angesichts der Flutkatastrophe möchte ich als erstes allen mein Mitgefühl aussprechen, die ihre Angehörigen und Freunde dabei verloren haben. Sehr viele Menschen haben innerhalb weniger Stunden wirklich alles verloren und sind jetzt im Extremfall obdachlos geworden und stehen vor dem nichts.
Bei mir ist zum Glück nur in die Gartenhütte und in die Ställe meiner Schafe Wasser rein gelaufen. Aus diesem Grund wird das heute nur ganz kurz, da ich auch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt bin.
Ich wünsche allen Katastrophenopfern ganz viel Kraft in diesen Tagen.
Meine Hochachtung und Dank geht an alle Feuerwehrleute, THW-Mitarbeiter, Notfallsanitäter, Soldaten und alle anderen Helfern, die jetzt die Ärmel hochgekrämpelt haben und helfen wo sie können.
Ich hoffe unsere Politiker haben jetzt endlich begriffen, dass Umweltschutz kein Hobby von Aktivisten ist, sondern lebensnotwendig.
Tausende Bäume sind in den vergangenen Jahren wegen der Dürre bei uns gestorben, um nur ein Beispiel zu nennen. Bisher hat dass nur wenige Menschen berührt!
Jetzt sind es Menschen, die sinnlos gestorben sind! Ich hoffe wirklich, dass jetzt alle endlich wach geworden sind!
In diesem Sinne wünsche ich allen Menschen die betroffen sind, alles Gute und viel Zuversicht. Danke nochmal an alle Helfer.
und wieder ist eine Fahrradwoche vorbei. Ich muss allerdings gestehen, dass ich am letzten Sonntag meinen Drahteseln etwas untreu geworden war.
Im letzten Beitrag hatte ich euch ja von dem Skateboard – Wahnsinn berichtet.
Das Wetter war trocken und ich wollte doch mal mein neues Streetskateboard ausprobieren. Damit ich möglichst ungestört meine ersten dilettantischen Versuche unternehmen konnte, ging es zu unserer Grundschule auf den Schulhof. Bedingt durch eine Großbaustelle war ich zu Fuß mit Hackenporsche schneller an Ort und Stelle als mit einem Fahrrad. Der Hackenporsche war mit dem Surf- und Streetskateboard beladen und mein Ultimate nahm ich auch noch mit, so hatte ich ein bisschen Abwechselung.
Schön brav fuhr ich mich mit dem Surfskateboard und Ultimate warm. Anschließend hatte ich Knie-, Ellenbogen- und die Handschützer angezogen, die ich sogar extra dafür angeschafft hatte. Nur den Helm hatte ich zu Hause gelassen, da ich ja keine Rennen fahren wollte.
Oh ha!!! Kaum stand ich auf dem Streetskateboard wirkte auch schon überraschend schnell die Erdanziehungskraft auf mich ein. Mit der Erdbeschleunigung von 9,81 m/s beschleunigte ich leicht seitlich per Bauchklatscher ohne irgendeinen Bremsweg zu Boden. Die Landung auf meinem linken Hüftknochen, mit nach vorne überstrecktem linken Arm, war dementsprechend unsanft, aber soweit war ich trotzdem zum Glück noch funktionstüchtig. Meine schönen neuen Schoner hatten da leider keine Wirkung gezeigt, so viel zur Schutzausrüstung! Nachdem noch ein zweiter ebenfalls heftiger Abflug dazu kam, überarbeitete ich meine Fahrtechnik indem ich mehr in die Knie ging und siehe da kein weiterer Unfall ereignete sich mehr.
Mal ganz unter uns, den hätte ich wohl dann auch nicht mehr ganz schadlos mit meinen morschen Knochen überstanden.
Wie auch immer, wo war ich stehen geblieben?
In der Zwischenzeit hatten sich 2 Jungs zu mir gesellt und fragten ob sie auch mal fahren konnten. Mit dem Streetskateboard kamen die zwei schon ziemlich gut klar. Das Surfskateboard war aber wiederum für sie ganz neu und dem entsprechend taten sie sich damit dann schwerer als ich. Unglaublich das vom Bewegungsablauf die beiden Skateboards so unterschiedlich sind, probiert es mal aus!
