Mütze setze ich über die Kapuze mit Klettverschluss und darüber kommt noch die Kapuze von der Steppweste- schön warm!
Unten im Bild ist ein Schal mit Latz, der verhindert zuverlässig Zugluft im Nacken.


Oberkörper
Steppweste mit Kapuze, sehr günstig aus dem Discounter erstanden, darüber kommt eine winddichte Herrenjacke, ebenfalls aus dem Discounter, sehr bequem, weil weit geschnitten.
Der Regenmantel ist für besonders blödes Wetter, erschwinglich im Reit- und Futtermittelhandel erstanden.
Der Schulterwärmer ist aus einem Sanitätshaus, nicht ganz billig, aber super klasse.

Bei den Jacken sehe ich immer zu, dass ich nach Möglichkeit eine Herrenjacke bekomme, da dort die Ärmel weiter geschnitten sind.
Mir ist es ein Rätsel, warum bei Frauenjacken die Ärmel immer so eng geschnitten sind, sodass es mit einem dicken Pullover darunter schon knapp werden kann



Beinbekleidung
Die Skiunterhose bis kurz unter dem Knie, kommt sehr günstig aus dem Discounter.
Die wattierte Thermoshorts war ein Sonderangebot im Onlinehandel – Fahrradbekleidung
Diese Shorts ist super klasse und wärmt angenehm. Ich habe noch eine weitere Thermoshorts, die bis zum Knie reicht



Füße
Kniestrümpfe, im Reitfachhandel gekauft, wenn es richtig kalt wird kommen noch Wollsocken darüber.
Gefütterte Gummistiefel für nasskaltes Wetter, aus dem Reitfachhandel.
Rutschfeste Schuhe, für Bärentatzenpedale, Sonderangebot im Onlinehandel– Fahrradbekleidung.


Handschuhe
Hierbei ist es gut, wenn man mehrere Handschuhe hat. Je kälter es draußen wird, um so dicker sollten die Handschuhe gefüttert sein.
Meine Handschuhe sind teilweise aus üblichen Bekleidungsmärkten, sowie aus dem Fahrradhandel.



So, das zum Thema: kaltes Wetter auf dem Fahrrad.

Ausfahrt mit Penny

Heute Mittag hatte ich das schöne Wetter noch für eine erste richtige Ausfahrt mit meiner Penny, dem Riesenrad ausgenutzt.
Ich war selbst ein bisschen überrascht, dass ich ohne Probleme mit Penny eine größere Runde von ca. 10 km gefahren war. Unterwegs hatte ich natürlich nicht nur Penny fotografiert.

Im Anschluss kommen noch ein paar Schnappschüsse aus meinem üblichen Fahrradalltag.
Viel Vergnügen.


Bleibt alle gesund.


Auch im November bleibt der Fahrradalltag „bunt“

Hallo ihr Lieben,

als erstes möchte ich den Urlaubsgruß von Christie an euch weitergeben.

Sie ist für unbestimmte Zeit zu meiner Schwester und Bonnie gezogen.
Als Hundetaxi kommt sie jetzt wieder regelmäßig an die Luft- wie schön!

In der letzten Woche war ich mit unterschiedlichen Fahrrädern unterwegs.

Da gab es wieder mal zwei Futterfahrten für die vierbeinige Wollcombo und die Fahrten zur Arbeit bei unterschiedlichem Wetter.


Wie immer war meine Kamera stehts dabei und so gibt es wieder reichlich Bilder in diesem Beitrag.
Ich bin immer wieder erstaunt was mir unterwegs alles so vor die Linse rutscht, obwohl die Farbenpracht des Herbstes schon deutlich nachgelassen hat.
Mit Hilfe einer Minilampe, die erstaunlich hell ist, konnte ich selbst im Dunkeln noch weiter herumknipsen.

ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und eine gute neue Woche.

Bleibt alle gesund

Pendlerportrait in der Bike Bild Nr. 5/2020



Hallo ihr Lieben,

in dem Beitrag vom 15 August hatte ich euch von dem Besuch der Bike-Bild Redakteurin Svenja Schrade in Begleitung von dem Fotografen Philipp Hymphendahl erzählt.







Am 30 Oktober ist die noch immer aktuelle Ausgabe im Handel erschienen.
Wer also Lust auf das ganze Pendler-Portrait und viele andere interessante Fahrradthemen hat, sollte die Bike-Bild im Handel noch kaufen können.








Heute darf ich euch mit Erlaubnis der Redakteurin Svenja Schrade ein paar Ausschnitte von dem Pendler-Portrait hier präsentieren.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei Svenja und Philipp für die schöne Reportage bedanken.
Der Tag mit euch beiden hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht.

Penny-Farthing der absolute Wahnsinn!

Hallo ihr Lieben,

jetzt sind die Pferde mit mir endgültig durchgegangen.
Ich habe mir ein so genanntes Penny-Farthing zugelegt.
Der Name Penny-Farthing stammt laut Internet, sozusagen aus dem Größenvergleich zwischen einer großen Penny-Münze, zu einer kleinen viertel Penny-Münze (Groschen), das Ganze in Bezug auf die unterschiedlich großen Räder des Hochrades gesehen.

Wie bin ich nun wieder auf diese Idee gekommen bin?