Am Abend ging es dann mit der blauen Rappelkiste noch zu den Wollmäusen um dringende Hufpflegearbeiten zu erledigen. Während dieser Tätigkeit merkte ich langsam aber sicher, das meine Stunts mit dem Skateboard nicht ganz ohne Folgen geblieben waren. Meine linke Schulter zippte ein wenig.
Am nächsten Morgen kam ich dann kaum noch in bzw. aus der Badewanne wieder raus, da ich sozusagen auf der linken Seite Flügellahm war. Während des Frühstücks überlegte ich dann mit welchem Fahrrad ich den mit dem lahmen Arm und der schmerzenden Schulter am besten zur Arbeit fahren könnte. Die Wahl viel dann auf Schrotti dem 35 Euro Drahtesel.
Auch in den darauffolgenden Tagen hatte mir Schrotti als Invalidenfahrzeug gut Dienste geleistet. Schön gemütlich rollte ich damit zur Arbeit bei meist ziemlich nassen Wetter. Inzwischen bin ich wieder einigermaßen hergestellt und an meiner Hüfte hat sich an einer Stelle ein prächtiges Farbenspiel entwickelt.
Da Schrotti ja ein richtiges Rentnerfahrrad ist, liegt die Kiste dem entsprechend wegen des sehr niedrigen Einstiegs tief auf der Straße. In ganz leichten Kurven setzt doch tatsächlich die Pedale schon auf dem Boden auf. Hups, da ist Vorsicht in den Kurven geboten, wenn man etwas schneller unterwegs ist, auf keinen Fall dann in die Pedale treten. Das hatte ich bisher auch noch bei keinem Fahrrad erlebt. So viel zu den Tücken bei Tiefeinsteigern bzw. fahrenden Sofas in schon ganz leichten Kurven! Am Freitag hatte ich dann auf die blaue Rappelkiste umgesattelt, da waren die Kurven kein Problem mehr.
Trotz des schon erwähnten Regenwetters hatte ich natürlich wieder unterwegs hier und da in der Gegend herum geknipst und natürlich wiederholt die Hafenschwans besucht. Es ist einfach immer wieder schön bei ihnen vorbei zusehen, alle sieben Kidis waren wohlauf und wieder größer geworden.
Am Freitag überquerte eine kleine Weinbergschnecke den Fahrradweg, nach dem Fotoshooting hatte ich sie wohlbehalten auf eine Wiese gesetzt, damit ihr nichts Schlimmes passieren konnte.
Immer wieder gab es in dem Morgenlicht wunderschöne Farben in den Wiesen zu entdecken.
Mit weiteren Bildchen wünsche ich euch ein schönes Wochenende und hoffentlich ohne weitere Sintfluten. Mancher Orts war es dann ja doch zu viel von dem immer noch nötigen Nass!
am letzten Wochenende war ich mit dem roten Lastesel und meinem Surfskateboard zum Skatepark am Stausee gefahren.
Bisher hatte ich das Surfskateboard nur in der Turnhalle zwischendurch mal beim Einradfahren in Dortmund benutzt. Also vor den Coronazeiten einmal in der Woche und dass für immer nur ein paar Minuten zum Entspannen. Vor Kurzem wurde bei mir vor der Haustür die Straße komplett saniert. Aus der ehemaligen Buckelpiste ist eine wunderschöne glatte Oberfläche geworden, perfekt für alles was rollt und Spaß macht.
Abends war und ist wenig los und so habe ich jetzt eine perfekte Skatebahn vor der Haustür- was für ein Glück! Nur die Rampen fehlen noch, dank Internetvideos kommt man auf solche Ideen, deshalb eben die Fahrt zum Skatepark. Ich wollte dort mal ausprobieren, wie das so geht mit dem rauf und runter fahren. Die Rampen waren schön flach und somit bestens geeignet für so ein Greenhorn wie mich. Es klappte zu meiner Überraschung ganz gut und ohne Bruch, zumindest bis dahin wo ich mein Surfskate gegen ein Streetskateboard von den einem jungen Mann getauscht hatte. Beim ausprobieren lag ich natürlich gleich auf der Nase, zum Glück ohne nennenswerte Blessuren. So ein Streetskateboard rollt durch die kleinen härteren Räder verflixt schnell!