Ed Pratt ein junger Engländer ist mit seinem 36 Zoll Einrad, über drei Jahren lang, um die Welt gefahren. In vielen Videos auf Youtube ist seine Weltreise zu sehen.
Als Ed auf seiner letzten Etappe in Schottland war, hatte er bei einem Bekannten übernachtet, der so ein Hochrad besaß.
In einem weiteren Video war Ed bei der Firma vorbeigekommen, bei der er sein Einrad gekauft hatte und von dort ist auch meine Penny hergekommen.
Zum Glück hatte der Brexit noch keine Auswirkung auf meine Bestellung gehabt und ich war überrascht, wie schnell mein Hochrad in einem riesigen Karton bei mir angekommen war.

Jetzt brauchte ich viel Platz um das Riesenrad zusammenbauen zu können, denn immerhin hat das Vorderrad einen Durchmesser von 50 Inch, umgerechnet ist das 1,27 m.
Im Wohnzimmer ging das dann sehr gut.
Der Zusammenbau war mit Hilfe eines Videos wirklich einfach zu erledigen.
Und ruckzuck stand meine Penny auf ihren eigenen Rädern.


Beim Probesitzen im Flur fiel mir auf, dass das Hochrad für mich ein wenig zu groß war. Oder anders formuliert, meine Beine waren für die Sattelhöhe doch ein bisschen zu kurz geraten.
Was tun?
Ich schaute mir den Sattel genauer an und stellte fest, dass er mit richtigen Federn bestückt war und dadurch die Sitzfläche recht hoch über der Befestigungsschiene lag.
Am nächsten Tag besorgte ich mir einen einfachen MTB-Sattel und montierte ihn auf die Penny. Wieder lehnte ich mein Riesenrad im Flur an den Schrank um auszuprobieren, ob die Sitzhöhe nun niedriger geworden war. Und ja, es war schon viel besser, nur verlief jetzt die Sattelfläche nicht mehr waagerecht, sondern schräg nach hinten. Da half nur noch ein Brotmesser, mit dem ich schubs die „Nase“ des Sattels um locker 2 cm abgeschnitten hatte.
Wieder auf der Penny montiert, war dann alles in bester Ordnung.

Für Sonntagmorgen hatte ich dann die Probefahrt angesetzt.
Ich muss gestehen, dass ich am Samstagabend gewisse Einschlafstörungen hatte, weil ich darüber grübelte, ob ich das Fahren auf einem Hochrad überhaupt auf die Reihe bekommen würde, ohne beim Sanitäter zu landen.

Sonntagmorgen
Da ich extra früh aufgestanden war, konnte ich kurz nach der Morgendämmerung unauffällig das Haus verlassen.
Ich schob mein Riesenrad zu einer wenig befahren Straße.
An einer Garagenzeile konnte ich Penny an die Wand lehnen und mit angezogener Handbremse auf sie draufklettern. Ich wollte schön vorsichtig entlang der Garagenzeile rollen und ließ mich für einen kurzen Moment von der Wand los und trat zu heftig in die Pedale und ehe ich noch was machen konnte, wurde ich unsanft von Penny abgeworfen.
Zum Glück war die Wand von den Garagen noch in Reichweite und so ist seitdem nur mein linkes Handgelenk ganz leicht verknackst.


Es musste also ein anderer Übungsort her.
Die Wahl fiel auf einen Schulhof ganz in der Nähe, mit glattem Boden und Wänden für meine nächsten Fahrversuche. Auch hier stellte sich meine Taktig als schlecht heraus, an der Wand langsam entlang zu fahren.
Also versuchte ich mit dem linken Fuß, auf der unteren Fußraste stehend und mit dem rechten Fuß mich vom Boden abzustoßen, um Penny ins Rollen zu versetzen. Leider konnte ich aber durch meine gesundheitlichen Zipperlein an den Kniegelenken, Penny nur in sehr langsames Rollen versetzen. Dadurch blieb mir keine Zeit zum weiteren Aufstieg auf den Sattel übrig.
Mmh, und nun?
Die Lösung war, nach dem Abstoß den rechten freien Fuß auf die Pedale zusetzen, um mit Pedalieren die Rollgeschwindigkeit deutlich zu erhöhen. Und siehe da, ich saß auf einmal auf dem Sattel.
Dann versuchte ich mit den Füßen die sich drehenden Pedale einzufangen um weiter zu pedalieren. Oh ha, dass brachte mich sogleich bedrohlich aus dem Gleichgewicht. Sehr schnell stellte ich fest, warum Penny einen recht breiten Lenker hat. Man muss nämlich gegenlenken, wenn man Gas geben will.
Das bedeutet tritt man zum Beispiel rechts in die Pedale, dreht das Vorderrad abrupt nach links ab, wenn das nicht mit dem Lenker verhindert wird.
Nachdem ich nun der Fahrphysik von Penny auf die Schliche gekommen war, fuhr ich den ganzen Schulhof vergnügt auf und ab und übte noch ein bisschen Kurvenfahren.

Mein Versuch, ein Selfie mit 10 Sekunden Selbstauslöser an der Kamera zu machen, hat nicht so wirklich geklappt.
Immerhin ist auf dem Bild zu sehen, dass Penny tatsächlich eine ganz beachtliche Größe hat.

Anschließend fuhr ich nach Hause.
Ein paar meiner Nachbarn aus meinem Haus, kamen aus dem Staunen kaum heraus, als sie mich sahen.
Schnell wurden gleich noch Aufnahmen mit dem Smarthone gemacht.

Es war sehr schöner und erfolgreicher Vormittag.
Ich freue mich schon auf meine nächste Ausfahrt mit meiner Penny.