Wie schon gerade erwähnt, schaute ich mir zu Hause weitere Videos zu Thema Skateboardfahren an. Es gibt grob eingeteilt drei verschiedene Skateboards Longboard, Surfskate und Streetskateboards. Wie immer bleibt so was bei mir nicht ohne Folgen. In den Kleinanzeigen konnte ich für ganze 5 Euro ein einfaches Skateboard bekommen. Es hatte seine Primäre gleich am Montag als ich zum Rehasport zur nahegelegenen Turnhalle fuhr. Auf diesem Ding fährt man eigentlich Roller ohne Lenker (nennt man Puschen im Fachchinesisch). Für so lauffaule Menschen wie mich ist das die perfekte Lösung. Auf kurzen Strecken ist das wirklich ein perfektes Fahrzeug mit Spaßfaktor.
Und dann sind die Pferde mit mir natürlich wieder durchgegangen und ich habe mir auch noch so ein Streetskateboard zugelegt.
Auf dem Bild könnt ihr meinen neuen Fuhrpark sehen. Von links nach rechts Surfskateboard, Streetskateboard und einfaches Skateboard. Dei Skateboards unterscheiden sich hauptsächlich bei der Lenkung (Achsen) und bei den Rollen.
Surfskateboard: große und relativ weiche Rollen Φ 70 mm mit sehr guter Lenkfähigkeit an der vorderen Achse die durch eine bestimmte Bauart ermöglicht wird. Mit dem Surfskateboard kann man sozusagen auf der Straße Wellenreiten, wie die Surfer in der Meeresbrandung, das macht total Spaß und ist wirklich entspannend, auch einfach zu lernen und eigentlich ungefährlich.
einfaches Skateboard: mittlelgroße und relativ weiche Rollen Φ 60 mm mit normaler Lenkfähigkeit (Achse) vorne und hinten. Dieses Skateboard eignet sich vor allem für kurze Strecken, einfach so zu gemütlichen Fahren auf der Straße
Streetskateboard: kleinere und relativ harte Rollen Φ 54 mm mit normaler Lenkfähigkeit (Achse) vorne und hinten. Mit den Streetskateboards werden Tricks an Rampen oder zum Beispiel Sprünge auf Treppengeländer gemacht. Mir ist es ein Rätsel, wie man überhaupt ein Skateboard in die Luft bekommt. Im Internet kann man das in zahlreichen Clips bewundern- unglaublich!
Bei dem Regenwetter musste ich allerdings meine weiteren Skatebordversuche in die Wohnung verlegen. Mein Badezimmerteppich wurde ins Wohnzimmer verlegt und schon konnte es mit den Trockenübungen und passenden Videoclip losgehen. Das Inventar meines Wohnzimmers und ich selbst haben die Trockenübungen auf dem Flokati übrigens schadlos überstanden. Geübt habe ich den sogenannten „Olli“ eine Art Bunnyhop mit meinem neuen Streetskateboard. Zum Glück wohne ich im Erdgeschoss, dadurch wurden meine Nachbarn von dem Unfug nicht behelligt. Ich glaube es wird Zeit das Corona endlich verschwindet, wer weiß auf welche Ideen ich sonst noch so komme. Soviel zum Thema Skateboard, der neue Wahnsinn!
Das Bretzel hatte in der letzten Woche auch seine erste richtige Testfahrt. Der übliche Arzttermin (blöde chronische Polyarthritis) führte mich vor der Arbeit nach Hattingen. Sonst war ich mit dem Hauptgewinn (E-Bike) dort hingefahren und anschließend nach Bochum zur Ruhr-Uni hin. Ich muss sagen mit dem Bretzel war selbst ich flott unterwegs und nicht langsamer als mit dem Hauptgewinn. Natürlich war der Körpereinsatz etwas höher als mit der Motorunterstützung vom Hauptgewinn, aber es machte einfach Spaß sich auch mal auszutoben. Optisch ist das Bretzelchen doch echt ein Hingucker!
Auf Grund von einer gewissen Altersschwäche gepaart mit den Zipperlein hatte ich am nächsten Morgen das Bedürfnis gemütlich, also seniorengerecht zur Arbeit zu fahren. Mit Schrotti, meinem rollenden 35 Euro Fahrradsofa hatte das wunderbar funktioniert.
Es hatte ja auch in unserer Gegend und insbesondere in Bochum teilweise geschüttet wie aus Eimern. Im Hafenbecken des Kemnader Stausees war durch den großen Zulauf des Ölbaches ordentlich Strömung gewesen.
Im Lottental war eine große Pfütze mit schöner Spiegelung der alten Industriehalle entstanden.
Der viele Regen hat auch den Riesen Bärenklau wieder üppig Sprießen lassen. In den letzten drei Jahren waren die Pflanzen wegen der Trockenheit eher kümmerlich gewaschen. Der Bärenklau auch Herkulesstaude genannt, gehört zu den sogenannten invasiven Arten. Das heißt wir Menschen haben ihn als Zierpflanze hier eingeschleppt und damit dafür gesorgt, das er die einheimischen Arten an vielen Orten verdrängt. Da der Pflanzensaft bei uns auch noch Hautverätzungen verursachen kann, versucht man ihn nun wieder loszuwerden. Zum Glück nicht mit Pestiziden sondern u.a. mit Hilfe von Schafen. Ich freue mich darüber natürlich besonders, weil seitdem Fuchsschafe und Rhönschafe in kleinen Herden am Ufer der Ruhr und des Stausees weiden.
Obwohl ich selbst mal wegen einer schlimmen Hautverätzung (Archivbild) an den Beinen vom Bärenklau in Zusammenhang mit einer Kreuzallergie eines homöopathischen Arzneimittels 10 Tage in einer Hautklinik verbringen musste, finde ich die gewaltigen Stauden trotzdem wunderschön.
Bei meinen Fahrten zur Arbeit hatte ich auch wieder bei Familie Hafenschwan vorbeigeschaut. Ich bin immer wieder froh darüber, dass vor allem Papa Hafenschwan in mir nichts Böses vermutet und ich ohne großartig beachtet zu werden, fast neben seiner Familie platz nehmen darf, während er die Gänse verscheucht.
Auch die Gänse haben ab und zu mal Meinungsverschiedenheiten wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Dabei gab es interessante Schwimmmanöver zu sehen.
Mit ein paar weiteren Schnappschüssen wünsche ich euch ein schönes Wochenende
heute gibt es wieder etwas aus der Hausfrauen-Schrauberbude.
In der letzten Woche hatte ich ein paar Tage frei und endlich Zeit, die abgefahrenen Reifen von dem Fahrrad meiner Schwester auszutauschen. Das Mountainbike wird nicht als solches genutzt, sondern wird eher wie ein Citybike von meiner Schwester gefahren. Daher hatte ich „entschärfte“ Offroadreifen mit guten Rolleigenschaften auch auf Asphalt besorgt.
Die Laufräder waren mit den Schnellspannern schnell ausgebaut. Der Nachteil von solchen Schnellspannern ist leider, dass Langfinger ebenfalls ohne jegliches Werkzeug die Laufräder genauso schnell abmontieren können. Das Fahrrad von meiner Schwester dürfte aufgrund seines Alters aber kaum noch Interesse bei solchen Unholden wecken.
Habe ich eigentlich schonmal erwähnt, dass es bei den meisten Fahrradmänteln eine vorgeschriebene Laufrichtung bei der Montage gibt? Jaaah! Ich spreche hier leider aus Erfahrung. Bei dem BMX-Hinterrad von letzter Woche, war die Laufrichtung des Fahrradmantels nicht vorgeschrieben und schon hatte ich dieses Mal nicht darauf geachtet- Himmel noch eins!
Beim Vorderrad war es egal, weil ich das Laufrad einfach anders herum einbauen konnte. Am Hinterrad ging dann aber der ganze Spaß von vorne los. Also immer schön darauf achten, damit euch nicht das Gleiche passiert.
Weil ich ja frei hatte, konnte ich mal wieder im Internet die Kleinanzeigen ansehen. Besonders „übel“ für mich ist dabei, ihr könnt es euch vielleicht schon denken, die Rubrik mit den Fahrrädern. Es ist eine Seuche, ich kann es einfach nicht lassen darin herumzustöbern und natürlich wurde ich wieder fündig. Es war ein blaues (Lieblingsfarbe) Herkules Damenrad mit der guten alten 7 Gang Schaltung von Sram.
Zu dem Besichtigungstermin fuhr ich mit dem Hauptgewinn und Anhänger hin. Das Fahrrad musste schon längere Zeit im Keller gestanden haben, da es ein wenig eingestaubt war, aber zum Glück ohne Rost. Bei der Probefahrt funktionierte die Schaltung nicht richtig. Da ich ja ein bisschen die Mucken dieser Schaltung kenne, schaltete ich den ersten Gang ein und nahm am Hinterrad anschließend die Klickbox ab, dabei konnte ich den Schaltstift mit der verformten Hülse sehen.
Ich montierte die Klickbox (Archivbild von baugleicher Klickbox von Sachs) wieder ans Hinterrad und legte dann den vierten Gang ein und stellte anschließend mit der Rändelschraube die Schaltung ein. Und siehe da, trotz der verbogenen Hülse gingen alle Gänge plötzlich wieder, sehr zur Überraschung des Verkäufers, der wohl dachte die Schaltung wäre kaputt gewesen. Vermutlich hatte jemand die Klickbox mal abgenommen ohne darauf zu achten welcher Gang eingeschaltet war und sie dann mit etwas Gewalt wieder drauf montiert, dann kann es nämlich zu solchen Fehlfunktionen kommen.
Am Vorderrad waren auffällige Korrosionsstellen, die wohl durch irgendeine ätzende Flüssigkeit verursacht worden waren und außerdem war die Lichtanlage defekt. Der junge Mann und ich einigten uns nach kurzer Verhandlung auf einen Preis von 35 Euro. Damit ich das Fahrrad transportieren konnte, schraubte ich kurzerhand mit meinem mitgebrachten Werkzeug beide Laufräder ab und packte sie mit dem Rahmen auf den Anhänger. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, passte alles ganz genau darauf- perfekt!
Zu Hause angekommen wurden die Einzelteile meines 35 Euro Rades erst mal auf dem Schrauberteppich im Wohnzimmer hingelegt. Den Schaltstift und die verbogene Hülse (oben im Bild) konnte ich gegen Ersatzteile, die ich im noch Schrank liegen hatte austauschen.
Anschließend putzte ich das staubige Fahrrad, baute es wieder zusammen und ölte zum Schluss auch noch die Kette.
Die Korrosionsschäden am Vorderrad waren zum Glück auch nur von optischer Bedeutung. Das Lager der Radnabe funktionierte zum Glück einwandfrei. Die Reifen hatten auch noch viel Profil und nach dem Reinigen sahen sie auch wieder ganz gut aus und waren doch nicht rissig, was ich zunächst angenommen hatte. Nun konnte ich auf Probefahrt mit meinem Bastelfahrrad gehen.
Aufgrund seiner Bauart (Rahmenwinkel) fährt sich Schrotti so bequem, als ob ich auf einem Sofa unterwegs wäre, damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Die defekte Lichtanlage wird einfach durch meine mobilen Fahrradleuchten bei Bedarf ersetzt. Schrotti war so mal wieder ein Volltreffer aus den Kleinanzeigen.
Wenn ihr aus welchen Gründen auch immer nur ganz wenig Geld für ein Fahrrad bezahlen wollt oder könnt schaut in die Kleinanzeigen, mit ein bisschen Glück und kleinen Basteleien könnt ihr hier fahrtüchtige Fahrräder bekommen. Im Moment ist das sogar recht einfach, da sich sehr viele Leute jetzt ein E-Bike zulegen und so ihre alten, aber oft noch neuwertigen Markenfahrräder verkaufen wollen. Markenfahrräder die man nur im Fahrradhandel bekommt sind immer hochwertiger als Fahrräder aus den Discountern und Baumärkten. Es kommt auf die Anbauteile (Kurbeln, Lenkervorbau, Schaltungen, Gepäckträger usw.) an, die dann hochwertiger sind und damit auch langlebiger. Versucht es mal, vielleicht habt ihr ja auch Glück.
Soviel aus der Hausfrauen-Schrauberbude.
Natürlich war ich auch wieder mit der Knipskiste unterwegs und hatte dabei wieder schöne Momente mit unseren Mitgeschöpfen. Eine Nacktschnecke ist für Gartenbesitzer ja meist ein Graus, deshalb stellen viele Gärtner Bierfallen auf oder töten die Tiere schlimmsten Falls mit Giften.
Leider gehören die Nacktschnecken auch zu den vielen Tieren, für die wir keinerlei Empathie empfinden, wenn sie elendig sterben. Deshalb hier dieses Bild einer wunderschönen großen Nacktschnecke, schaut mal genau hin wie schön sie aussieht. Ich finde auch diesen Tieren sollten wir mit mehr Respekt begegnen.
Familie Hafenschwan hatte ich auch wieder besucht, alle sieben Kidis waren wohlauf.
Die Graugans, Nilgans und Mischlingsgans (Kanada-, Graugans) musste ich auf jeden Fall auch noch knipsen, einfach super hübsch sehen sie auf den Bildern aus.
Zum guten Schluss noch ein paar Bilder von den etwas unförmigen Teeniegänsen und anderen Motiven von unterwegs.
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und eine gute nächste Woche. Liebe Grüße
was für eine Woche! Temperaturen über die 25 °C sind für mich persönlich jenseits des Wohlfühlens angelegt. Am Mittag auf dem Weg nach Hause wurde ich mehrfach letzte Woche gargekocht, wie in einem Heißluftbackofen. Für mich ist so ein Wetter eine einzige Tortur, ich frage mich jedes Mal, warum immer dann von schönem Wetter beim Wetterbericht die Rede ist. Man kann nichts aktiv machen, ohne Auszulaufen, einfach furchtbar! So nun habe ich mich aber genug über das Wetter ausgelassen.
Die letzte Woche hielt für mich nämlich auch zwei Highlights bereit.
Am 13. November letzten Jahres ( https://rosarotefahrradkurbel.com/2020/11/13/kleine-einradtour-bastelstunde-und-viele-bilder/ ) hatte ich ja die Kette vom grünen Glöckchen kürzen müssen. Damals hatte ich ja schon angedeutet, dass in absehbarer Zeit hier Neuteile erforderlich werden würden. Nun war es soweit, letzten Samstag kam das Paket mit einem neuen stylischen Kompletthinterrad, Kettenblatt und Kette bei mir an.
Im Wohnzimmer wurde wieder der Schrauberteppich ausgebreitet und das grüne Glöckchen wurde darauf auf dem Kopf abgestellt.
Wie ihr auf den Bildern sehen könnt passte die Kette inzwischen gar nicht mehr auf das Kettenblatt.
Die Zähne des Kettenblattes waren doch kräftig verschlissen. Als erstes schraubte ich die Schrauben des Kettenschlosses ab, um die Kette abnehmen zu können.
Auf der Seite des Kettenblattes drehte ich die Schraube der Kurbel ganz raus. Danach machte ich das Gleiche mit der Schraube an der Innenseite des Kettenblattes.
Die Zähne des Kettenblattes waren teilweise völlig deformiert bzw. abgenutzt und sahen eher wie das Blatt einer Kreissäge aus.
Das Hinterrad war als nächstes dran. Nachdem ich die Luft aus dem Reifen gelassen hatte, damit es durch die Bremsbacken passt, wurden die beiden Achsschrauben jeweils gegen den Uhrzeigersinn gelöst und schubs war es schon raus.
Das mega coole und qualitativ bessere Hinterrad wurde mit neuem Mantel und Schlauch bestückt und in umgekehrter Reihenfolge eingebaut, wobei die Schrauben nur leicht angezogen wurden. Das neue Ketteblatt und die Kurbelachse schob ich wieder auf die Achse und schraubte beides fest. Die neue Kette wurde über das Kettenblatt, durch die Hinterradstreben und über das Ritzel gelegt um zu sehen wie lang sie denn sein musste. Wenn ihr auch mal eine Kette auf Länge kürzen müsst, schaut lieber dreimal nach wo ihr die Bolzen der Kette rausdrehen müsst, einmal zu kurz ist dann wirklich blöd. Außerdem müsst ihr darauf achten ob ihr die Kette mit einem sogenannten Halfingkettenschloßglied verschließen müsst.
Ein Halfingkettenschloss verbindet ein Innenkettenglied mit einem Außenkettenglied. Verschließt ihr zwei gleiche Kettenglieder braucht ihr das nicht.
Mit einem Kettennieter könnt ihr bequem die Kettenbolzen herausdrehen. Nachdem ich die Kette geschlossen hatte, wurde das Hinterrad justiert und festgeschraubt.
Noch ein Hinweis für ein herkömmliches Kettenschloss, die offene Seite der Verschlussspange zeigt immer entgegen der Trittrichtung bzw. Laufrichtung der Kette, damit sie sich nicht löst.
Nachdem ich das Hinterrad aufgepumpt hatte, konnte es zur Probefahrt gehen. Als ich losfahren wollte merkte ich dann auch endlich meinen Fehler bei der Montage der Kurbel. Die Kurbel war versetzt zu der anderen angeschraubt. Die Schrauber unter euch haben sich bestimmt schon kaputtgelacht, da ich den Fehler tatsächlich schon mehrfach fotografiert hatte. Ich war einfach geblendet von den schönen neuen Teilen an meinem BMX, so hatte ich das die ganze Zeit übersehen. Die roten Pfeile zeigen in etwa die richtige Position. Oh mein Gott!
Ja so geht eben Schrauben nach Hausfrauenart- Grundgütiger! Die Korrektur ging zum Glück schnell und jetzt sieht das grüne Glöckchen doch richtig gut aus. Wenn meine Finanzen es denn zulassen kommt vielleicht irgendwann das passende Vorderrad dazu. Mega cool!
Soviel zu meinem ersten Höhepunkt der letzten Woche.
Am Dienstag kam bei mir ein weiteres und wesentlich größeres Paket an, in ihm steckte mein neues Fahrrad.
Es ist ein Mix aus Gravel- und Citybike mit einer 10 Gang Kettenschaltung, ja tatsächlich mit Kettenschaltung. Jetzt fragt ihr euch vielleicht, wie ich denn von meinen heißgeliebten Nabenschaltungen abgekommen bin. Das kam so!
In dem Beitrag vom 22. Mai ( https://rosarotefahrradkurbel.com/2021/05/22/familie-hafenschwan-gansekindergarten-und-ein/ ) hatte ich euch von meiner Testfahrt zu meiner zukünftigen Arbeitsstätte berichtet. Die Strecke wird von den jetztigen 10 Kilometern auf knapp 17 Kilometer länger werden und führt oft bergauf und dass noch teilweise auf Waldwegen. Mit BMX Rädern nicht besonders empfehlenswert und mit plumpen Citybikes ziemlich beschwerlich. Der Hauptgewinn wäre zwar eine Option, jedoch ohne dabei viel Spaß zu haben. Außerdem traue ich der E-Technik nicht so ganz, wenn es im Herbst nass wird. Der Hauptgewinn hat außerdem seine Hauptaufgabe als Zugmaschine für meinen Anhänger und dafür ist er wirklich perfekt.
Des Weiteren überholt mich jeden Morgen ein junges Pärchen auf ihren Gravelbikes, scheinbar ohne Mühe fliegen die Beiden jedes Mal an mir vorbei. Ich hatte sie einen Morgen kurz angesprochen und wir fachsimpelten ein wenig über die Fahrräder. Natürlich ist mir klar, dass ich auch mit dem besten Fahrrad mit den jungen Leuten wohl kaum mithalten würde, aber sie versicherten mir, dass diese Räder schon einen Vorteil in Sachen Geschwindigkeit haben würden, allein schon wegen des geringeren Gewichts.
Im Internet schaute ich mir dann Gravelbikes mal näher an. Meistens musste ich schon wegen der ziemlich hohen Preise, weit jenseits der 1500 Euro, passen. Auch störte mich an den Gravelbikes der Rennradlenker, der für mich Oma dann doch etwas zu unbequem ist. Bei den meisten Gravelbikes muss man Schutzbleche und Beleuchtung auch noch extra dazu kaufen, beides ist für ein Pendlerfahrzeug sehr wichtig. Nach weiterem suchen ist mir dann das „Bretzel“ aufgefallen. Es ist genauso, wie ich mir mein Gravelbike vorgestellt hatte.
Das „Breezer Doppler Cafe +“ so heißt das Model eigentlich, hat einen CrMo-Stahlrahmen, eine 10 Gang Gravelschaltung, hydraulische Scheibenbremsen, schöne dicke Reifen, Schutzblecke und Licht. Es ist für mich die richtige Mischung aus City- und Gravelbike!
Ich hatte übrigens versucht dieses Fahrrad bei einem Fahrradhändler in Witten zu bekommen, der diese Marke führt, leider musste er absagen, weil er dieses Fahrrad nicht mehr bekommen konnte. Er empfahl mir schließlich, möglichst schnell im Internet zuzugreifen, was ich dann ja auch tat. Verrückte Welt!
Beim Zusammenbau hatte ich dann wohl hitzebedingt einen kleinen Dachschaden.
Das Fahrrad hat sogenannte Steckachsen, dummerweise hatte ich das bei dem Versuch die Achse los zu schrauben nicht erkannt.
Ich war davon ausgegangen, dass an beiden Seiten jeweils eine separate Schraube war und so drehte ich beide Seiten schön brav gegen den Uhrzeiger los. Die Schrauber unter euch bekommen jetzt spätestens einen Lachkrampf. Ich dachte nämlich, Donnerwetter die sind aber fest angedreht und so hielt ich mit einem zweiten Schraubenschlüssel schön dagegen. Da ich als weibliches Wesen nicht über Kräfte wie Arnold Schwarzenegger verfüge, ist es nichts Ungewöhnliches, dass ich mich beim Lösen von Schrauben schonmal ins Zeug legen muss. Ja was soll ich sagen mit einem Mal waren die Schrauben los.
Ja Kruzifix nochmal!
Als ich die Achse herauszog lachte mich ein schön frischer Torsionsbruch (Bruch durch verdrehen) an. Als oller Werkstoffprüfer wusste ich jetzt warum sich die Schraube nicht lösen ließ, sie hatte nämlich nur auf der einen Seite ein Gewinde.
Jaaah, soviel zum Thema Steckachse!
Mit den Trümmern der Achse fuhr ich zu Fahrrad Fielicke in Witten, natürlich sorgte meine Geschichte dort sofort für ausgelassene Heiterkeit. Mit zwei Tagen Verzögerung und 30 Euro Lehrgeld konnte ich dann endlich eine kleine Probefahrt machen, die dann zu meiner vollsten Zufriedenheit verlief. Mit dem „Bretzel“ kann man nämlich hervorragend herumbritzeln. Das Ding läuft leicht und durchaus flott und sieht dazu noch super aus- perfekt!
Also nochmal eine Steckachse hat nur an einer Seite ein Gewinde, sucht immer die richtige Seite zum losdrehen aus.
Auf dem Bild werde ich immerhin etwas in meiner Unfähigkeit entlastet, weil an der alten Steckachse auf beiden Seiten ein Innensechskantschlüssel gesteckt werden kann, daher auch mein Irrtum. An der neuen Steckachse ist nur an der richtigen Seite ein Innensechskant zu sehen, sehr sinnvoll!!!
Soviel aus der Hausfrauen-Schrauberbude.
Hinweis: Ich erhalte keinerlei Vorteile bei der Nennung von Marken oder Firmennamen!
Auf dem üblichen Weg zur Arbeit kam ich natürlich bei meiner Lieblingsfamilie Hafenschwan vorbei. Alle sieben Schwanenkinder waren wohlauf und wieder größer geworden. Inzwischen erkennt mich die Familie wohl schon, denn sie bleibt völlig entspannt, wenn ich mich nähere, was mich wirklich sehr glücklich macht.
Unterwegs war ich wegen der Hitze meistens schön gemütlich mit der hübschen Düssellady, aber auch mit dem hübsch neu ausgerüsteten grünen Glöckchen.
Mit dem Hauptgewinn, Anhänger und Muni (Mountainbike bei den Einrädern) ging es letzten Sonntag übrigens noch zum Einradfahren quer durch den Wald mit einem lieben Bekannten. Hier hatte ich dann mehrere Höhenflüge in die Botanik unternommen, während mein Kumpel mit seinem Einrad locker auch steile Berge hinunterfuhr.
Muni fahren ist halt nochmal etwas ganz anderes als auf glattem Untergrund mit dem Einrad zu fahren. Resultat: viel Spaß mit leichten Blessuren!
Mit weiteren Schnappschüssen wünsche ich euch ein schönes Wochenende.